Topspieler des ASC fällt aus: „So viel Blut habe ich noch nie gesehen!“

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Der ASC 09 ist bisher vom Pech verfolgt. Zumindest was das Personal angeht. Sportlich läuft es dagegen extrem gut.

Dortmund

, 27.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der ASC 09 Dortmund hat am vergangenen Sonntag zum fünften Mal in Serie gewonnen und ist nach dem 3:1 gegen Westfalia Herne jetzt mit 18 Zählern schon punktgleich mit dem Tabellenzweiten Holzwickeder SC. Während das Punktepolster aktuell wächst, schrumpft das Personal. Jetzt fällt der nächste wichtige Spieler aus.

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Zuletzt fehlten schon Mike Schäfer, Michael West und Kevin Brümmer verletzungsbedingt. Drei Akteure, die in Normalform zum Stammpersonal gehören. Und jetzt fällt der vierte Stammspieler aus. Zumindest für Donnerstag, wenn der ASC 09 den SC Paderborn II zum Duell an der Schweizer Allee erwartet.

Es lief die 26. Minute in der Partie gegen Herne: Offensivspieler Lars Warschewski tankte sich über die linke Außenbahn durch, ließ einen Gegner mit einem einfachen Haken stehen, zog in den Strafraum. Dort nahm er Tempo auf, ging bis zur Grundlinie und flankte in Richtung Zentrum. Und während Marcel Münzels Kopfball kurz vor der Torlinie geklärt wurde, flog Warschewski über den rutschigen Naturrasen im Waldstadion in Richtung Bande und Boden.

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Er riss sich die Hand auf. Während das Spiel weiterlief, rannte Warschewski panisch zur Aplerbecker Ersatzbank. Ganz viel Blut tröpfelte dabei von ihm auf dem Rasen. Warschewski, der an diesem Sonntag seinen 21. Geburtstag feierte, musste ausgewechselt werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Kurz nach der Aktion erkundigte sich auch gleich Hernes Trainer Christian Knappmann, wie es dem jungen Aplerbecker Offensivspieler ging.

Lars Warschewski fehlt mindestens am Donnerstag gegen Paderborn II.

Lars Warschewski fehlt mindestens am Donnerstag gegen Paderborn II. © Stephan Schuetze

„Ich hatte ein Loch in der Hand, eine Arterie war getroffen worden. Ich habe noch nie so viel Blut gesehen. Ich war richtig geschockt, als ich die offene Hand gesehen habe“, klärte Warschewski später auf. Der Aplerbecker Physiotherapeut hatte die Hand sofort mit dem einem Druckverband versehen. Ein Krankenwagen brachte ihn ins Hospital.

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„Als ich im Krankenhaus angekommen bin, waren meine Finger ganz blau und taub. Der Arzt hat gesagt, dass der Physio richtig gute Arbeit abgeliefert hat“, erklärt Warschewski. Die Risswunde wurde mit vier Stichen genäht. Am 6. November sollen die Fäden gezogen werden. Bis dahin muss er die Hand ruhig halten.

ASC-Spieler wurde abgegrätscht

Aber wie ist es überhaupt zu der Verletzung gekommen? „Ein Herner hat mich schön weggegrätscht. Er ist dann in die Bande gerutscht, ich und meine Hand aber unter die Bande. Wäre der Riss etwas tiefer gewesen, hätte ich Knochen gebrochen gehabt“, sagt Warschewski. Der nach dem Krankenhausaufenthalt wieder zum Platz fuhr und dem Team gratulierte.

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Sein Vater hatte ihm zuvor gesagt, dass der ASC die Begegnung mit 3:1 gewonnen hatte. „Im Krankenwagen habe ich noch den Treffer zum 1:0 gehört. Da hat unsere Wirtin Silke laut geschrien, dass es 1:0 steht und das Tor für mich sei“, so Warschewski. „so hat das Team mir wenigstens noch ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht. Ansonsten war es ja nicht so ein toller Tag für mich.“

Er hofft, dass er am 8. November gegen den SV Schermbeck wieder dabei sein kann. Am Montag aber war noch gar nicht an Fußball zu denken. „Ich muss die Hand immer schön hochhalten. Lass ich sie einmal senken, fließt gleich Blut in die Wunde und ich habe richtig Schmerzen.“

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