Tim Kallenbach: Eine lange Verletzung warf den ASC-Neuzugang aus der Profi-Bahn

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Tim Kallenbach ist gebürtiger Dortmund und läuft künftig für den ASC 09 auf. Im Interview verrät er, warum der Sprung zum Profi bisher ausblieb und welche Rolle der Rückzug Halterns bei seinem Wechsel gespielt hat.

Dortmund

, 28.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Tim Kallenbach hat der ASC 09 Dortmund nochmal einen echten Hochkaräter verpflichtet. Kallenbach (25) kommt von Regionalligist TuS Haltern, der sich freiwillig in die Oberliga zurückgezogen hat, und war dort Stammspieler. Zuvor spielte der Dortmunder für den VfL Bochum II, den MSV Duisburg II, Rot-Weiß Ahlen und den FC Schalke 04 II. Im Interview verrät der zentrale Mittelfeldspieler, welche Rolle der Rückzug Halterns bei seinem Wechsel gespielt hat, und warum es bislang nie zum Sprung in den Profibereich gereicht hat.

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Herr Kallenbach, Sie sind in Dortmund geboren und haben in der Jugend für den Hombrucher SV gespielt. Anschließend waren sie jahrelang außerhalb Dortmunds aktiv. Wie groß ist die Vorfreude, nun wieder in Ihrer Heimatstadt zu spielen?

Auf jeden Fall sehr groß. Ich war nun lang genug aus Dortmund weg. Da freut man sich natürlich umso mehr, wieder im Dortmunder Raum Fußball spielen zu dürfen.

Was sind Sie für ein Spielertyp? Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Da ich auf jeden Fall nicht der Größte bin (lacht), Anm: Quirlig, aber trotzdem ekelhaft in den Zweikämpfen. Ich gehe auch dahin, wo es wehtut, auch wenn sich das immer doof anhört. Technisch bin ich auch ganz gut. Was viele unterschätzen, ist mein Kopfballspiel.

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Der Sportliche Leiter Ihres neuen Vereins, Samir Habibovic, sagte, dass Sie „von Beginn an“ Verantwortung übernehmen sollten. Sehen Sie sich auch selbst als Führungsspieler?

Auf jeden Fall. Ich werde 26 und habe die letzten Jahre Erfahrung gesammelt.

Sie haben in der Vergangenheit für die Zweitvertretungen des VfL Bochum, des MSV Duisburg und des FC Schalke 04 gespielt. Warum hat es bislang nie zum Sprung in den Profibereich gereicht?

Das ist eine gute Frage. Vielleicht hat das Quäntchen Glück gefehlt. Ich habe eine längere Verletzung gehabt, als ich wegen einer Schambeinentzündung für zwölf Monate ausgefallen bin, als ich in Duisburg oben dran war und bei den Profis mittrainiert habe. Die hat mich ein bisschen aus der Bahn geworfen.

Laut Samir Habibovic hätten Sie bereits seit Februar in Kontakt gestanden. Hätten Sie den TuS Haltern auch verlassen, wenn der Verein nicht freiwillig aus der Regionalliga zurückgezogen hätte?

Das ist eine gute Frage. So ein Jahr Regionalliga, jetzt mit Preußen Münster und Rot-Weiß Ahlen, die immer ein paar Fans ins Stadion bringen, das hätte schon was gehabt. Aber ich habe auch eine Ausbildung angefangen, arbeite teilweise im Schichtdienst. Das zu vereinbaren mit der Fahrt nach Halten, wäre schwierig gewesen. Das passt jetzt besser. Die Wege sind nicht mehr so lang und ich kann auch mal nach dem Training direkt zur Nachtschicht.

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Mit dem ASC 09 steht eine Mammut-Saison mit ganz vielen Spielen bevor. Welche Ziele haben Sie sich bereits gesetzt?

Ja, da kommen einige Spiele auf uns zu (lacht). Ein richtiges Ziel habe ich mir noch nicht gesetzt. Klar, wir wollen im besten Fall jedes Spiel gewinnen. Die Mannschaft ist echt Top, da hast du richtig Qualität. Ich hoffe, dass sich das im wichtigsten Wettbewerb - der Meisterschaft - widerspiegelt und es hoffentlich für die Top fünf oder Top drei reicht.

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