Verletzungsschock beim BSV Schüren: „Ich war wahnsinnig sprachlos“

mlzFußball-Westfalenliga

Ein wichtiger Spieler des BSV Schüren hat sich am Sonntag im ersten Meisterschaftsspiel verletzt. Für den Akteur ist es doppelt bitter, weil er sich in die erste Elf gekämpft hatte.

Dortmund

, 12.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war ein bitterer Saisonstart für den BSV Schüren. Das Heimspiel hat der Fußball-Westfalenligist am vergangenen Sonntag mit 3:5 gegen den FC Iserlohn vergeigt. Zudem verlor der BSV auch noch einen wichtigen Spieler. Der fällt nun mehrere Wochen aus. Für den Schürener ist die Verletzung doppelt bitter, weil er sich gerade erst in die erste Elf gespielt hatte.

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Es passierte rund um die 70. Minute herum. Iserlohn führte zu dem Zeitpunkt mit 3:2 beim BSV Schüren. Dann knickte BSV-Keeper Felix Wenderoth, der an diesem Wochenende den Vorzug vor Sascha Samulewicz erhielt, um. Der Schürener wusste sofort, dass irgendwas kaputtgegangen ist: „Ich habe es direkt knacken gehört, habe aber weitergespielt, weil es noch nicht so schmerzhaft war“, so Wenderoth. Die Partie verloren die Schürener am Ende mit 3:5 - ein ungünstiger Auftakt.

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Schlimmer war allerdings, dass Wenderoths Fuß am Sonntagabend immer dicker wurde. „Der Fuß wurde am Sonntagabend auch direkt blau. Am Montag hat sich beim Arzt dann herausgestellt, dass ich einen Außenbandriss habe. Außerdem ist noch eine kleine Knochenabsplitterung dabei“, sagte Wenderoth am Mittwochabend.

Felix Wenderoth hat sich am Sonntag verletzt.

Felix Wenderoth hat sich am Sonntag verletzt. © Folty

Die Schwellung sei mittlerweile zurückgegangen, Pause müsse der 22-jährige Keeper, der seit Sommer 2019 für den BSV zwischen den Pfosten steht (vorher ASC 09 Dortmund), dennoch machen. In etwa drei Wochen wolle Wenderoth, der nun eine Schiene tragen muss, wieder auf dem Platz stehen. „Beim Laufen ist es derzeit noch schwierig. Ich merke, dass der Fuß instabil ist“, sagt Wenderoth.

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Dass sich Felix Wenderoth nun schon wieder verletzt hat, ärgert ihn. Bereits in seinem ersten Schürener Jahr zog sich der Torhüter eine schwere Verletzung zu. Beim Meisterschaftsspiel in Erkenschwick (1. Dezember 2019) zog sich Wenderoth einen schwerwiegenden Muskelabriss zu, musste alleine acht Wochen auf Krücken laufen. „Das war ein unbeschreiblicher Schmerz“, erinnert er sich. Durch die Corona-Krise habe Wenderoth dann aber Zeit gewonnen, wieder fit zu werden. Das hatte auch geklappt.

Wenderoth absolviert gute Vorbereitung

In der Vorbereitung absolvierte der BSV-Schnapper alle Einheiten mit, war fit und gut dabei. So gut sogar, dass er am Sonntag den Vorzug vor Samulewicz erhielt. Trainer Arthur Matlik habe mit dem Torhüterduo ausgemacht, dass Wenderoth die ersten beiden Spiele absolviere, Samulewicz die nächsten beiden. Danach wollte der Coach entscheiden, wer die neue Nummer eins sein wird.

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Der Plan geht nun erst einmal nicht auf. Samulewicz wird in den nächsten Spielen das Tor hüten, Wenderoth bleibt nur das Zuschauen. Nach der Verletzung zeigte sich Wenderoth auch leicht geschockt. „Ich war wahnsinnig sprachlos. Ich wollte ja unbedingt spielen, habe hart gearbeitet und hatte mich auch gefreut, dass ich spielen durfte“, so der Schürener, der sich trotz des neuerlichen Rückschlags weiterhin kämpferisch zeigt: „Ich will die Nummer eins werden, das steht außer Frage“, sagt er schließlich.

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