Wegen Coronavirus: Dortmunds größtes Fußballevent fällt aus

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Über 100 Mannschaften, sechs verschiedene Spielorte: Eigentlich sollte in den Osterferien die größte Veranstaltung im Dortmunder Fußball stattfinden. Doch auch sie wurde im Zuge von Corona abgesagt.

Dortmund

, 16.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Freitag entschied sich der Fußball- und Leichtathletik-Verband den gesamten Spielbetrieb bis zum 19. April einzustellen. Deswegen kann auch ein großes Event in Dortmund nicht ausgetragen werden, worauf sich schon viele sehr drauf gefreut hatten.

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Die Rede ist von der Junioren-Hallenstadtmeisterschaften. Hunderte Teams suchen von den Minikickern (G-Jugend) bis zu den A-Junioren ihre Besten. In Vor- und Endrunde sollten die Titelträger gekürt werden. Alles war bereits geplant: Die Gruppen in den jeweiligen Altersklassen standen schon fest: Am 9. März fand die Auslosung statt.

Andreas Edelstein: „Ich denke jedoch, dass man vieles für ein späteres Turnier auch nutzen kann“

„Natürlich ist es schade, dass das Turnier nicht stattfinden kann. Aber angesichts der aktuellen Lage ist die Entscheidung des Verbandes nachvollziehbar“, sagt Andreas Edelstein, Vorsitzender des Kreisjugendauschusses.

Neben den Gruppeneinteilungen wurden auch Eintrittskarten und Medaillen bereits organisiert. „Ich denke jedoch, dass man beide Dinge für ein späteres Turnier auch nutzen kann. Auf die Medaillen müssten dann beispielsweise nur andere Daten drauf“, meint Edelstein.

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Insgesamt sieht er die Kostenfrage „unkritisch“. Aufwendungen, die jetzt entstanden sind, entstehen dann bei einem späteren Turnier nicht mehr. Dann würden die Ausgaben entfallen.

Sechs Gastgeber in diesem Jahr

Edelstein denkt auch, dass die ausrichtenden Vereine bisher kaum Kosten gehabt haben. „Ich denke, die Ausgaben werden kein Loch in die Jugendkasse reißen. Und wenn doch helfen wir als Kreis gerne. Ich denke auch, dass die Ausrichter froh sind, wenn sie in diesen Zeiten kein ehrenamtliches Personal in die Halle schicken müssen.“

In diesem Jahr fungieren der Hörder SC, der Lüner SV, der FC Brünninghausen, die Sportfreunde Brackel 61, Westfalia Huckarde und der DJK SF Nette als Turnierveranstalter.

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Über einen Alternativtermin hat sich sich Vorsitzende des Kreisjugendausschusses auch schon Gedanken gemacht. Hier kommen eventuell die Herbstferien in Frage, da in den Ferien die Sporthallen nicht von den Schulen genutzt werden. „Wir werden mal bei der Stadt anfragen, ob das möglich ist. Aber sicher haben andere Sportarten, die primär in der Halle sind, erstmal Vorrang. Ich denke, wir werden eine Lösung finden.“

Ein Worst-Case-Szenario hat Andreas Edelstein auch schon vor Augen: „Sicher kann es passieren, dass es in diesem Jahr keinen Jugendhallenstadtmeister gibt. Aber selbst wenn: In diesen Zeiten sollten wir andere Prioritäten setzen.“

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