Türkspor-Neuzugang Muhammed Acil im Interview: Ich gucke mit Reza Hassani jetzt Prison Break

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Da hat der Bezirksliga-Spitzenreiter noch einmal richtig einen rausgehauen und den Oberliga-Torhüter Muhammed Acil vom Holzwickeder SC verpflichtet. Im Interview nennt er die Wechsel-Gründe.

Dortmund

, 17.12.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

27 Jahre ist Muhammed Acil alt. Er hat in den vergangenen vier Spielzeiten immer in der Oberliga gespielt. Jetzt wechselt er in die Bezirksliga zu Türkspor Dortmund. In eine Liga, die ihm komplett fremd ist.

Warum gehen Sie den Weg aus der Ober- in die Bezirksliga?

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das wirklich machen. Mir blieb aber keine andere Wahl mehr.

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Warum?

Dem Aufwand eines Oberligisten kann ich nicht mehr gerecht werden. Die ersten 14 Wochen war ich ja beim Holzwickeder SC die Nummer eins. Zuletzt ging ich aber meistens nur noch freitags zum Abschlusstraining. Ich habe nur Spät- oder Nachtdienste. Und als ich dann ein schwaches Spiel gemacht habe, war es für den Coach nicht mehr zu rechtfertigen, dass ich quasi ohne Training immer spiele. Ich landete auf der Bank.

Gab es denn keine anderen Alternativen als einen Bezirksligisten?

Doch. Zwei Oberligisten haben mich kontaktiert, auch zwei Westfalenligisten und ein paar Landesligisten.

Aber warum dann Türkspor?

Zum einen, weil der Klub akzeptiert, dass ich nicht nicht immer zum Training kommen kann. Und zum anderen, weil mich deren Konzept überzeugt.

Welches?

Der Klub möchte natürlich in dieser Spielzeit in die Landesliga aufsteigen, sich in dieser Liga etablieren und dann irgendwann mal in die Westfalenliga hoch. Die Gespräche mit dem Präsidenten Dr. Kara haben mich überzeugt. Und es gab natürlich noch einen weiteren Faktor pro Türkspor?

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Welchen?

Reza Hassani. Er ist ein Freund. Wir haben zuletzt immer zusammen die Serie 4 Blocks geguckt.

Die ist jetzt vorbei…

…deshalb gucken wir jetzt Prison Break.

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Und durch den Wechsel verpassen Sie die Hallenstadtmeisterschaft nicht.

Das wäre schrecklich gewesen. Ich habe mir schon ausgemalt, wie deprimierend es wäre, am Finaltag als Zuschauer in die Halle zu gehen. Das wäre schlimm für mich gewesen.

Duch ihren Wechsel zu Türkspor können Sie jetzt vielleicht Hallenmeister werden, zum dritten Mal in Serie zum besten Hallentorhüter gekürt werden und am Ende der Spielzeit in die Landesliga aufsteigen.

Das wäre natürlich überragend und ich würde mich nicht dagegen wehren. Aber eins ist natürlich klar.

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Und zwar?

Oberste Priorität hat bei uns der Landesliga-Aufstieg. Die Halle ist eine schöne Nebenbeschäftigung.

Bringen Sie denn Ihren jüngeren Bruder Kerim mit aus Holzwickede zu Türkspor?

Auf keinen Fall, der ist Student und hat genügend Zeit, um zum Training zu gehen. Er soll sich in der Oberliga durchsetzen. Das muss sein Ziel sein.

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