Unverständnis beim ASC 09: Fußball auf Sportanlagen erlaubt - aber nur beim Schulsport

Fußball

Die Auswirkungen der aktuellen Coronaschutzverordnung legen den Fußball lahm. Der Jugendleiter des ASC 09 erklärt, warum das Training so schnell wie möglich wieder erlaubt werden sollte.

Dortmund

17.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Amateursport-Anlagen in Dortmund dürfen aktuell nicht für den Vereinssport genutzt werden.

Die Amateursport-Anlagen in Dortmund dürfen aktuell nicht für den Vereinssport genutzt werden. © Folty

Die Zwangspause im Amateurfußball durch die aktuelle Coronaschutzverordnung hat nicht nur die Senioren-Kicker in die Knie gezwungen. Auch die Junioren-Fußballer dürfen aktuell weder Spiele austragen noch trainieren. Eine Sache, die einem Dortmunder Amateurfußball-Klub überhaupt nicht passt.

Der ASC 09 Dortmund hat seinem Ärger auf seiner Homepage Luft gemacht. Matthias Kick, Jugendleiter Fußball beim Dortmunder Klub, erklärt in einem Beitrag ganz genau, warum er über die Maßnahmen der Regierung enttäuscht ist.

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Zunächst stellt der Jugendleiter klar, dass der ASC 09 natürlich die beschlossenen Regelungen respektiere und es im Kampf gegen die Pandemie wichtig sei, dass auch die Vereine ihren Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. Dass die aktuell geltenden Regeln im Dezember wieder gekippt werden, daran glaubt Kick allerdings nicht.

ASC-Jugendleiter Matthias Kick: „Für uns schwer vermittelbar“

„Für uns ist es allerdings schwer vermittelbar, dass Kinder und Jugendliche in der Schule zusammensitzen und dann draußen an der frischen Luft keinen Sport zusammen treiben dürfen. Wenn wir dann noch erleben, dass Schulsport (auch Fußball) auf unseren Sportanlagen stattfindet und wir als organisierter Vereinssport ausgeschlossen sind, ist dies weder nachvollziehbar noch erklärbar“, erklärt Kick. Dazu komme, dass Vereine wie der ASC 09 viel Aufwand betrieben hätten, um Hygienekonzepte für eine sichere Ausübung des Sports zu erarbeiten und umzusetzen. Die nebenbei im Hinblick auf Infektionszahlen auch noch wirksam gewesen seien.

ASC-Jugendleiter Matthias Kick hat einen klaren Apell an die Politik.

ASC-Jugendleiter Matthias Kick hat einen klaren Apell an die Politik. © Neil Baynes

Kick betont, wie wichtig es sei, „vor allem Kindern und Jugendlichen schnell wieder die Möglichkeit zu bieten, ihren Bewegungsdrang gemeinsam im sportlichen Trainingsbetrieb auszuleben.“ Außerdem komme auf die Vereine jetzt wieder eine harte Zeit zu, in der die Verantwortlichen auch um ihre Mitglieder bangen müssen. „Vor diesem Hintergrund ist die erneute Schließung der Sportstätten für uns eine harte Entscheidung, denn gerade wir (…und viele andere Vereine ebenfalls) haben bewiesen, dass es aufgrund von konsequent umgesetzten Hygienekonzepten möglich ist, auch in Corona-Zeiten Sport zu treiben und einen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu leisten.“

Am Ende seines Kommentars stellt Kick noch eine klare Forderung an die Politik: „Als Jugendleiter des ASC 09 Dortmund appelliere ich daher an die Verantwortlichen in Bund und Land, das ausgesprochene Pauschalverbot von Freizeit- und Amateursport, welches lediglich den Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand vorsieht, nicht auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Vereinssport anzuwenden, sondern dort weiter Trainingsbetrieb zu erlauben. Und das gilt dann nicht nur für den Fußball, sondern zumindest für alle Sportarten, die an der frischen Luft ausgeübt werden.“

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