SV Westrich muss in der Endrunde auf Niklas Ernst verzichten – weil der Berg ruft

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Niklas Ernst hat den SV Westrich mit seinem Tor in die Endrunde befördert – die verpasst er allerdings. Dennoch hat er einen Weg gefunden, seine Mannschaft zu unterstützen.

Dortmund

, 09.01.2020, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr als 800 Kilometer trennen Niklas Ernst und den SV Westrich am Freitag, wenn die Endrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft startet. Er hatte einen großen Anteil an der Teilnahme, schoss das entscheidende Tor gegen Sölde – und verpasst doch die Atmosphäre der Körnig-Halle. Der 30-Jährige ist beruflich verhindert.

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„Das war wie im Film“, beschreibt Ernst sein Tor gegen Sölde, durch das der SV Westrich den Einzug in die Endrunde perfekt machte. Man spürt, wie sehr ihn dieser Treffer – dieser wunderschöne Hallen-Moment – ihn auch Tage später noch berührt. „Ich sehe nur, wie Marvin Middeldorf den Ball zu mir rüberstochert und ich wusste, dass der Torwart nicht zur Seite fällt, sondern seitlich nach hinten und dann habe ich den Ball rechts an ihm vorbeigeschoben“, erzählt Ernst.

Niklas Ernst verpasst Endrunde mit dem SV Westrich

Der Ball zappelte kurz darauf im Netz. „Als ich das gesehen habe, war in meinem Kopf alles und gar nichts. Die Emotionen sind komplett mit mir durchgegangen – wenig später wohl aber auch Wehmut. Denn Niklas Ernst wird selbst an der Endrunde der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft mit dem SV Westrich nicht teilnehmen können.

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Ernst ist angehender Sport- und Englischlehrer, durchläuft gerade das Referendariat am Leopold-Hoesch-Berufskollg – und genau da liegt das Problem. Vielmehr in Südtirol. „Eine Skifreizeit steht an“, sagt er. Meransen und heiße Schokolade statt Körnig-Halle und kaltes Pils. Besonders bitter: Es ist die dritte Hallenmeisterschaft, die Ernst spielt – und das erst Mal, dass seine Mannschaft es in die Endrunde geschafft hat. Ausgerechnet dann, wenn er auf Skifreizeit fährt. Doch Ernst hat einen Plan, will trotzdem seine Mannschaft unterstützen.

So will Ernst den SV Westrich unterstützen

„Um 16.30 Uhr ist zum Glück die letzte Abfahrt, dann suche ich mir Internet oder lade mein Datenvolumen auf und werfe den Live-Stream der Ruhr Nachrichten an“, sagt Ernst. Mentale Unterstützung aus den Bergen also für den SV Westrich.

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