Topstürmer des TuS Bövinghausen ist nach 15 Monaten zurück: Ich bin kein Back-up

mlzFußball-Westfalenliga

TuS Bövinghausen liegt in der Fußball-Westfalenliga einen Zähler hinter dem Spitzenreiter Sodingen. Ein neuer, alter Stürmer möchte dazu beitragen, dass der Klub bald auf Rang eins liegt.

Dortmund

, 06.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war am Sonntag eine kleine Machtdemonstration des TuS Bövinghausen. Der SV Hohenlimburg, der zu diesem Zeitpunkt nur zwei Zähler weniger auf dem Konto hatte, war dem TuS in allen Belangen unterlegen. Am Ende hieß es 4:0 für Bövinghausen. Und mit diesem Ergebnis konnte Hohenlimburg noch gut leben.

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Der TuS Bövinghausen hatte unglaublich viele gute Einschussmöglichkeiten. Alleine Marko Onucka hatte vier und Eyüp Cosgun drei. Aber das zieht sich bisher wie ein Roter Faden durch die Spielzeit, der TuS vergibt einfach zu viele Chancen, auch wenn das Team mit 17 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga stellt.

Dem Präsidenten Ajan Dzaferoski ist das natürlich nicht verborgen geblieben. „Ich hätte gerne noch einen echten Kracher für die Spitze verpflichtet. Es war aber keiner auf dem Markt“, sagte Dzaferoski. Er holte kurz vor Transferende ein Stürmertalent: Adolf Otibo. Der 20-jährige Ghanaer hatte zuletzt in der Landesliga für Viktoria Köln II gespielt, davor in einem Vorortklub von Madrid.

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Am Sonntag nach seiner Einwechslung deutete Otibo an, dass er dem Team helfen kann. Er erzielte nach seiner Einwechslung das zwischenzeitliche 3:0. Aber eine andere Einwechslung sorgte am Sonntag für mehr Aufsehen. Die von Dejan Petrovic in der 81. Minute. Der 32-jährige Stürmer stand nach einer 15-monatigen Verletzungspause zum ersten Mal wieder auf dem Platz.

Dejan Petrovic (r.) ist wieder zurück. Darüber freut sich sich auch sein Kollege Maurice Haar.

Dejan Petrovic (r.) ist wieder zurück. Darüber freut sich sich auch sein Kollege Maurice Haar. © Thomas Schulzke

„Das war schon ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Petrovic nach dem Spiel. Er hatte sich vor 15 Monaten sechs Brüche im Oberschenkel und einen Knorpelschaden im rechten Knie zugezogen. Ohne Fremdeinwirkung. „Damals nach dem Spiel gegen Brackel ist alles dick angeschwollen. Im Training ist dann alles explodiert. Deswegen bin ich ja schon mal zwei Jahre bei Westfalia Herne ausgefallen“, sagt Petrovic.

Er selbst sieht sich aktuell bei 60 Prozent, möchte aber schnell wieder bei 100 Prozent ankommen. „Ich sehe mich noch nicht als Back-up. Ich habe mich bestimmt nicht ein Jahr lang in der Reha gequält, um nur auf der Bank zu sitzen“, sagte Petrovic. Am Sonntag hatte er sich ein bisschen geärgert, dass er nach seiner Einwechslung nicht mehr die Chance bekam, seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zu zeigen. „Wenn ich all die Chancen meiner Kollegen gehabt hätte, hätte ich drei weggemacht“, sagte Petrovic.

Präsident Dzaferoski ist froh darüber, dass Petrovic zurück ist. „Ich kenne Dejan schon lange. Er ist eiskalt vor dem Tor. Ich glaube auch, dass er uns weiterhilft. Wenn er in den nächsten Wochen so in den letzten 20, 30 Minuten spielt, wird er seine Buden machen. Ich sehe ja im Training, wie er da schon wieder knipst.“

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Dzaferoski sieht seinen Sturm jetzt ganz gut aufgestellt. In Eyüp Cosgun, Adolf Otibo und Dejan Petrovic habe er drei gute Stoßstürmer im Kader. Und dahinter lauern ja mit Marko Onucka (4 Saisontore) und Sebastian Mützel (3) zwei Mittelfeldspieler, die zu den besten Offensivspielern der Liga zählen.

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