TuS hat keine Angst ohne Rammel

TuS Eving/Westfalia Wickede

Vor zwei Jahren in der Landesliga lieferten sich Westfalia Wickede und TuS Eving-Lindenhorst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Jetzt liegen beide Teams in der Dortmunder Wertung der Fußball-Westfalenliga wieder vorne.

DORTMUND

21.10.2011, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

– Um sich weiter an die Spitzengruppe heranzuarbeiten, müssen die Evinger eine ziemlich hohe Hürde überwinden. „Heven hat in dieser Saison als einziges Team der Liga noch kein Spiel verloren. Sie stehen hinten kompakt und bringen eine starke Offensive mit“, sagt Evings Coach Daniel Rios.

Die Gastgeber, die ohne ihre Langzeitverletzten auskommen müssen, haben ein weiteres Problem. Denn Sascha Rammel muss wegen eines Muskelfaserrisses mindestens zwei Wochen passen. Ob Francis Bugri wieder im Kader steht, ist äußerst fraglich. „Wir haben uns dieses schöne Fast-Spitzenspiel in den vergangenen Wochen erarbeitet. Daher dürften wir auch selbstbewusst genug sein, um Heven zu beschäftigen“, sagt Rios. Sie lassen sich auf ihrem sechsten Tabellenplatz die gute Laune nicht verderben. Der Coach warnt aber: „Es darf uns nur nicht wieder passieren, dass wir jetzt einen Gang zurückschalten.“

–  Daniel Rios´ Satz bestätigt Alexander Gocke. Der Co-Trainer von Westfalia Wickede warnt nach mehreren guten Spielen eindringlich davor, „die gute Wickeder Kampf-Tradition“ zu vernachlässigen. „In dieser Liga erhältst du die Strafe sofort.“ Aber natürlich kommen solche Sätze längst nicht mehr so verbissen wie noch vor mehreren Wochen, als sie sich in Wickede einen solchen Aufwärtstrend nie erträumt hatten.

„Wenn mir vor der Saison jemand erzählt hätte, wir stünden nach zehn Spielen vor Kaan-Marienborn, dann hätte ich zumindest etwas verdutzt geguckt“, sagt Gocke. Auch personell steht es derzeit ziemlich günstig um die Westfalia. Dem Trainerteam bleiben mehrere Möglichkeiten, um die Siegener Gäste zu bezwingen. Im Übrigen haftet da noch etwas im Hinterkopf. Vor fast genau einem Jahr verloren die Wickeder an einem Freitagabend nach einer emotionalen Schlussphase durch ein Tor kurz vor dem Ende. Zudem sahen Roman Schymanietz und Marcel Städter im Eifer des Gefechts noch Rot. Gegen Emotionen, das ist bekannt, haben sie in Wickede nichts. Am Sonntag aber wäre es allen lieb, wenn elf Westfalia-Akteure ohne spätes Gegentor geschlossen das Feld verlassen. Dann geht der Höhenflug weiter.

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