Trotz drei Juka-Toren, 3:0- und 5:2-Führung: TuS Bövinghausen patzt gegen Firtinaspor

mlzFußball-Landesliga

Der TuS Bövinghausen kann den Ausrutscher von Landesliga-Spitzenreiter Wacker Obercastrop nicht nutzen und patzt in Herne. Selbst eine 5:2-Führung reicht den Dortmundern nicht.

Dortmund

, 10.11.2019, 19:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Pjer Radojcic eine Viertelstunde vor dem Abpfiff auf 5:2 für den TuS Bövinghausen erhöhte, waren auch die letzten verbliebenen Restzweifel, dass seine Mannschaft die Partie gegen Firtinaspor Herne als Sieger beenden würde, eigentlich beseitigt. Doch dieses verrückte Spiel, diese Achterbahn der Gefühle, hielt dann doch noch ein weiteres Kapitel für Ajan Dzaferoski & Co. bereit.

Wie schon in Durchgang eins, als sie aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht hatten, zeigten die Gastgeber Nehmerqualitäten. Zunächst verkürzte Mert Altay in der 77. Spielminute mit seinem Traumtor aus der Distanz auf 3:5. Dann schockten Enes Kaya (84.) und Burak Arlat drei Minuten vor Schluss den Tabellenvierten und stellten das Ergebnis tatsächlich noch auf 5:5.

Enttäuschung aufseiten des TuS Bövinghausen „ist groß“

„Was für verrücktes Spiel“, entkam es dem TuS-Vorsitzenden Ajan Dzaferoski nur kurz nach Spielende. So richtig fassen konnten weder er noch die Mannschaft das, was ihnen da gerade wiederfahren war. „Natürlich ist die Enttäuschung groß“, sagte der Bövinghausen-Boss ob der vertanen Chance, näher an Spitzenreiter Wacker Obercastrop heranzurücken.

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Nach dem 2:2 des Tabellenführers bei SuS Kaiserau beträgt der Abstand auf Platz eins nach dem 14. Spieltag weiter neun Punkte. „Für uns hat sich nichts geändert“, sagte Dzaferoski. „Wir gucken weiter nach oben, zumal wir auf Kirchhörde (1:2 in Bönen, Anm. d. Red) sogar einen Punkt gut gemacht haben.“

Keine Erklärung für Einbruch

Eine Erklärung dafür, was da in den letzten 13 Minuten passiert war, hatte allerdings auch Dzaferoski nicht. „Aber am Ende müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht schlau genug waren.“ Vor allem bei Standardsituationen und phasenweise auch in der Rückwärtsbewegung offenbarten die Gäste aus Bövinghausen unerklärliche Schwächen, kassierte auf diese Weise drei der fünf Gegentore.

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„Einige von uns haben das Spiel beim Stand von 5:2 im Kopf schon abgehakt“, sagte TuS-Stürmer Florian Juka nach der Partie. „Wir haben uns dann individuelle Fehler erlaubt, und die hat Firtinaspor brutal bestraft.“ Auch der 27-Jährige machten keinen Hehl aus seine Enttäuschung „Wenn man auswärts fünf Tore schießt, sollte das eigentlich reichen.“

Florian Juka trifft dreimal

Am Ende reichte es nicht. „Und das ist bitter“, sagte Juka. In erster Linie für die Mannschaft. Aber auch für ihn selbst. Der Stürmer hatte mit drei Treffern maßgeblich Anteil daran, dass der TuS Bövinghausen lange Zeit wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Bereits in der zweiten Minute traf er sehenswert aus der Distanz, nur acht Minuten später erhöhte Juka auf 2:0.

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„Natürlich bin ich froh, dass ich mal wieder getroffen habe“, sagte Juka, der in der 70. Minute mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag und seinem siebten Saisontor auch das zwischenzeitlich 4:2 erzielt hatte. „Aber ich würde alle drei Tore herschenken, wenn wir dafür gewonnen hätten.“ Ein Lob erhielt er von Ajan Dzaferoski. „Flo hat heute ein super Spiel gemacht.“

Bövinghausen verpasst Big Point

Davon kaufen können sie sich beim TuS Bövinghausen freilich nichts. „Das wäre heute ein Big Point gewesen“, sagte Dzaferoski dann doch „Und wenn man sich das Spiel anschaut, war es einfach dumm und unnötig.“ In Panik verfallen wird beim Landesliga-Vierten dennoch keiner. „Wir bleiben ruhig“, so der Vorsitzende.

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Etwas anderes wird ihnen ohnehin nicht übrig bleiben. Was ab sofort zählt, sind Punkte und nichts anderes. „Wollen wir oben dran bleiben, müssen wir die jetzt holen“, sagte auch Juka. Die nächste Chance bietet sich am kommenden Sonntag. Dann empfängt der TuS die SpVgg Horsthausen. Und dann sollten fünf Treffer reichen.

Tore: 0:1 Juka (2.), 0:2 Juka (10.), 0:3 Witt (26.), 1:3 Kaya (35.), Yagci 2:3 (42.), 2:4 Juka (70./HE), 2:5 Radojcic (75.), Altay 3:5 (77.), Kaya 4:5 (84.), Arlat 5:5 (87.)
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