TuS Bövinghausen vor dem Start: „Wir haben noch einmal an Qualität dazu gewonnen“

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Der TuS Bövinghausen ist von der A-Liga in die Westfalenliga durchmarschiert. Geht es nach Ajan Dzaferoski, folgt jetzt der Oberliga-Aufstieg. Ab was sagt einer der wichtigsten Spieler?

05.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

YEG Hassel heißt TuS Bövinghausens erster Westfalenliga-Gegner der Vereinsgeschichte. Am Sonntag (15 Uhr) steigt das für den Klub geschichtsträchtige Spiel an der heimischen Provinzialstraße. Es ist ein Duell zweier Teams, die noch nie gegeneinander um Punkte gespielt haben. Hassel ist ein etablierter Westfalenligist. Der TuS Bövinghausen kommt als Frischling.

Trotzdem spricht die ganze Westfalenliga über den Klub aus dem Dortmunder Westen. Zum einen, weil der Klub gleich zu den Topfavoriten auf den Titel zählt. Zum anderen, weil der Präsident immer für eine öffentlichkeitswirksame Überraschung gut ist.

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Unvergessen die Verpflichtung von Thorsten Legat. Mit ihm startet der Verein im Juli 2019 in der Landesliga das Projekt Oberliga. Im Oktober 2019 endete schon die Partnerschaft. Für ein genauso großes Aufsehen sorgte dann im August 2020 die Entlassung des Aufstiegs-Trainers Dimitrios Kalpakidis. Dzaferoski entließ ihn nach 15 Siegen aus 15 Pflichtspielen. Er hatte das Gefühl, dass Kalpakidis nicht mehr der richtige sei.

20 Spiele in der Regionalliga

All das hat André Witt miterlebt. Ein Spieler der 20 Regionalliga und 128 Oberliga-Spiele vorweisen kann. Er stand mit den Sportfreunden Baumberge auch schon mal in der ersten Runde des DFB-Pokals, verlor damals aber gegen den FC Ingolstadt mit 1:4. Witt möchte sich aber kein Urteil zu der überraschenden Kalpakidis-Entlassung erlauben. „Es ist nicht die Sache eines Spieler, sich groß dazu zu äußern. Das war eine Entscheidung des Vorstandes“, sagt Witt.

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Der defensive Mittelfeldspieler unterhält sich lieber über Fußball. Über die Liga und über seine Mitspieler. Er muss aber zugeben, dass er die Konkurrenten nicht groß kennt. Bis vor zwei Jahren hat er nur in der Oberliga oder höherklassiger gespielt. Unter anderem für RW Ahlen oder SW Essen. Jetzt spielt er die zweite Saison beim TuS. Und genauso wie die Landesliga zuletzt, ist auch die Westfalenliga jetzt absolutes Neuland für ihn.

Trotzdem glaubt er, dass der TuS Bövinghausen vor einer erfolgreichen Saison steht. „Ich denke, es ist legitim zu sagen, dass wir ganz oben mitspielen möchten. Was auch normal ist, wenn wir so viele gute Spieler zusammen haben. Man darf den Wunsch aber nicht mit einem Zwang verwechseln. Es gibt kein Oberliga-Muss“, sagt Witt. Ihm sei klar, dass es jetzt noch einmal schwieriger wird als in der Landesliga.

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Ihm sei auch bewusst, dass man auf dem Niveau nur erfolgreich sein könne, wenn man als Einheit auftritt. „Ich hoffe, das wird uns nicht zum Verhängnis. Jeder Spieler muss in solch einem Kader gönnen können. Auch wenn du mal auf der Bank sitzt, darfst du nicht sauer sein. Nur so kommen wir zum Erfolg. Als Team“, sagt Witt.

Noch einmal besser aufgestellt

Qualitativ sieht er die Mannschaft noch einmal besser aufgestellt als in der Vorsaison. „Ein Patrick Rudolph im zentralen Mittelfeld bringt uns richtig weiter. Er ist sich für nichts zu schade und kann auch richtig gut Fußball spielen“, lobt Witt, der mit Rudolph zusammen die Doppel-Sechs bekleidet. Er hat auch ein Lob für Torhüter Ricardo Seifried übrig. „Wir wollen kein Kick-and-Rush spielen, wollen selbst die Partien bestimmen und viel Ballbesitz haben. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn du einen Torhüter hast, der selbst gut Fußball spielen kann“, sagt Witt.

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Und wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer-Duo Nikola Karcev und Sven Thormann. „Sehr gut. Nikola bietet uns immer wieder interessantes und abwechslungsreiches Training an. Man merkt wie hochmotiviert er ist. Es macht echt Spaß“, sagt Witt. Und der wird noch größer, wenn der TuS Bövinghausen am Sonntag sein erstes Westfalenliga-Spiel der Geschichte gewinnt.

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