Vor Tumulten beim Hörde-Derby: VfL-Stürmer schoss sein Team fast im Alleingang weiter

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In einem turbulenten Derby feierte der VfL Hörde gegen den Hörder SC den Einzug in die Zwischenrunde. Dass das Team überhaupt ins Entscheidungsspiel kam, lag vor allem an einem Spieler.

Dortmund

, 02.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem der VfL Hörde im ersten Vorrunden-Spiel deutlich gegen den FC Brünninghausen verloren hatte, musste in der zweiten Partie in der Halle Renninghausen ein Sieg her. Doch nach wenigen Minuten geriet das Team von Trainer Lukas Lakoma gegen den BSV Fortuna bereits in Rückstand. Dann schlug die Stunde eines VfL-Stürmers.

In der zweiten Hälfte gelang Hördes Kevin Bottenberg per Abstauber der Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff traf der 26-Jährige dann zum viel umjubelten Führungstreffer. Und nur wenige Sekunden später legte er direkt nach und feierte einen Hattrick. „Da war auch mehr oder weniger ein bisschen Glück dabei“, sagte der groß gewachsene Stürmer.

Kevin Bottenberg traf in jedem Spiel für den VfL Hörde

Der zweite Vorrunden-Tag endete für Bottenberg mit einem spektakulären Derby gegen den Hörder SC - inklusive eigenem Tor, Roter Karte für seinen Mitspieler Farid Damoch, Tumulten kurz vor dem Abpfiff und dem Einzug in die nächste Runde. „Das war sehr aufregend“, sagte er nach dem Entscheidungsspiel. Zum Ende der Partie habe bei ihm und einigen Mitspielern die Kraft spürbar nachgelassen. „Das war nur noch Adrenalin und Kampf, was uns zum Sieg gebracht hat“, erklärte er.

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Nach dem Spiel feierte seine Mannschaft ausgelassen das Weiterkommen. Die Freude sei sehr groß gewesen. Denn „wer weiß, wann wir das nächste Mal weiterkommen“. Dass ihm das Spiel in der Halle liegt, konnten die über 600 Zuschauer in der ausverkauften Halle deutlich sehen. Auch in ersten Spiel, beim 3:9 gegen den FC Brünninghausen, hatte Bottenberg sein Team früh in Führung gebracht, ehe der Favorit das Spiel drehte.

„Wir werden uns den Arsch aufreißen“

„In der Halle geht es immer schnell“, sagte er. Damit komme er aber sehr gut zurecht. „Und dadurch, dass ich auch draußen als Stürmer spiele, habe ich sowieso immer einen Zug nach vorne“, erklärte der insgesamt fünf Mal erfolgreiche Stürmer. Auch in der Zwischenrunde will der 26-Jährige weiter treffen.

„Ich möchte so viele Tore schießen wie es geht.“ Doch über allem stehe für ihn das erneute Weiterkommen seines Teams. „Wir hoffen, dass wir unsere Leistung bringen können“, sagte Bottenberg. „Wir werden versuchen, irgendwie weiter zu kommen.“ Dabei hoffte er auch auf machbarere Gegner als in den vergangenen Jahren.

Doch der VfL und sein Fünf-Tore-Mann gehen erneut als Underdog in der Halle Renninghausen an den Start. Mit dem Hombrucher SV (Landesliga) und den SF Brackel (Kreisliga A) trifft Hörde auf zwei höherklassige Mannschaften. Eines versprach Kevin Bottenberg aber bereits bevor er wusste, gegen wen der VfL spielen wird: „Wir werden uns den Arsch aufreißen.“

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