Türkspor-Stürmer Bektas: In Dortmund redet jeder über unseren Verein

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Ozan Bektas spielt auch in der nächsten Saison für Türkspor Dortmund. Uns hat der Angreifer verraten, was er mit dem Verein trotz großer Konkurrenz plant und wie er mit „Hatern“ umgeht.

Dortmund

, 15.04.2020, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ozan Bektas bleibt dem Fußball-Bezirksligisten Türkspor Dortmund treu. Diese Nachricht verkündete sein Trainer Reza Hassani bereits Anfang April. Doch warum genau hat sich der „Killer“, wie ihn Hassani aufgrund seiner Torgefahr gerne nennt, für eine weitere Saison im Türkspor-Dress entschieden, obwohl die Konkurrenz – auch im Offensivbereich – immer weiter zunimmt?

„Ich bin froh, bei Türkspor zu sein. Ich habe hier schon gespielt, als der Verein noch in der Kreisliga B stand. Wir haben viel erreicht, aber das war noch lange nicht alles“, sagt Bektas. Bevor der Kicker 2017 zu Türkspor wechselte, dribbelte er für Mengede 08/20 in der Westfalenliga auf. Davor hießen seine Stationen DJK TuS Hordel und ASC 09 Dortmund, bei denen er auch auf einige Oberliga-Einsätze kam.

Mit 12 Toren aus 19 Spielen gehört der 26-Jährige in dieser Saison zu den treffsichersten Spielern des Bezirksliga-Tabellenführers. Hassani schätzt die Variabilität von Bektas. Er könne auf der Sechs, Acht und im Sturm spielen. Die Flexibilität könnte in Zeiten der vielen Türkspor-Neuverpflichtungen ein Trumpf für Bektas sein.

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Den Konkurrenzkampf scheut der 26-Jährige übrigens nicht. Bektas weiß um seine Wichtigkeit für den Verein und freut sich vielmehr auf die Neuzugänge, die die Qualität im Kader noch einmal ein Stück erhöhen sollten. „Es wurden sehr gute Spieler geholt, die auch menschlich und charakterlich zu dem Verein passen. Darauf geben wir auch einen hohen Wert. Ich hoffe, wir können als Team und als Verein gut zusammen arbeiten, um die Ziele zu verwirklichen“, sagt Bektas.

Türkspor verfolgt ambitionierte Ziele

Und die Ziele sind und bleiben ambitioniert. Aktuell führt der Klub die Tabelle der Bezirksliga 8 an. Da wegen des Coronavirus der Spiel- und Trainingsbetrieb momentan jedoch pausiert, ist weiterhin noch nicht beschlossen, ob – und wenn ja wie – der Verband die Saison fortsetzt. Bei einer Weiterführung der Spielzeit dürfte Türkspor Dortmund auf die Meisterschaft und somit den Landesliga-Aufstieg allerbeste Chancen haben. Bei noch zehn ausstehenden Spielen beträgt der Abstand auf Rang zwei derzeit neun Punkte.

Die Landesliga ist für Bektas und Co. auch die nächste anvisierte Station, soll allerdings nur ein mittelfristiges Ziel bleiben. „Wir haben hier bei Türkspor ein Projekt und wollen weiter nach oben. Wir sind im Dortmunder Amateurfußball mittlerweile ein bekannter Verein. Jeder redet über uns. Das heißt schon was“, sagt Bektas.

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Dass über das „Projekt Türkspor Dortmund“ immer wieder auch kritische Worte geäußert werden, darüber ist sich Bektas im Klaren. Damit könne der Torjäger aber gut umgehen. „Hater und Kritiker gibt es immer. Die machen den Verein nur stärker“, sagt der Angreifer. Bektas wolle solche Leute nicht so ernst nehmen, die Kritik an sich abprallen lassen und Stärke daraus ziehen, um weiterzumachen. Um weiterzumachen, muss Bektas sich allerdings noch eine Zeit lang gedulden.

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