Sonst droht der Wiederabstieg: Der SVD muss in der 1. Regionalliga die Big Points einfahren

mlzBasketball in Dortmund

Der SV Derne 49 kämpft in der 1. Regionalliga um den Klassenerhalt. Noch neun Spieltage bleiben dem Team, um den Abstiegsplatz zu verlassen. Fünf Baustellen, die dafür beackert werden müssen.

Dortmund

, 31.01.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Kapitän Felix Fuhrmann weiß ganz genau, was die Stunde für die Basketballer des SV Derne 49 geschlagen hat. Um überhaupt die Chance auf ein Überleben in der 1. Regionalliga zu wahren, muss am 2. Februar im Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht BG Kamp-Lintfort erstmal ein Sieg her.

Fünf Baustellen im Team des SVD

Leicht wird das nicht, das sieht der Kapitän genauso wie SVD-Trainer Peter Radegast. Denn die Baustellen im Team sind auch beim erfolglosen Gastspiel (65:81) bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Baskets Salzkotten am vergangenen Freitag deutlich zu Tage getreten.

„Die Konstanz kriegen wir aktuell nur phasenweise hin“, sagt Peter Radegast.

Die Konstanz:
Aus Sicht des Trainers zeigt sein Team regelmäßig zwei Gesichter. „Wir schaffen es einfach im Moment nicht, über mehr als 30 Minuten konstant zu spielen. Die Konstanz kriegen wir aktuell nur phasenweise hin. Da müssen wir dringend dran arbeiten.“ Wozu die Mannschaft fähig ist, hat sie gegen Salzkotten zu Beginn der zweiten Spielhälfte gezeigt, als sie mit hoher Konzentration zunächst das Heft des Handelns in die Hand nahm und den Abstand auf die Gastgeber verkürzen konnte – diesen Kurs jedoch nicht bis zum Ende der Partie durchhalten konnte.

„Gerade wenn es mal schlecht läuft, müssen wir das Kollektiv suchen“, sagt Peter Radegast.

Das Kollektiv: Als eine seiner vordringlichsten Aufgaben sieht Peter Radegast aktuell, der Mannschaft zu vermitteln, dass sie ihre Spiele nur im Kollektiv gewinnen kann. „Man hat gegen Salzkotten gesehen, dass der ein oder andere versucht hat, das Spiel individuell zu entscheiden. Dadurch sind dann aber viele schlechte Entscheidungen in der Offense getroffen worden. Natürlich haben wir zwei, drei Spieler, die mehr scoren. Aber auch die sind nicht in der Lage, in der Regionalliga so ein Spiel alleine positiv zu gestalten. Das muss man schon zusammen machen.“ Den ersehnten Sieg gegen Kamp-Lintfort werden man nicht mit der Brechstange einfahren, sondern nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. „Gerade wenn es mal schlecht läuft, müssen wir das Kollektiv suchen.“

„Von 24 Punkten allein 16 im Fast-Break – das ist schon frustrierend“, sagt Felix Fuhrmann.

Die Fast-Breaks: Der SVD tut sich schwer, Tempogegenstöße der Gegner erfolgreich zu verteidigen. „Das wissen wir auch nicht erst seit letzter Woche“, sagt Kapitän Felix Fuhrmann. „Gegen Salzkotten war der Einstieg in die zweite Hälfte besser, weil wir genau diese Fast-Breaks besser in den Griff bekommen haben. Das muss uns aber noch viel häufiger gelingen, denn sonst verlieren wir immer wieder zu viele leichte Punkte.“ Zuletzt brachte dieses Manko den SVD oft schnell auf die Verliererstraße. Fuhrmann: „Ein Beispiel: Gegen Salzkotten haben wir im ersten Viertel 20:24 hinten gelegen – aber von den 24 Punkten hat der Gegner allein 16 im Fast-Break gemacht – das ist schon frustrierend.“

„Wenn die anderen so viel häufiger den Ball haben als wir, dann wird es schon schwierig“, sagt Felix Fuhrmann.

Die Rebounds: Und noch eine Kennzahl fiel im Spiel gegen Salzkotten nicht gerade ermutigend aus. Unter dem Korb zeigten die Derner in vielen Situationen wenig Durchsetzungskraft. „Die Folge war“, so rechnet Fuhrmann vor, „dass Salzkotten etwa 20 Rebounds mehr als wir bekommen hat. Und wenn die anderen so viel häufiger den Ball haben als wir, dann wird es schon schwierig.“ Zum Glück wird bei der richtungsweisenden Partie gegen Kamp-Lintfort aber wohl Center Patrick Breuker-Kreikmann nach überwundener Daumenverletzung wieder mit an Bord sein. „Seine Größe wird uns unterm Korb auf jeden Fall richtig weiterhelfen“, glaubt Felix Fuhrmann. Radegast setzt auf Breuker-Kreikmann als Stabilisator. „Er ist nen echter Großer, der auch gegen Große verteidigen kann. Das hilft uns.“ Verzichten muss der SVD allerdings weiterhin auf Idrissa Diene. Nach einer starken Bänderdehnung musste sein Fuß sogar eingegipst werden.

„Gegen Kamp-Lintfort und Deutz sind Siege Pflicht“, sagt Felix Fuhrmann.

Die Gegner: Gegen vier Teams konnte der SVD in der Hinrunde doppelt punkten: BG Kamp-Lintfort, SV Hagen-Haspe, Deutzer TV und Ballers Ibbenbüren. Die Rechnung bislang war eine einfache: Vier Siege in den noch anstehenden Spielen der Rückrunde gegen diese Teams sollten den Weg zum Klassenerhalt ebnen. Doch die Vorzeichen haben sich verändert: Während Kamp-Lintfort mit 4 und Deutz mit 8 Punkten ebenfalls im Tabellenkeller stehen, haben sich Hagen-Haspe (14 Punkte) und Ibbenbüren (16) im Laufe der Saison etwas freigeschwommen.

„Darum“, so Peter Radegast, „sind die Spiele gegen Kamp-Lintfort und Deutz absolut elementar. Das ändert aber nichts daran, dass acht Siege sein müssen. Besonders schmerzhaft ist es deshalb, die die Vergleiche gegen die beiden weiteren Kellerteams Salzkotten und Fast-Break Leverkusen verloren gegangen sind.“ Kapitän Felix Fuhrmann sieht aber dennoch noch Chancen auf den Klassenerhalt: „Gegen Kamp-Lintfort und Deutz sind Siege Pflicht. Gegen Ibbenbüren wird das schwierig, weil die sich sehr gut verstärkt haben. Dann müssen wir eben mal gegen Hagen-Haspe und Citybasket Recklinghausen punkten.“

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