Nach Hassani-Abgang: VfL Kemminghausen ist immer noch ohne Sieg, bleibt aber cool

mlzFußball-Bezirksliga

Vier Unentschieden in Serie, noch kein Sieg nach dem Abgang von Reza Hassani und Kevin Großkreutz. Man könnte nervös werden als Anhänger des VfL Kemminghausen.

von Moritz Lerch

Dortmund

, 16.11.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der VfL Kemminghausen kürte sich zum Remis-König der Liga. Zuletzt spielte das Team von Spielertrainern Jonas Keimer und Alexander Stärk viermal unentschieden. Gerade das 2:2 in Mühlhausen lässt die Trainer und den Vorstandsvorsitzenden optimistisch in die Zukunft blicken.

Erster Sieg eingeplant

Am Sonntag gegen den BV Brambauer (14:45 Uhr, Gretelweg 1, 44339 Dortmund) soll es dann auch endlich den ersten Sieg seit dem Weggang von Hassani und Großkreutz geben.

„Die Stimmung innerhalb der Truppe ist top. Die Jungs ziehen beim Training sehr gut mit“, freut sich Keimer über die hohe Trainingsbeteiligung. Zwar fehle noch der Sieg als Stimmungsverstärker, doch sei nach dem 2:2 in Mühlhausen das Arbeitsklima sehr gut gewesen.

Handschrift von Stärk und Keimer entwickelt sich

Auch der Vorstandsvorsitzende, Gerd Wegner ist sehr zufrieden mit der Mannschaft. „Die Trainingsbeteiligung ist wie immer sehr gut. Langsam entwickelt sich auch die Handschrift von Jonas und Alex“. Gerade von der Bank aus, so Keimer käme stets positives. „Das ist auch sehr schön zu sehen. Die Jungs, die draußen sitzen maulen nicht rum, sondern pushen die, die auf dem Feld stehen“.

Jetzt lesen

Und weiter: „unsere Einwechselspieler geben dann auch immer Vollgas, damit bin ich sehr zufrieden.“ Es herrsche so ein gutes Verhältnis zwischen den einzelnen Spielern, dass jeder jedem Einsatzzeiten und Erfolg gönne.

Unentschieden, die Mut machen

Zwar sei es ärgerlich, erklärt Wegner, in zwei von vier Remis-Partien das Spiel nicht gewonnen zu haben, doch erkannte er deutliche Leistungssteigerungen. „Die zweite Halbzeit in Mühlhausen haben wir dominiert. Unser Problem war es – wie so häufig – dass wir das Tor nicht getroffen haben. Aber auch gegen Sölde und Hannibal waren deutliche Leistungssteigerungen im Vergleich zum Spiel in Germania zu erkennen“, so Wegner.

Vor etwas mehr als einem Monat ging der VfL bei Aufsteiger RW Germania mit 1:5 unter. Doch auch zu der Zeit setze Wegner zweifellos weiterhin auf das Trainerduo Keimer und Stärk. „Es war schön zu sehen, dass der Verein so hinter uns stand und weiterhin steht“, erklärt Keimer. Mit Erfolg: seitdem verlor Kemminghausen kein Spiel mehr. „Diese Krise konnten wir bewältigen und nun blicken wir weiter nach vorne“, fährt er fort.

Stamm bleibt über den Winter unverändert

„Wir wollen nach der Winterpause möglichst zügig die Abstiegsränge hinter uns lassen“, formuliert Keimer ein klares Ziel. Dafür plane er mit dem Großteil der Mannschaft. „Wir möchten unser Spielsystem überarbeiten und variabler sein“. Dafür möchte man sich beim VfL Kemminghausen „punktuell“ verstärken. „Im Sturm suchen wir einen, der vor dem Tor eiskalt agiert. Des Weiteren haben wir aktuell nur einen gelernten Innenverteidiger. Es wäre schön, auf den Positionen Neuzugänge verbuchen zu können“, berichtet Keimer.

Jetzt lesen

Wegner geht davon aus, dass einige Spieler den Verein zum Winter verlassen werden. „Ich denke, dass sich drei Spieler abmelden werden“. Doch auch der ein oder andere Langzeitverletzte kehre zur Pause ins Mannschaftstraining zurück.

Keimer und Stärk planen über die Saison hinaus

Auf der Trainerbank sieht es mit Keimer und Stärk dann auch nach Kontinuität aus: „Auf jeden Fall machen die beiden das bis Saisonende“, bestätigt Wegner. Er plane mit den Beiden sogar für die kommende Saison. „Jonas und Alex machen das echt sehr gut. Die Mannschaft und der ganze Verein sind sehr zufrieden mit den Beiden. Beide spielen aktiv und coachen das Team gut. Von daher gibt es gar keinen Grund, ihre Position zu hinterfragen“.

Auch Keimer scheint von der Idee nicht abgeneigt zu sein. „Wir haben im Verein viel kommuniziert. Es ist schön, die Unterstützung zu genießen. Alex und ich planen langfristig, also auch schon für die nächste Saison“, bestätigt Keimer.

Gegen Brambauer den ersten Dreier

„Wir sind zuversichtlich, dass wir uns am Sonntag endlich mal belohnen“, blickt Keimer auf das kommende Spiel. Die Zuversicht schöpft er unter Anderem aus der „mal wieder starken Trainingswoche“. Er erwarte ein hart umkämpftes Spiel gegen die Gäste aus Lünen.

Jetzt lesen

Infomieren wollte er sich über den Gegner jedoch nicht. „Wir wollen unser Spiel durchziehen, damit sind wir beschäftigt genug. Da müssen wir uns nicht noch über einen Gegner informieren. Wir sind dennoch natürlich sehr gespannt, was Brambauer uns am Sonntag entgegen zu setzen hat“, so Keimer.

Ein Spiel auf Augenhöhe

Auch Wegner erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“: „ich bin guten Mutes, dass die drei Punkte bei uns in Kemminghausen bleiben. Ich erwarte einen robusten Gegner, dem wir uns entgegensetzen müssen“.

Für Keimer steht fest: „wenn wir unser Spiel spielen, dann haben es alle Gegner gegen uns schwer. Ich denke, dass sich Brambauer eher über uns, statt wir uns über sie informieren müssen“.

Lesen Sie jetzt