So sieht der Trainingsplan von Fußball-Oberligist ASC 09 während der Corona-Krise aus

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Der ASC versucht auch während der Corona-Krise, sich fit zu halten. ASC-Coach Antonios Kotziampassis hat einen Trainingsplan aufgestellt - er will nämlich für einen bestimmten Fall gewappnet sein.

Dortmund

, 21.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hat Maxi Podehl am Nachmittag nach der Arbeit immer gute Laune, freut sich auf das Training mit dem ASC. Das ist in den vergangenen Tagen aber nicht mehr so. „Jetzt gerade“, sagt der Stürmer, der seinem Beruf als Industriekaufmann aktuell immer noch normal nachgehen kann, „ist es schwierig, sich zu motivieren.“

In Zeiten des Coronavirus gibt es kein Training im Aplerbecker Waldstadion, kein Training mit der Mannschaft, keine Vorbereitung auf das nächste Oberliga-Spiel. „Und kein Fitnessstudio“, ergänzt Podehl. Man habe einfach kein Ziel, auf das man hinarbeiten kann, erklärt der 22-Jährige.

Arbeiten tun sie bei den Aplerbecker Fußballern aber trotz allem. „Das Team hat über Whatsapp einen Plan bekommen, die Jungs müssen weiter vier Mal pro Woche trainieren“, sagt ASC-Trainer Antonios Kotziampassis. Aber wie trainiert ein Fußball-Oberligist, wenn alle Sportanlagen gesperrt sind und Zusammenkünfte zwar noch nicht verboten, aber alles andere als ratsam sind?

Trotz Corona: Voller Trainingsplan beim ASC 09

Das ASC-Training ist ein Mix aus Lauf- und Stabilisationsübungen, der Fokus liegt dabei ganz klar auf den Ausdauer-Einheiten. Spieler wie Jannik Marth, der erst seit Kurzem wieder fit ist, haben einen leicht angepassten Plan bekommen, in der Regel sieht das Training von Maxi Podehlund Co. aber wie folgt aus:

  • Montag: frei
  • Dienstag: Laufen (9 Kilometer in 43 Minuten) und Stabilisationsübungen (15-20 Minuten)
  • Mittwoch: frei
  • Donnerstag: Laufen (10 Kilometer in 43:30 Minuten) und Stabilisationsübungen (15-20 Minuten)
  • Freitag: Laufen (9 Kilometer in 43 Minuten) und Stabilisationsübungen (15-20 Minuten)
  • Samstag: frei
  • Sonntag: Laufen (10 Kilometer in 43:30 Minuten) und Stabilisationsübungen (15-20 Minuten)

Bei allem gilt: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, sagt Kotziampassis mit einem Augenzwinkern. Sene Spieler müssen die Läufe mithilfe einer App machen, am Ende dann Screenshots an den Coach schicken, der bisher zufrieden ist: „Bis jetzt haben sich alle dran gehalten“, so der ASC-Fußballlehrer.

ASC-Trainer Antonios Kotziampassis will auf alles vorbereitet sein.

ASC-Trainer Antonios Kotziampassis will auf alles vorbereitet sein. © Stephan Schuetze

Auch Stürmer Maxi Podehl hält sich an den Trainingsplan - genauso wie an die Vorgaben der Regierung bezüglich des allgemeinen Verhaltens in Zeiten des Coronavirus. „Außer zu joggen und ab und an mal ein Waldspaziergang mache ich nichts mehr draußen“, erklärt der 22-Jährige, dem das Mannschaftstraining fehlt.

Maxi Podehl und sein Trainer haben unterschiedliche Prognosen

„Das“, sagt der Torjäger, „ist schon komisch.“ Sonst haben sich die Aplerbecker ver bis fünf Mal pro Woche gesehen - das fällt jetzt flach. „Auch Freunde trifft man ja jetzt so gut wie nicht mehr“, sagt Podehl, der ein schlechtes Gefühl in Bezug auf die Saison hat.

„Ich könnte mir vorstellen, dass die Saison ganz abgebrochen wird, so wie es jetzt ja auch schon im Frauen-Handball ist“, sagt Podehl. Sein Trainer versucht, etwas optimistischer zu sein. „Man weiß nie, was kommen wird“, sagt Kotziampassis.

Aber sollte es Ende April plötzlich doch heißen, dass es in einer Woche wider erwarten weitergehe, „dann wollen wir nicht diejenigen sein, die nichts gemacht haben“, sagt Kotziampassis. Ob, wann und wie die Saison auch immer weitergehen wird - beim ASC ist wird man topfit und vorbereitet sein.

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