Das Trainer-Karussell in Dortmund dreht sich wild, der ASC 09, der FC Brünninghausen und der TuS Bövinghausen haben ihre Trainer entlassen und sind zum Teil intensiv auf der Suche. Der Gerüchte-Check.

Dortmund

, 31.10.2019, 13:35 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Gerüchteküche in Dortmund köchelt. Namen werden in den Topf geschmissen und wieder herausgeholt. Konstellationen werden durchdekliniert und wieder verworfen.

Nachfolger von Borchmann und Legat

Während der ASC 09 sich erst einmal auf Tim Schwarz als Nachfolger von Daniel Sekic festgelegt hat, suchen der FC Brünninghausen und der TuS Bövinghausen intensiv nach Nachfolgern für Maximilian Borchmann und Thorsten Legat.

Jetzt lesen

Das Problem für Außenstehende: Obwohl viele Parteien miteinander sprechen, wagt sich niemand aus der Deckung, um die andere Seite nicht zu beeinflussen oder zu verprellen. Wir machen deshalb den Gerüchtecheck.

  • Dimitrios Kalpakidis zum FC Brünninghausen?

Dass „Dimi“ Kalpakidis nach dem Westfalenliga-Aufstieg mit dem BSV Schüren und dem etwas unrühmlichen Ende nach ein paar Wochen wieder Bock auf den Trainerjob und vor allem Bock auf den Dortmunder Fußball hat, ist jedem bekannt, der mit ihm drei Worte gewechselt hat.

Kalpakidis brennt darauf, sich als Trainer wieder zu beweisen und war im letzten Winter schon einer der Kandidaten für die Nachfolge von Alen Terzic beim FC Brünninghausen. Doch die Zusammenarbeit kam nicht zustande, Brünninghausen legte sich auf Maximilian Borchmann fest und Kalpakidis verzog sich zum Kamener SC. Kalpakidis und Brünninghausen - das passt nicht (mehr).

  • Dimitrios Kalpakidis zum TuS Bövinghausen?

Aber es gibt ja noch einen anderen Klub, der momentan auf der Suche ist und der eine in Dortmund schillernde Persönlichkeit an der Seitenlinie gut gebrauchen könnte. Der TuS Bövinghausen befindet sich aktuell in Gesprächen mit mehreren Trainern und soviel ist schon klar: Kalpakidis ist einer davon.

Denn der 40-Jährige kennt die Landesliga aus seiner Schürener Zeit, er weiß, was es braucht, um aufzusteigen und mehrere unterschiedliche Charaktere zu einer Einheit zusammenzuführen. Netter Nebeneffekt: Wenn es schnell ginge, wäre Kalpakidis doch noch bei „seiner“ Hallenfußballstadtmeisterschaft dabei.

  • Patrick Owomoyela zum TuS Bövinghausen?

Der Name kommt zwar so ein bisschen aus dem Nichts, wird derzeit aber in Dortmund diskutiert und das hat einen Grund: Kalpakidis und Owomoyela kennen sich, könnten als Trainerteam fungieren.

Dazu passt, dass TuS-Chef Ajan Dzaferoski sagt: „Es könnte auch wieder eine schöne Überraschung geben.“ In Sachen Außendarstellung macht dem Klub kaum einer was vor.

  • Farat Toku zum TuS Bövinghausen?

Klingt erstmal abwegig, andererseits wäre Toku ja nicht der erste ehemals in der Regionalliga angestellte Akteur, den die Bövinghauser von ihrem Weg überzeugen können. Zudem hat der 39-Jährige fünf Jahre lang in der Wattenscheider Lohrheide nur 20 Minuten entfernt von der Bövinghauser Heimstätte gearbeitet und wurde durch die Insolvenz des Klubs mitten in der Saison aus dem Job gerissen. Dort wird er jedoch in Gehaltssphären unterwegs gewesen sein, die sogar für Bövinghausen momentan unerreichbar sind.

