Handball-Verbandsligist OSC Dortmund trennt sich am Ende der Spielzeit von seinem Trainer Alexander Maystrenko. Der fünfte Spieler hat seinen Abschied bekannt gegeben.

Dortmund

, 19.02.2019, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach nur einer Spielzeit trennt sich der Handball-Verbandsligist OSC Dortmund von Trainer Alexander Maystrenko. „Es passt sportlich einfach nicht. Wir spielen die Saison zusammen zu Ende und gehen dann getrennte Wege“, sagt der Sportliche Leiter Thomas Thurau. Er hatte diesen Schritt mit dem Mannschaftsrat zuvor abgesprochen.

Der OSC hinkt den eigenen Ansprüchen hinterher

Unter Maystrenko liegt das Team aktuell nur auf Rang acht der Tabelle, zwölf Punkte hinter dem Tabellenführer HSC Haltern/Sythen. „Das ist eine ernüchternde Bilanz“, sagt Thurau.

Die Verantwortlichen hatten sich die Spielzeit ganz anders vorgestellt. Das hochwertig besetzte Team sollte eigentlich bis zum Ende der Saison um den Aufstieg mitspielen, wurde den eigenen Ansprüchen aber nie gerecht. Spätestens nach der Derbyniederlage gegen Westfalia Hombruch (27:29) war jedem klar, dass der Klub auch in der kommenden Spielzeit weiter in der Verbandsliga auflaufen wird.

„Ich nehme mich aus der Verantwortung nicht heraus. Ich habe den Kader so zusammengestellt.“
Thomas Thurau, Sportlicher Leiter beim OSC Dortmund

Thurau schiebt aber nicht nur Maystrenko die Schuld für die schwache Saison in die Schuhe. Das Team habe bisher nicht den richtigen Biss gezeigt, die Trainingsbeteiligung sei nicht optimal gewesen und zusätzlich sei das Verletzungspech hinzugekommen. „Ich nehme mich aus der Verantwortung auch nicht heraus. Ich habe den Kader so zusammengestellt“, sagt Thurau.

Es wartet jetzt viel Arbeit auf den Sportlichen Leiter. In dieser Woche führt er schon Gespräche mit einem möglichen Nachfolger für den 40-fachen russischen Nationalspieler Alexander Maystrenko. Zudem bastelt er aktuell intensiv an einer neuen, schlagkräftigen Mannschaft für die Spielzeit 2019/20.

Umbruch beim OSC: Fünf Spieler gehen - und auf der Trainerbank wird ein Platz frei

Mattis Kloppenburg wird in der kommenden Saison für den TuS Bommern auflaufen. © Ludewig

Nach Fabio Runkel (ASV Hamm 2), Ole Kähler (TuS Volmetal), Mattis Kloppenburg (TuS Bommern) und Marc Bardischewski (HSV Plettenberg/Werdohl) verlässt auch Torhüter Niklas Walter den Klub. Er schließt sich dem Ligarivalen TV Westfalia Halingen an.

Deshalb wird sich das Gesicht des Teams nach der Saison stark verändert präsentieren. „Wir wollen eine starke erste Sieben stellen und den Kader mit eigenen Jugendlichen und Talenten aus der Region auffüllen“, erklärt Thurau. Einziger Neuzugang ist bisher Marvin Müller vom TuS Volmetal. „Die Gespräche mit potenziellen Neuen laufen aber“, sagt Thurau.

Die Ansprüche sind nicht mehr dieselben

Der 54 Jährige ist guter Dinge, dass Spieler wie Julian Stumpf, Nikita Maystrenko, Daniel Lichte, Tom Trost, Thorben Lommel, Alexander Mazur, Alexander Brauckmann und Cedric Neuser weiter das rote Trikot des OSC tragen werden. „Wichtig ist, dass wir diesen Spielern jetzt schnell einen neuen Trainer präsentieren, damit sie wissen, wie es weitergeht. Vielleicht wissen wir am Wochenende schon mehr“, sagt der Sportliche Leiter.

Egal, wie das Team in der kommenden Spielzeit aussieht, der Klub wird seine Ansprüche herunterschrauben - vom Aufstieg wird nicht mehr die Rede sein.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung BVB-Handball-Frauen
Ex-Borussin Alicia Stolle kehrt mit dem THC nach Dortmund zurück: „Man soll niemals nie sagen“
Münsterland Zeitung BVB-Handball-Frauen
Spiegelglatter Hallenboden in Wellinghofen gefährdet die BVB-Handballerinnen: „Eine Katastrophe“