U23 von Borussia Dortmund sinnt vor großer Kulisse gegen Rot-Weiß Essen auf Revanche

Fußball-Regionalliga

Das Hinspiel gegen Rot-Weiss Essen war „ein Spiegelbild der Saison“ sagt Trainer Mike Tullberg. Und deshalb soll es nach dem Rückspiel am Sonntag in der Roten Erde aus den Köpfen verbannt sein.

Dortmund

, 07.12.2019, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
U23 von Borussia Dortmund sinnt vor großer Kulisse gegen Rot-Weiß Essen auf Revanche

Enttäuschung nach dem Abpfiff: Im Hinspiel unterlag der BVB II denkbar unglücklich mit 1:2 gegen RW Essen. © Bielefeld

Die Erinnerungen an das Hinspiel sind noch frisch „und sie sind ein Spiegelbild unserer bisherigen Saison“, sagt Mike Tullberg, Trainer der schwarzgelben U23 über die 1:2-Niederlage am ersten Regionalliga-Spieltag bei Rot-Weiss Essen.

Unberechtigter Elfmeter

Damals führte seine Mannschaft zunächst mit 1:0, hatte durch Chris Führich sogar die Chance aufs zweite Tor, kassiert neun Minuten vor dem Ende den Ausgleich – und verlor durch einen unberechtigten Elfmeter in 96. Minute sogar noch alles.

Das fehlende Spielglück gepaart mit einer individuell zwar hochwertig besetzten, aber eben nie so richtig zusammengewachsenen Mannschaft, hat danach für eine Hinrunde gesorgt, über die sich Manager Ingo Preuß trotz der zuletzt wieder ordentlicheren Auftritte immer noch ärgert: „Die letzten Wochen waren einer U23 von Borussia Dortmund aber würdig“, sagt Preuß.

Ganze Saison eine Wundertüte

Die Zeit davor ist zwar abgehakt, wirkt aber natürlich noch nach: „Da die ganze Saison bislang eine Wundertüte war, möchte ich einfach, dass die Jungs an die Leistung in der letzten Woche anknüpfen“, sagt Preuß.

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Beim 4:0 hatte seine Mannschaft gegen den Tabellenletzten aus Bergisch-Gladbach nie einen Zweifel daran gelassen, wer das Duell gewinnen würde „und vier Tore musst du auch gegen die erstmal schießen“, sagt Tullberg. Beide sind sich im Grunde sicher, dass sich das Team im Aufwind befindet und Vieles besser wird: „Mit dem Rückrundenstart wollen wir direkt anfangen, zu punkten“, sagt Tullberg.

Essen hat nur drei Spiele verloren

Doch das gilt natürlich auch für den Gegner. Rot-Weiss Essen hat in der Hinrunde nur drei Spiele verloren, ist seit sechs Spielen in Serie ohne Niederlage und bringt 1500 bis 2000 Fans mit in die Rote Erde: „Nur mit den Gegentoren bin ich unzufrieden“, sagt Trainer Christian Titz, der vor einiger Zeit auch mal beim BVB ein Thema war, „da hätte ich gerne ein paar weniger gefressen.“

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18 Stück sind es nach 17 Spielen – das Tullberg-Team hat bereits 26 kassiert. Trotzdem ist die Wertschätzung für den schwarzgelben Nachwuchs bei Titz hoch: „Die Tabelle können wir da komplett außen vor lassen. Das ist für mich mit die Mannschaft mit dem stärksten Kader der Liga.“

Absolutes Spitzenspiel

Man kann also trotz der unterschiedlichen Tabellenregionen mit Fug und Recht von einem Spitzenspiel sprechen, das da am Sonntag in der Roten Erde (14 Uhr) stattfindet, beide Teams sind an viel Ballbesitz gewöhnt, wollen also vor allem agieren statt nur zu reagieren: „Und auch die Atmosphäre wird mal so sein, wie bei einem normalen Fußballspiel“, sagt Preuß.

Denn weil die Profis ihr Heimspiel bereits am Samstag austragen und schon am Mittwoch das nächste Champions-League-Heimspiel ansteht, stand eine Parallelansetzung nie ernsthaft zur Debatte: „Ich hoffe auf 3000 Zuschauer“, sagt Preuß, „deshalb freue ich mich auf dieses Spiel.“ Auch Tullberg merkt an, „dass das natürlich ein Spiel ist, das besonders Spaß macht.“ Nicht nur, weil so viele Zuschauer kommen, „sondern weil wir da endlich die Chance auf eine Revanche haben.“

Neustart in die Rückrunde

Sie wollen den Neustart bei der U23. Die Hinrunde, die so unglücklich begonnen und sich dann genau so fortgesetzt hatte, soll mit einem Erfolgserlebnis zum Rückrundenstart aus den Köpfen verbannt werden.

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