Toku würde in Bövinghausen zwar drei Ligen weiter unten anfangen müssen, dafür müsste er vermutlich nicht einen Tag lang jeden Cent zweimal umdrehen, wie es in Wattenscheid immer der Fall war.

  • Thomas Gerner zum TuS Bövinghausen?

Der ehemalige Wickede- und Mengede-Coach kennt sich ebenfalls aus in Dortmund, wohnt sogar nur wenige Kilometer vom Platz an der Provinzialstraße entfernt und hätte nach dem plötzlichen Aus beim SV Sodingen auch mal wieder richtig Lust auf einen Job im Dortmunder Amateurfußball.

Einzige Hürde: Aus gesundheitlichen Gründen ist Gerner frühestens im Winter 2020 verfügbar.

  • Bleibt Florian Gondrum Trainer des FC Brünninghausen?

Eins steht fest: Beim Westfalenligisten haben sie nach den ersten Absagen momentan keine große Eile, weil Interims-Spielertrainer Florian Gondrum seine Sache hervorragend macht und die Mannschaft sehr schnell wieder in die Erfolgsspur geführt hat.

Jetzt lesen

Allerdings gab es schon frühzeitig Stimmen aus der Mannschaft, die einer Spielertrainer-Rolle kritisch gegenüberstanden. Beim FCB könnte man sich eine starke Gondrum-Rolle zusammen mit einem gleichberechtigten Trainer oder Co-Trainer aber gut vorstellen, sollte die Suche nach einem echten Chef-Trainer als Nachfolger im Sande verlaufen.

  • Thomas Gerner zum FC Brünninghausen?

Aufgrund der Tatsache, dass der FCB keine große Eile hat, könnte Gerner natürlich eine Option für den Westfalenligisten sein. Die Liga kennt er sowohl aus der Zeit mit Wickede als auch mit Mengede: „Das Arbeiten als Trainer fehlt mir schon“, sagt Gerner.

Selbst aktiv zu werden und auf die Vereine zuzugehen, ist seine Sache allerdings nicht.

  • Alen Terzic zum FC Brünninghausen?

Dass Alen Terzic noch einmal Trainer in Brünninghausen wird, nachdem er im Winter seinen Posten abgeben musste, weil er die U23 von Borussia Dortmund übernehmen sollte, ist praktisch ausgeschlossen.

Der Ex-Coach fühlt sich zwar nach wie vor mit seinem Ex-Klub verbunden, mit dem er zweieinhalb Jahre Oberliga spielte und die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gewann, ist aber nicht nur weiterhin beruflich als BVB-Scout eingespannt, sondern nach seinem Engagement in der Regionalliga wohl eher für höherklassige Trainerjobs interessant.

  • Miguel Moreira zum FC Brünninghausen?

Der Co-Trainer von Hannes Wolf wurde zuletzt in Brünninghausen gesehen, hat wie Wolf auch eine Dortmunder Vergangenheit und ist fachlich ohne jeden Zweifel ein überragender Trainer.

Allerdings sind Moreira und Wolf fest verbunden, sollte Wolf einen neuen Trainerjob antreten, wäre Moreira sofort weg und da der FCB damit bei Alen Terzic schlechtesmögliche Erfahrungen gemacht hat, dürfte diese Option wegfallen.

  • Pietro Perrone zum FC Brünninghausen?

Perrone ist für die U17 des FC Brünninghausen verantwortlich, kennt sich in Dortmund bestens aus, kann gut mit jungen Spielern zusammenarbeiten. Er schaut sich regelmäßig die Spiele des Westfalenligisten an, kennt viele Spieler auch persönlich.

Perrone weiß, welche Strukturen im Verein herrschen, ist auch in Dortmund gut vernetzt. Perrone wäre insofern eine logische Wahl, wenn der FCB auf Kontinuität und das Vertrauen in die eigenen Reihen setzen will. Eventuell auch als Tandem mit Gondrum.

Jetzt lesen
Jetzt lesen
Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt