VfR Sölde schlägt drei Mal zu und verpflichtet ein Aushängeschild aus der Westfalenliga

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Der VfR Sölde hat weitreichende Pläne. Nun hat der Klub drei Transfers für die nächste Saison bekanntgegeben - einer kommt von einem Dortmunder Westfalenligisten.

von Patrick Radtke

Dortmund

, 10.02.2020, 12:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hinrunde war für den VfR Sölde nicht gerade berauschend. Nur 20 Zähler sammelte der Bezirksligist, acht Punkte Vorsprung sind es auf den ersten Abstiegsrang. Dennoch geht der Blick nach oben - zumindest langfristig.

Fynn Krahn (m.) entstammt der Talentschmiede der TSC Eintracht Dortmund.

Fynn Krahn (m.) entstammt der Talentschmiede der TSC Eintracht Dortmund. © Ludewig

Im Jubiläumsjahr 2022 möchte der VfR in der Landesliga spielen, dafür müsste in der kommenden Saison ein Aufstieg her. Der Kader für dieses Unterfangen nimmt immer mehr Form an. Nach zahlreichen Vertragsverlängerungen gibt es nun die ersten drei externen Neuzugänge zu verkünden.

Neuzugang kommt aus der Westfalenliga

Vom Oberligisten Holzwickeder SC wechseln Andreas Heiß und Dominik Loos an den Rosengarten und folgen damit Fabien Joel Garando, der schon in der Winterpause diesen Weg ging. Beide stehen im erweiterten Kader der ersten Mannschaft, spielten in der Hinrunde aber für die Zweitvertretung in der Bezirksliga. Heiß lief vier Mal für die zweite Mannschaft des HSC auf, Loos acht Mal. Beim VfR sollen sie den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Andreas Heiß gehörte beim Holzwickeder SC zum erweiterten Oberliga-Kader.

Andreas Heiß gehörte beim Holzwickeder SC zum erweiterten Oberliga-Kader.

„Wir wollten beide schon zusammen mit Fabien holen“, sagt Söldes Trainer Marco Nagel. „Andreas ist für das Sturmzentrum und die linke Offensivseite vorgesehen. Dominik kann in der Viererkette außen spielen oder auf der Sechs. Da brauchen wir auch ein wenig Konkurrenzkampf, endlich haben wir beide Außenverteidigerpositionen doppelt besetzt“, freut sich Nagel über die jungen Spieler, die laut ihm „extremes Tempo“ mitbringen.

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Ebenfalls ein noch ganz junger Spieler ist Fynn Krahn, der von Westfalia Wickede nach Sölde wechselt. Der 19-Jährige stammt aus der Jugend der TSC Eintracht, in der laufenden Saison spielte er zwölf Mal in der Westfalenliga. „Er ist gelernter Abwehrspieler und möchte sich als Innenverteidiger seinen Platz im Sölder Team erobern“, heißt es auf der Facebookseite des VfR.

Fynn Krahn wechselt von Westfalia Wickede zum VfR Sölde.

Fynn Krahn wechselt von Westfalia Wickede zum VfR Sölde. © VfR Sölde

„Fynn war ein absoluter Wunschspieler von mir“, sagt Nagel. Anfang Dezember habe er sich zum ersten Mal mit dem Innenverteidiger getroffen, der bei der Eintracht in der Jugend schon oft Kapitän war und daher auch Führungsqualitäten mitbringt. „Er wohnt in Hörde, macht seine Ausbildung in Aplerbeck, das ist ein Katzensprung für ihn und von der Fahrtzeit top für ihn.“

VfR Sölde verstärkt sich auch neben dem Platz

Auch neben dem Platz stellt sich der Bezirksligist breiter auf, „um die maximale Leistung und ein ideales leistungsförderndes Umfeld zu schaffen“, wie es auf der Facebookseite heißt. Torwarttrainer Björn Rosigkeit hat seinen Vertrag verlängert und mit Frank Witte kehrt ein alter Bekannter an den Rosengarten zurück.

Trainer Marco Nagel kann sich über mehrere Neuzugänge freuen.

Trainer Marco Nagel kann sich über mehrere Neuzugänge freuen. © Stephan Schuetze

Er trug schon in Jugendzeiten das VfR-Trikot, ehe er bei der SG Wattenscheid 09 aktiv war, jedoch mit nur 23 Jahren Sportinvalide war und seine Karriere beenden musste. Später versuchte er es trotzdem noch einmal beim VfL Schwerte und Westfalia Wickede. Als Trainer war der heute 47-Jährige bei Sölde, Wattenscheid, Wickede und als Scout bei Bayer Leverkusen aktiv.

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„Ich habe mit ihm gemeinsam Wickede II trainiert. Er wird bei uns einmal die Woche beim Training sein und sich um die Spieler kümmern, die verletzt gewesen sind oder die sonntags nicht gespielt haben“, sagt Nagel. Doch damit nicht genug - durch seine Erfahrung bei Bayer Leverkusen ist er auch prädestiniert dafür, die kommenden Gegner zu beobachten.

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