TuS Bövinghausen verliert einen Stammspieler an einen Oberligisten und an eine Schule

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Der Fußball-Landesligist hat die ersten drei Spieler verpflichtet, auch vier Akteure haben ihre Verträge verlängert. Jetzt verlässt ein Stammspieler den Klub. Einer, der wohl die wichtigste Position bekleidet.

Dortmund

, 28.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kevin und Patrick Rudolph (beide SV Schermbeck) und Eyüp Cosgun (BSV Schüren) stehen als Zugänge fest. In Denis Ramadan, Sven Thormann, Benjamin Teichmöller und Aleksandar Gjorgjiewski hat die komplette Viererkette des Fußball-Landesligisten TuS Bövinghausen verlängert.

Und am Sonntag werden die nächsten Namen bekannt gegeben, die dem Klub erhalten bleiben.

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Aber ein wichtiger Teil der Bövinghauser Defensive verlässt im Sommer den Klub. Stammkeeper Pascal Königs schließt sich dem Oberligisten Westfalia Herne an. Für ihn ist der Traditionsklub die sportliche Heimat. „Ich wechsle jetzt schon zum zweiten Mal zu Westfalia Herne. Ich liebe es, für den Klub und dessen Fans zu spielen. Das ist eine ganz besondere Beziehung“, erklärt Königs.

Er freut sich auch darauf, wieder mit Trainer Christian Knappmann zusammenzuarbeiten. „Das ist eine richtige Hassliebe zwischen uns. Wir fetzen uns, nehmen uns dann aber wieder in den Arm und vertragen uns. Wir leben halt beide von Emotionen“, sagt Königs.

Königs geht nicht nur als Keeper nach Herne

Königs hat gleich einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Er möchte in der kommenden Spielzeit natürlich die Nummer eins bei dem Kultklub werden und seinen Teil dazu beitragen, die talentierten Keeper im Kader weiterzuentwickeln.

„Mit mir bilden zwei 18-Jährige das Torwartrio von Herne. Ich versuche natürlich, die beiden Jungs zu pushen und besser zu machen.“

Königs geht nämlich nicht nur als Keeper nach Herne, er wird auch Torwartrainier und hat etwas ganz Besonderes mit dem Klub vor. „Die Idee ist, dass wir eine Torwartschule aufbauen. Ich sitze auch gerade schon an einem Konzept“, so Königs.

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Damit verlässt der 34-Jährige schon nach einer Saison den TuS Bövinghausen. Es war ein turbulentes Jahr. Er wurde für eine angebliche Schiedsrichterbeleidigung zu Beginn gleich für drei Monate gesperrt. War er aber spielberechtigt und fit, war er die klare Nummer eins und ein überragender Rückhalt.

In der Halle durfte er nur im Spiel um Platz drei gegen Türkspor Dortmund (4:1) seine Klasse zeigen. Aber was er in den 20 Minuten abzog, war eine große Show. Nicht wenige sagten, dass Bövinghausen mit Königs im Tor das Turnier gewonnen hätte. Aber das ist reine Spekulation.

„Etliche neue Freunde gewonnen“

So groß seine Vorfreude auf Herne ist, so traurig ist er auch, Dortmund zu verlassen. „Ich habe hier etliche neue Freunde gewonnen“, sagt er. Er nennt zum Beispiel Türkspors Trainer Kevin Großkreutz, mit dem er sich privat trifft und in der Coronakrise sogar zusammen trainiert.

Er nennt viele weitere Dortmunder Jungs, die er ins Herz geschlossen hat: Muhammed Acil (Türkspor), Reza Hassani (Türkspor), Sascha Samulewicz (BSV Schüren) und natürlich seine Bövinghauser Mitspieler, die er vorher noch nicht kannte. Wie zum Beispiel Sven Thormann, Constantin Scholl, Pjer Radojcic oder Trainer Dimitrios Kalpakidis.

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„Ich verlasse den Klub im Guten. Das ist wichtig für mich“, erklärt Königs. Er hat Ajan Dzaferoski auch ein paar Nummern von möglichen Nachfolgern zugeschoben. „Und das größte Abschiedsgeschenk wäre, wenn ich den Klub als Aufsteiger verlasse.“

Das steht aber noch in den Sternen. Aktuell rangiert das Team auf Platz zwei. Aber niemand weiß, ob die Saison weitergeführt wird, oder wie die Aufstiegsregelung aussieht, wenn die Spielzeit annulliert wird. Egal, wie die Saison auch ausgeht. Pascal Königs hat in seinem einen Jahr in Dortmund Eindruck hinterlassen.

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