SVD verliert Spitzenspiel nach Verlängerung

Basketball: 2. Regionalliga

Der SVD hat den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Basketball-Regionalliga verpasst. Mit 84:86 nach Verlängerung (16:26, 15:16, 21:12, 22:20, 10:12) verloren die Derner die Spitzenpartie beim TSVE Bielefeld. Ihre Chancen, die Ostwestfalen noch von der Spitzenposition zu verdrängen, sind bei vier Punkten Rückstand und dem schlechteren direkten Vergleich auf ein Minimum gesunken.

DORTMUND

, 31.01.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bester Dortmunder in Bielefeld – offensiv wie defensiv: SVD-Routinier Ramiro Pomare.

Bester Dortmunder in Bielefeld – offensiv wie defensiv: SVD-Routinier Ramiro Pomare.

Der SVD war nur ein Wimpernschlag von einem Sieg entfernt, ein Wimpernschlag von zwei Sekunden. So lange war noch zu spielen, als die Unparteiischen bei Bielefelds (vermeintlich) letztem Angriff ein Foul von Lucas Lages an Bastian Landgraf sahen. Eine umstrittene Entscheidung – und beim Stande von 74:72 für den SVD eine mit Folgen. Für SVD-Center Lucas Lages, der trotz seiner Fußverletzung spielte, war es das fünfte Foul.

"Nie und nimmer ein Foul"

Für die Bielefelder die Chance, sich in die Verlängerung zu retten. Und die nutzten sie: Landgraf, der kurz zuvor schon beide Freiwürfe zum 72:71 sicher gesetzt hatte, traf auch diesmal doppelt von der Linie. „In dieser Situation hatten wir vielleicht ein bisschen Glück“, gab Bielefelds Trainer Alexander Osipovitch fair zu, das sah SVD-Trainer Sebastian Mlynarski nicht anders, das „vielleicht“ strich er aber: „Nie und nimmer war das ein Foul“, ärgerte er sich.

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Der Krimi im Bielefelder Helmholtz-Gymnasium ging also in seine nächste Runde. Zu diesem Zeitpunkt spielte es schon keine Rolle mehr, dass sich der SVD die Partie mit mindestens sechs Punkten Differenz durchsetzten musste, um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. „Einfach gewinnen“, gab Trainer Mlynarski die Devise vor der Verlängerung aus, „jetzt erst recht.“ Und die fünf Extra-Minuten wurden fast zur Kopie der vier Viertel zuvor: Bielefeld spielte sich wieder früh einen Vorsprung heraus (81:76/42.), der SVD kämpfte sich erneut zurück (bis zum 84:85/45.), am Ende stand wieder Bielefelds Bastian Landgrafe an der Linie. Diesmal musste er nur einen von zwei Freiwürfen verwandeln – den zum 86:84.

"Am Leben gehalten"

Eigentlich war es schon eine mittelschwere Überraschung, dass die Schlussphase überhaupt so spannend wurde; zu Beginn dieser Partie sah nichts danach aus. Der SVD brauchte zehn Minuten, um ins Spiel zu finden. Dass er überhaupt punktete, war allein Ramiro Pomare zu verdanken. Die ersten zehn Feldpunkte machte der Routinier ganz allein, von den 16 SVD- Zählern im ersten Viertel gingen zwölf auf sein Konto. „Ramiro hat uns am Leben gehalten“, stellte Trainer Mlynarski treffend fest.

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Beim 16:32 (13.) war der SVD-Tiefpunkt erreicht, mit einem 9:0-Lauf kämpfte er sich langsam wieder heran, zur Pause war der SVD mit dem 31:42 wieder in Sichtweite. Und nach der Pause brachte der SVD die Gastgeber aus dem Rhythmus. Je mehr Bielefeld die Sicherheit verlor, baute der SVD neues Selbstbewusstsein auf. Jan Möhring sorgte mit einem Dreier für die erste Führung (55:54, 31.), als Dominik Böcker seine zwei Freiwürfe zum 65:60 traf (34.), war selbst der direkte Vergleich wieder ein Thema. Es sollte allerdings nicht der Schlusspunkt dieses bemerkenswerten Spiels werden. 

SVD: Ayachi (15/8:5), Dankmeyer (5/2:1), Möhring (13/3), Bode (14/2:2), Waniek (n.e.), Lages (10/4:4), Pomare (20/8:6), Günther (2:0), Böcker (4/2:2), Meesmann (3/1)

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