Steden feierte am Wochenende ihr Comeback beim BVB

Handball: 2. Bundesliga

Sie kann wieder lachen, befreit lachen. "Auf dem Feld zu stehen und zu spielen, das ist einfach schön", sagt Stephanie Steden, "ich habe es so vermisst. Es macht mir nämlich gar keinen Spaß, von der Tribüne aus zuzusehen."

DORTMUND

01.10.2013, 19:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Daumen ist wieder heil: Stephanie Steden (M.).

Der Daumen ist wieder heil: Stephanie Steden (M.).

Schon vor einer Woche, beim Heimspiel der BVB-Frauen gegen Halle-Neustadt, machte sie sich mit der Mannschaft warm, „zum Glück hatte ich kein Trikot da, sonst wäre ich kaum zu bremsen gewesen“. Am letzten Wochenende aber war es soweit, Stephanie Steden spielte in der 2. Mannschaft, stand 30 Minuten wieder auf dem Parkett. So sehr sie die 23:35-Niederlage bei Germania Fritzlar auch wurmte, sie freut sich, dass sie das Spiel gut überstanden hat. Auch wenn es so ganz ohne Schrecksekunde nicht ging: „Ich habe wieder einen aufs Däumchen bekommen, aber er ist heil geblieben.“ Ohnehin muss die 30-Jährige, die sonst eher zu den ganz Unerschrockenen im Team gehört, sich noch ein gutes Stück zurücknehmen. Schon bei ihrem Comeback habe sie mit leicht gebremstem Schaum gespielt, „ich war mit dem Kopf schon auch immer ein wenig beim Daumen“, in einigen Szenen habe sie vielleicht sogar die Hand weggezogen. Aber das ist verständlich, die Sicherheit kommt mit jedem Tag, jedem Training mehr, auch das Vertrauen in den Körper.

Aber die schlimmen Wochen liegen hinter ihr, sie ist wieder dabei. Andere im Team wie Natasha Kocevska, Stella Kramer und Jana Kokot habe es doch noch schlimmer erwischt, sie kehre ja schon wieder zurück, „ich habe mit meiner Verletzung ja noch mal Glück im Unglück gehabt“. Schon zehn Tage nach dem Malheur habe sie schon wieder an ihrer Fitness gearbeitet, „daran fehlt es nicht“. Aber so allein auf dem Laufband, „das ist einfach langweilig“, sie habe das Training mit der Mannschaft vermisst, „es hat richtig gekribbelt“. Von der Tribüne hat sie die ersten drei Spiele beobachtet, drei Siege. „Wir sind gerüstet für den Kampf um den Aufstieg“, sagt Stephanie Steden, denn die Dinge, die nicht perfekt geklappt hätten, „die kann man abstellen“. Ein wenig habe es an der nötigen Konzentration gemangelt, vielleicht auch an der Power in der zweiten Hälfte. „Aber wenn wir erst einmal wieder einen größeren Kader haben, dann können wir auch 60 Minuten lang Gas geben.“ Stephanie Steden ist schon bereit, am Freitag im Pokal beim AMTV Hamburg wieder durchzustarten.

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