Soccerwatch nominiert Feldspielerin aus der A-Liga für die Parade der Woche

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Neben dem Tor der Woche, zeichnet Soccerwatch auch Paraden aus. Nun steht ein Dortmunder B-Liga-Kicker zur Wahl - und eine Fußballerin aus der A-Liga. Obwohl diese gar keine Torhüterin ist.

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 07.03.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spektakuläre Paraden gibt es nicht nur in der Bundesliga. Auch in den Kreisligen Dortmunds fliegen die Keeper um die Wette, kratzen die Bälle aus den Winkeln und werfen sich wagemutig in die Angriffswellen der Gegner. So auch am vergangenen Spieltag.

„Ich hätte lieber die Null gehalten“

Gleich zwei Dortmunder sind dabei Soccerwatch.tv aufgefallen und stehen deswegen zur Wahl zur Parade der Woche - beziehungsweise eigentlich nur einer. Denn neben Erik Urban Schmitz von der SpVg Berghofen II schaffte es auch Sandra Mielke von Westfalia Huckarde unter die besten vier – die eigentlich gar keine Torhütern ist.

„Ich hätte natürlich lieber die Null gehalten“, sagt Erik Urban Schmitz von der Zweitvertretung der SpVg Berghofen, die sich letztlich mit 2:1 gegen die Dritte von Viktoria Kirchderne durchsetzen konnte – vor allem wegen seiner Leistung. „Er hat uns mit einigen Paraden im Spiel gehalten“, lobt auch sein Trainer Frederik Steinwender und ist sich sicher, dass „er maßgeblichen Anteil am Sieg hatte.“

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Schmitz selbst ist ein wenig unschlüssig, was die Bedeutung seiner Parade betrifft. Einen verunglückten Rückpass grätschte er von der Linie und hielt im Anschluss noch im Eins-Gegen-Eins den Ball.

Ihm selbst blieb aber eher eine andere Situation im Hinterkopf. Nach viel Gewusel landete der Ball nämlich unmittelbar vor dem Tor beim Gegenspieler, der nicht lang fackelte. Doch mit einer bravourösen Parade verhinderte er den Einschlag. „Die war eigentlich besser“, meint Schmitz.

Keeperin von Westfalia Huckarde ist eigentlich Mittelfeldspielerin

Sandra Mielke hütete am Sonntag, beim 2:4 gegen den BSV 1921 Fürstenberg, das Tor von Westfalia Huckarde. Dabei ist Mielke eigentlich im defensiven Mittelfeld aktiv. Doch aufgrund der prekären Torhütersituation bei Huckarde, die sich dadurch auftut, dass Stammkeeperin Aylin Cenan häufiger durch ihr Studium verhindert ist, wechseln sich Mielke, Daniela Koj und Alea von Kralik im Tor ab. „Alle drei spielen eigentlich lieber im Feld“, meint Trainer Panagiotis Papadopoulos.

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Trotzdem war Papadopoulos auch voll des Lobes bezüglich der Leistung seiner Torhüterin am Sonntag, auch wenn sie die Niederlage letztlich nicht verhindern konnte.

„Sie hat es sehr gut gemacht“, sagt er und weiter: „Es ist wichtig für die Abwehr zu wissen, dass, egal wer hinten im Kasten steht, sie sich auf sie verlassen können.“ Mielke, die sich „sehr geehrt“ fühlt, nominiert worden zu sein, gibt auch zu, lieber im Feld aktiv zu sein. „Ja, das stimmt. Aber wenn Bedarf da ist, helfe ich eben aus.“

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