TuS Bövinghausen holt Dortmunder Legende - und sendet eine Warnung an lokale Teams

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Der TuS Bövinghausen treibt seine Planungen für die kommende Saison voran. Nun hat das Team einen Spieler verpflichtet, der auch schon mal in der dritten türkischen Liga kickte.

Dortmund

, 24.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine Nachricht, die eine große Tragweite hatte: Der TuS Bövinghausen verpflichtete vor wenigen Wochen die Rudolph-Brüder. Beide kommen vom SV Schermbeck aus der Oberliga. Nun rüstet der TuS weiter auf und holt einen Spieler aus der Westfalenliga.

Die Rede ist von Eyüp Cosgun. Der Stürmer kommt vom BSV Schüren und ist ein echter Dortmunder Junge – und dazu äußert bekannt und beliebt im Dortmunder Amateurfußball.

Ajan Dzaferoski: „Ich denke, Eyüp wollte nach seiner Zeit beim BSV Schüren etwas Neues ausprobieren“

Ausgebildet beim BVB, spielte er in den kommenden Jahren für den TSC Eintracht, für den Tus Eving-Lindenhorst, für den FC Brünninghausen, KFC Uerdingen und den türkischen Drittligisten Hacettepe Spor – und zuletzt fünf Jahre für Schüren. „Ich denke, Eyüp wollte nach seiner Zeit beim BSV Schüren etwas Neues ausprobieren“, sagt Ajan Dzaferoski, Vorsitzender beim TuS Bövinghausen.

Ein weiterer Grund für den Wechsel zum TuS: Trainer Dimitrios Kalpakidis. Mit ihm kickte Cosgun bei Eving-Lindenhorst und bei Schüren zusammen. „Die beiden kennen sich gut“, meint Dzaferoski.

Ajan Dzaferoski und Eyüp Cosgun bei der Vertragsunterzeichnung.

Ajan Dzaferoski und Eyüp Cosgun bei der Vertragsunterzeichnung. © Verein

Der Boss erhofft sich vom Stürmer einen Qualitätssprung in der Offensive. In der aktuellen Saison erzielte der 32-Jährige sieben Tore in 15 Partien. In seiner bisher besten Spielzeit 2015/2016 traf er 26 Mal in 28 Partien. „Ich denke, er wird sich bei uns gut einfügen und uns weiterbringen. Er ist einer der besten Stürmer in Dortmund.“

Mit der Verpflichtung des Dortmunder Kickers schlägt der TuS auch einen neuen Weg ein: Holte Bövinghausen bisher viele Spieler aus dem Dortmunder Umland, stehen nun lokale Fußballer im Blick – Cosgun soll hierbei nur der Anfang sein.

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„Wir werden versuchen, mehr lokale Spieler zu holen. Aber wir können auch nicht alle bekommen“, sagt der Vereinschef mit einem Lächeln. „Der Spieler muss Lust auf den Verein haben und ihm muss unser Konzept passen. Perspektivisch richten wir unseren Fokus auf junge Dortmunder Spieler.“

Ajan Dzaferoski: „Er ist als Stürmer unangenehm“

Die Stärken des Angreifers sieht Dzaferoski in seinem Zweikampfverhalten und in seiner Torgefährlichkeit. „Er ist als Stürmer unangenehm. Das haben wir auch bei unserem Halbfinalspiel in der Halle gesehen.“ Schüren gewann das Halbfinale gegen Bövinghausen nach Achtmeterschießen und feierte wenig später den Triumph der Hallenstadtmeisterschaft.

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Nach fünf Jahren in Schüren endet damit Cosguns Zeit beim Westfalenligisten – einer herber Verlust findet Sascha Samulewicz, Kapitän und Keeper beim BSV: „Der Abgang von Eyüp ist sehr schade – gerade für mich. Wir kennen uns schon lange und haben die ganzen fünf Jahre zusammengespielt.“

Samulewicz meint weiter: „Wir sind auch sehr gut befreundet. Daher wird er mir persönlich und sportlich fehlen. Es ist ein guter Typ, den Bövinghausen da kriegt. Er weiß noch immer, wo das Tor steht und wir müssen ihn jetzt erstmal ersetzen“

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