Viertelfinale! Unentschieden-Könige vom SV Westrich träumen weiter vom ganz großen Coup

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Der SV Westrich hat seinem Wintermärchen am ersten Endrundentag in der Helmut-Körnig-Halle ein weiteres Kapitel hinzugefügt und das Viertelfinale erreicht. Pfiffe gab es für die Spielweise.

Dortmund

, 10.01.2020, 22:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ausgangssituation war klar. Der B-Ligist SV Westrich hatte dem Landesligisten Kirchhörder SC im ersten Gruppenspiel ein torloses Unentschieden abgetrotzt. Und weil der Hombrucher SV die Kirchhörder im zweiten Duell der Gruppe 4 mit 4:0 buchstäblich aus der Helmut-Körnig-Halle geschossen hatte - reichte den Westrichern eine Niederlage mit drei Toren Unterschied für den historischen Einzug ins Viertelfinale.

Pfiffe von den Rängen

Von Beginn an ließen die Westricher keinen Zweifel daran, dass sie diese Chance nicht hergeben würden - und taten fürs Spiel einfach mal: Nichts. Und weil auch die Hombrucher schon weiter waren und kein Interesse daran hatten, ins offene Messer zu laufen, gab es erstmals am Freitagabend Pfiffe von den Rängen für die Spielweise des B-Ligisten.

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Die kann man einen absoluten Underdog natürlich nicht vorwerfen - und als sich selbst der Hallensprecher genötigt sah, die beiden Teams daran zu erinnern, dass die Partie bereits begonnen hatte, bewegte sich auch etwas.

Wieczorek schießt den Ausgleich

Zunächst brachte Niklas Orlowski die Hombrucher in Führung, ehe Pascal Wieczorek den B-Ligisten zurück ins Spiel - und vor allem ins Viertelfinale schoss. Denn mehr passierte nicht.

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Und so mausert sich der SV Westrich zum Unentschiedenkönig dieses Turniers. Schon in der Vorrunde schaffte er Remis gegen den Oberligisten ASC 09 Dortmund un den Westfalenligisten BSV Schüren. Nun kam er mit zwei Unentschieden ins Viertelfinale - und trifft dort nun auf den hohen Favoriten TuS Bövinghausen.

„Wollen auch gegen Bövinghausen gewinnen“

„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Wir verlieren das Spiel! Natürlich wollen wir auch das gewinnen“, sagte Westrich-Coach Tobias Ahland hinterher. „Dass sie mit ihrer Qualität eigentlich nicht zu schlagen sind, wissen wir natürlich. Aber wir haben uns heute erstmal die nächste Krone aufgesetzt, weil wir unter den letzten acht Teams in Dortmund stehen.“

Zum taktischen Ballgeschiebe sagte Ahland: „Ich lege sehr viel Wert auf taktische Disziplin und Defensivarbeit - auch wenn das vielleicht für den einen oder anderen nicht ansehnlich aussieht. Aber das war sowohl in der Vor- und Zwischenrunde sowie auch heute unser Schlüssel zum Erfolg.“

Ausgehverbot am Freitagabend

Sein Team hat für den Freitagabend übrigens ein Ausgehverbot bekommen: „Ja, aber ich denke, dass die Jungs das ganz gut selbst einschätzen können. Sie sollen den Erfolg mit den Fans heute genießen und das Feiern wird dann auf morgen vertagt“, so Ahland.

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