TuS Bövinghausen präsentiert weiteren Neuzugang: Konkurrenzkampf im Tor wird verschärft

mlzFußball-Landesliga

Der TuS Bövinghausen erweitert sein Torhüter-Kontingent und verschärft den Kampf um die Nummer eins. Am Mittwoch stellte sich der Neuzugang der DJK TuS Hordel bereits seinen Mitspielern vor.

Dortmund

, 14.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Es drohte am Mittwochabend fast ein wenig unterzugehen in all dem Trubel um die Verpflichtung von Dimitrios Kalpakidis als neuem Cheftrainer beim TuS Bövinghausen. Doch in der Kabine des Fußball-Landesligisten stellte sich am Abend noch ein weiterer Neuzugang vor.

Mit abgebendem Verein ist alles geklärt

Der, der dort „einfach mal vorbeischauen und seinen neuen Mitspielern Hallo sagen“ wollte, heißt Sören Gerlach, ist 28 Jahre alt und derzeit noch Torhüter des Westfalenligisten DJK TuS Hordel. „Mit meinem Verein Hordel ist aber soweit alles geklärt“, sagt Gerlach, und so wird er nun ab Januar das Trikot des TuS Bövinghausen überstreifen.

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„Wir freuen uns sehr, dass Sören im Winter zu uns wechseln wird“, erklärt Ajan Dzaferoski, Vorsitzender des TuS Bövinghausen, der den Kontakt zu Gerlach vor etwa zwei Wochen hergestellt hat. „Wir waren bereits zu Kreisliga-A-Zeiten an ihm interessiert. Umso schöner, dass es jetzt geklappt hat.“

Bövinghausens Torhüter-Kontigent wächst

Dass der Verein in Pascal Königs, der ab kommender Woche wieder spielberechtigt ist, Patrick Kunz, Constantin Scholl und eben Gerlach künftig vier Torhüter unter Vertrag hat, sieht Dzaferoski wenig problematisch. „Gute Torhüter“, sagt er, „könne man nie genug haben.“

Eine Zusage, dass er die Nummer eins in Bövinghausen sein wird, habe Gerlach nicht erhalten. „So etwas wie eine Stammplatz-Garantie gibt es nicht“, betont der 28-jährige Keeper. Und so wird es sich dem Konkurrenzkampf vor allem mit Pascal Königs stellen müssen, der mit dem Ablauf seiner viermonatigen Sperre auf seine Rückkehr brennt, den Neuzugang aber durchaus mit offenen Armen in Empfang nehmen wird. Denn „Konkurrenz belebt das Geschäft“, wie Königs sagt.

„Beide sind unterschiedliche Torhüter“, sagt Dzaferoski. „Pascal ist sehr emotional, Sören eher ruhig und fußballerisch sehr gut. Ich denke, sie passen gut zusammen.“ Dass Gerlach, der nur acht Autominuten vom Sportplatz an der Provinzialstraße entfernt wohnt, überhaupt den Schritt aus der Westfalen- in die Landesliga macht, hängt auch mit Bövinghausens Vorsitzendem zusammen.

Erste Gehversuche auf dem Sportplatz in Bövinghausen

„Ajan“, sagt Gerlach, „hat mich direkt im ersten Gespräch gepackt. Mit seiner ganzen Art und den Zielen, die dieser Verein hat und wie er sie angeht.“ Als das Angebot dann kam, habe er nicht lange überlegen müssen. Zumal seine Familie in Bövinghausen zu Hause ist und er auf dem Sportplatz an der Provinzialstraße, damals allerdings noch auf Asche, seine ersten Schritte als Fußballer gemacht hat.

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In der Jugend spielte er dennoch bei Eintracht Dortmund, 2008 folgte der Wechsel in die Nachwuchsabteilung der SG Wattenscheid 09, ehe ihn sein Weg zu Borussia Dortmund führte. Zunächst in die U19, dann in die zweite Mannschaft. Eine Partie absolvierte er für die BVB-Reserve in der Regionalliga. In Erinnerung bleibt aber vor allem ein Testspiel-Einsatz für das Bundesliga-Team.

Jürgen Klopp schenkt Gerlach Einsatzminuten in Testspiel

Jürgen Klopp, im März 2010 noch Trainer von Borussia Dortmund, gewährte dem damals 19-Jährigen immerhin vier Minuten Spielzeit gegen den Regionalligisten SV Wilhelmshaven. Gerlach kam für Johannes Focher in die Partie. „Neven Subotic und Felipe Santana waren dabei. Auch Marcel Schmelzer“, erinnert sich der Keeper.

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Im Profi-Fußball sollte er am Ende jedoch nicht landen. „Ich habe mich damals während der Vorbereitung beim BVB II an der Schulter verletzt und war lange Zeit raus“, sagt Gerlach. Statt auf den Fußball konzentrierte er sich auf seine kaufmännische Ausbildung und ein Studium. Fußballerisch folgte der Wechsel in die Westfalenliga, wo er zunächst bei Mengede 08, später dann beim Kirchhörder SC eine sportliche Heimat fand.

Bei der DJK TuS Hordel zuletzt nur Reservist

Über Umwege kam er zur DJK TuS Hordel, von wo aus er nun nach Bövinghausen wechselt. Er habe in Hordel zuletzt nicht mehr so häufig gespielt, sagt Gerlach. Auch, weil er beruflich verhindert gewesen sei. Grundsätzlich aber habe es auch hier „einen offenen Kampf um die Nummer eins“ gegeben, so der Keeper. Nur gab Hordel-Trainer David Zajas Keeper eben Ivan Prebanic in dieser Saison den Vorzug.

Seine Einsätze will er nun beim TuS Bövinghausen sammeln. „Das war sicherlich auch ein Grund, warum ich gewechselt bin“, sagt Gerlach. Sein erstes Ziel sind die Hallenfußball-Stadtmeisteschaften. „Das wäre schon schön, dort zu spielen“, erklärt der 28-Jährige. Ähnlich hält es übrigens auch sein künftiger Trainer Dimitrios Kalpakidis. Aber das ist eine andere Geschichte.

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