Spieler des Spieltags: Türkspors Flügelflitzer Kimaz Hamza weiß, wie man aufsteigt

Fußball-Landesliga

Kimaz Hamza hatte es im Jugendfußball schwer, weil er so schmächtig war. Mittlerweile wissen die Trainer seine Fähigkeiten zu schätzen - er peilt den zweiten Landesliga-Aufstieg in Folge an.

Dortmund

, 31.10.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spieler des Spieltags: Türkspors Flügelflitzer Kimaz Hamza weiß, wie man aufsteigt

"Er ist ein außergewöhnlich guter Spieler", sagt Türkspor-Trainer Reza Hassani (l.) über Kimaz Hamza (r.). © Folty

Natürlich überstrahlen die beiden Top-Stürmer Mateus Ayala Cardoniz mit zwölf Toren und Ozan Bektas (7) bei Bezirksligist Türkspor Dortmund vieles. Aber wer legt den zwei Tormaschinen eigentlich die Tore auf? Die Antwort darauf lautet: unter anderem Kimaz Hamza.

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Der 23-Jährige Flügelflitzer hat sich nicht nur beim TuS Bövinghausen einen Namen gemacht, sondern ist auch bei Türkspor Dortmund sofort angekommen.

Kimaz Hamza ist im Eins-gegen-Eins richtig gut

Vier Tore hat er bereits erzielt, auch unter der Woche im Testspiel beim 2:2 gegen den Westfalenligisten FC Iserlohn traf er, doch das sei ihm gar nicht so wichtig, sagt Hamza: „Für mich spielt das ehrlich gesagt keine Rolle. Wenn ich Mateus 20 Tore auflege, ist das für mich, als hätte ich 20 Tore selbst gemacht.“ So klingt einer, den jeder Trainer gerne hätte und Türkspor-Trainer Reza Hassani sagt dann auch: „Er ist ein außergewöhnlich guter Spieler, im Eins-gegen-Eins richtig gut, ein wichtiger Baustein in unserem System.“

Denn Hamza arbeite nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten mit: „Er hilft seinem Mitspieler, ein feiner Typ“, sagt Hassani. Die Demut kommt womöglich aus seiner Geschichte, denn bis er im Seniorenfußball zu einer festen Stütze wurde, dauerte es eine Weile: „Ich habe in der Jugend beim TSC Eintracht gespielt“, erzählt Hamza, „und wollte auch immer höherklassig spielen.“

Urania Lütgendortmund nahm ihn auf

Doch Hamza wurde oft als zu klein eingestuft, Verletzungen taten ihr übriges. Sein Coach bei der Eintracht vermittelt ihn zu Urania Lütgendortmund, von dort wechselt er zur SG, wo er schließlich das Angebot aus Bövinghausen erhält - und mit dem Klub durch die Decke geht. Im Aufstiegsjahr ist er hinter den drei Tornören mit sieben Treffern der torgefährlichste Mittelfeldspieler in Bövinghausen.

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„Ich in immer ehrgeizig, gebe immer 100 Prozent“, sagt Hamza auf die Frage, wie er sich beschreiben würde. Dazu kommt seine feine Technik und der Blick für den freien Mitspieler.

Türksport Dortmund ist eine coole Truppe

Bei Türkspor habe er sich schnell eingelebt: „Das ist eine coole Truppe, ich kannte einige schon vorher. Bei uns ist immer viel Tempo im Training und das macht richtig Spaß“ sagt Hamza.

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Das Ziel Aufstieg steht gerade nach dem 3:0-Erfolg in Körne vom vergangenen Wochenende und dem damit verbundenen Schrumpfen des Rückstands auf den Tabellenführer auf drei Pünktchen wie eine große Leuchtreklame über der Mannschaft: „Ja, das ist unser Ziel und wir haben auch die individuelle Klasse dafür“, sagt Hamza.

RW Germania besser als der TuS Körne?

Zunächst einmal steht allerdings das Duell mit dem Aufsteiger Rot-Weiß Germania an, den sie bei Türkspor sogar in einer Hinsicht besser einschätzen als den Tabellenführer: „Germania dürfen wir nicht unterschätzen, defensiv sind sie glaube ich sogar stärker als Körne“, sagt Hamza, „wir dürfen uns jetzt nicht darauf ausruhen.“

Dass er im Falle eines Aufstiegs womöglich gegen seinen Ex-Klub Bövinghausen spielen müsste, ist ihm bewusst: „Ich denke, das ist möglich“, sagt Hamza. Er müsste mit Türkspor dafür aufsteigen, Bövinghausen müsste in der Landesliga bleiben. „Ich würde dann natürlich versuchen, meinen Ex-Klub zu schlagen“, sagt Hamza.

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