Türkspor beendet turbulente Woche versöhnlich - hat aber auch eine schlechte Nachricht

mlzFußball-Landesliga

Hinter Türkspor Dortmund liegt eine unruhige Woche - mit vielen Personalentscheidungen. Doch das Ende der Woche verlief für den Klub doch noch versöhnlich. Eine schlechte Nachricht gab es trotzdem.

Dortmund

, 21.09.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dimitrios Kalpakidis war am Sonntagnachmittag ein wenig heiser, als die Redaktion der Ruhr Nachrichten ihn während der Rückfahrt aus Hilbeck am Telefon erwischte. Der neue Sportdirektor und Interimscoach des Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund hatte am Sonntag beim SV Hilbeck eine Menge zutun. Am Ende sollte sich das allerdings auszahlen.

Eine völlig verrückte Woche mit großer Unruhe endet für den Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund doch noch versöhnlich. Nachdem unter der Woche Dimitrios Kalpakidis als neuer Sportdirektor und später auch Interimstrainer vorgestellt wurde und daraufhin das Trainerteam um Reza Hassani und Kevin Großkreutz das Amt niederlegte, siegte Türkspor am Sonntag in Hilbeck knapp mit 1:0. Hilbeck kassierte damit die erste Saisonniederlage nach zuvor zwei Siegen.

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Ein Verteidiger war es am Ende, der Türkspor den ersten Sieg der laufenden Spielzeit bescherte. Neuzugang Kerim Acil nickte einen Freistoß des wieder genesenen Ömer Akman in der 88. Minute zum 1:0-Siegtreffer ein.

Zuvor sahen die Zuschauer eine enge, kampfbetonte Partie auf dem für Türkspor ungewohnten Rasenplatz. Beide Mannschaften ackerten, schenkten sich nichts. Schöne Ballstafetten sah man dagegen kaum.

„Es war ein richtiges Drecksspiel. Was mich aber glücklich macht, ist, dass wir zu Null gespielt haben. Ich denke, das war auch der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Interimscoach Dimitrios Kalpakidis nach dem Spiel, der dank des Sieges nach der verrückten Woche erleichtert war. „Nun ist es wichtig, dass Ruhe einkehrt und dass die Jungs zu einer richtigen Einheit werden“, so Kalpakidis.

Einige Veränderungen im TSD-Team

Der Interimstrainer des Dortmunder Nordstadtklubs veränderte das Team im Vergleich zur Vorwoche beim 3:3 gegen SW Wattenscheid auf mehreren Positionen. So gaben beispielsweise Ömer Akman und Florian Juka ihr Saisondebüt, zudem agierte Serdar Bingöl von Beginn an.

„Wir wollten uns voll auf das Sportliche konzentrieren. Ich habe so aufgestellt, dass es für heute reicht. Mit dem Erfolg ist die Stimmung in einem Verein immer besser - egal, was vorher war. Es ist aber schon so, dass die Woche eine sehr emotionale Geschichte war“, sagte Kalpakidis, der nach eigener Aussage am Sonntag viel coachen und lenken musste.

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Trotz des Erfolgs gab es für Türkspor aber auch eine schlechte Nachricht. Der Sieg hatte einen Wermutstropfen: Nino Saka verletzte sich. „Er hat sich muskulär verletzt. Bei einem Sprint hat sein hinterer Oberschenkelmuskel geknallt. Wir müssen abwarten und das kompensieren“, so Kalpakidis.

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Türkspor Dortmund: M. Acil – Temme, Cenik, Siljeg, Kurgan (68. Alici), Juka (74. Saritas), Bokemueller (59 Machado), Saka (43. Hamza), K. Acil, Bingöl, Akman
Tor: 0:1 K. Acil (88.)
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