U23 von Borussia Dortmund muss in Köln robuster auftreten: „Wir sind zu lieb“

Fussball-Regionalliga

Nach dem Unentschieden gegen Mönchengladbach geht die U23 des BVB zwar mit mehr Selbstvertrauen in die Partie gegen Köln. Ein paar Zweifel bleiben aber.

Dortmund

, 16.11.2019, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
U23 von Borussia Dortmund muss in Köln robuster auftreten: „Wir sind zu lieb“

Steven Ruprecht (l.) könnte gegen seinen Ex-Klub auflaufen. Kolbeinn Finnsson (r.) ist mit der isländischen U21-Nationalmannschaft unterwegs. © Bielefeld

Die Ansprüche sind ein bisschen kleiner geworden beim BVB II. Vor sechs Wochen noch, sagt Manager Ingo Preuß, „wären wir nach Köln gefahren und ich hätte gesagt: Da gewinnen wir auf jeden Fall.“ Doch jetzt, fünf sieglose und zum Teil ernüchternde Auftritte später, lehnt sich Preuß vor dem Duell bei der Fortuna (Sonntag, 14 Uhr, Vorgebirgsstraße, 50969 Köln oder bei uns im Livestream) nicht mehr so weit aus dem Fenster. „Dass die Jungs Fußball spielen können, ist ja unbestritten. Wir haben aber zu wenig Punkte, deshalb ist es unruhig. “

Breitere Brust, mehr Selbstvertrauen

Immerhin, das 1:1 gegen eine starke Borussia aus Mönchengladbach vom vergangenen Sonntag, hat teamintern für eine breitere Brust gesorgt: „Die Jungs haben Selbstvertrauen gewonnen durch das Spiel“, sagte Tullberg direkt danach – und obwohl es durchaus Dinge gab, die zu kritisieren gewesen wären. Denn ähnlich wie die Profis einen Tag zuvor in München wirkte sein Team einen Tick zu brav, was auch Preuß festgestellt hatte: „Wir sind zu lieb. Man muss auch mal hinlangen.“

Gemeint ist allerdings definitiv kein unfaires Spiel, sondern jenes, das Angriffe von Gegnern frühzeitig unterbindet, das einen im Aufwind befindlichen Kontrahenten ausbremst oder ihm frühzeitig zeigt, dass das heute ein unangenehmer Nachmittag wird: „Wir haben aber auch manchmal das Problem, dass die ersten Fouls gegen uns vom Schiedsrichter durchgewunken und unsere ersten dann direkt mit Gelb bestraft werden“, sagt Preuß mit Bezug auf die Partie gegen Gladbach.

Mehr Erfahrung, mehr „eklig sein“

Eine robuste Spielweise könnte am Sonntag umso wichtiger sein, als dass die seit acht Spielen unbesiegten Kölner von Trainer Thomas Stratos mit mehr Erfahrung antreten. Der Fortuna-Altersschnitt beim Auswärtssieg in Haltern betrug 25,2 - der des BVB gegen Gladbach 22,1 und da stand der ehemalige Kölner Steven Ruprecht (32 Jahre jung) in der Startelf.

„Aber mit alt oder jung hat das wenig zu tun“, sagt Preuß, vielmehr „muss ich eklig sein und die Kugel in den Zweikämpfen erobern wollen.“ Also alles eine Sache der zuletzt viel beschworenen Mentalität? „Eine Sache der Einstellung“, sagt Preuß, der von der Leistung von Steve Tunga nach seiner Einwechslung gegen Gladbach begeistert war: „Der hat direkt ein paar Zweikämpfe gewonnen und plötzlich lief es besser.“

Rente, Balerdi und Finnsson fehlen

In Köln fehlt weiterhin die wichtige Abwehrstütze Marco Rente, was einen Einsatz Ruprechts gegen seinen Ex-Klub wahrscheinlich macht, da auch Leonardi Balerdi mit der Argentinischen Nationalmannschaft auf Gran Canaria gegen Brasilien spielt und Kolbeinn Finnsson noch mit der U21-Nationalmannschaft Islands unterwegs ist.

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