West-Cup: Huckarde schafft Sensation gegen müdes Bövinghausen, das einen Stammspieler verliert

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Der A-Ligist Blau-Weiß Huckarde steht nach dem Halbfinal-Sieg gegen Bövinghausen erstmals im Finale des West-Cups. TuS-Trainer Legat verliert dabei auch noch einen Stammspieler.

Dortmund

, 02.08.2019, 13:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
West-Cup: Huckarde schafft Sensation gegen müdes Bövinghausen, das einen Stammspieler verliert

Thorsten Legat und der TuS Bövinghausen schieden im Halbfinale des West-Cups aus. © Schütze

Der Jubel war groß beim A-Ligisten Blau-Weiß Huckarde. Noch nie zuvor hatte der Klub es beim West-Cup ins Finale geschafft. Und mit Blick auf den Halbfinal-Gegner TuS Bövinghausen standen die Chancen im Vorhinein auch ziemlich schlecht. Vor allem, weil der mit der vollen Kapelle anreiste.

Elfmeter von Juka

Florian Juka, Cihan Yilmaz, Benjamin Teichmöller, Nico Legat, Pjer Radojcic, Ali Abou-Saleh, Sascha Reinholz - sie alle standen auf dem Platz und wurden von Trainer Thorsten Legat angeleitet. Zunächst sah auch alles danach aus, als würde sich der Favorit durchsetzen. Juka brachte den TuS nach per Handelfmeter in Führung (16.): „Das war die erste Aktion und man kann den Elfmeter schon so geben“, sagte Huckardes Trainer Thomas Faust.

Es sollte nicht der letzte für Bövinghausen bleiben. Doch zunächst drehte der A-Ligist auf. Erst traf Fabio Mund-Reyes nach schöner Kombination zum Ausgleich (24.), dann konterte Huckarde nach einem Ballverlust nach eigenem Freistoß an der Mittellinie und Marko Kozul erzielte die überraschende Führung (35.). Kozul hätte kurz darauf sogar auf 3:1 stellen können, doch sein Schuss geriet einen Tick zu hoch.

„Der Kopf war leer“

„Zur Halbzeit war uns klar, dass da jetzt viele Angriffe auf uns einprasseln würden“, sagte Faust, dessen Team sich 15 Minuten lang erfolgreich wehrte, dann allerdings zahlreiche Hochkaräter zuließ, die jedoch entweder vom überragenden Marco Schulz pariert oder leichtfertig vergeben wurden: „Der Kopf war leer, die Beine auch“, versuchte sich Bövinghausen-Coach Thorsten Legat an einer Erklärung, „wir hatten jetzt glaube ich 13 Spiele in 15 Tagen. Ich habe selbst mal Bundesliga gespielt, das schafft keiner.“

Doch sein Team raffte sich noch einmal auf und rettete sich etwas glücklich ins Elfmeterschießen: „Aus meiner Sicht war der unberechtigt, weil das Foul außerhalb des Strafraums begonnen hat und Juka dann hineinfällt“ erzählt Huckarde-Coach Thomas Faust die Szene. Das 2:2 war dann eine sichere Sache für Juka „und dann haben wir uns mit allem was wir hatten ins Elfmeterschießen gerettet.“

Marco Schulz hält drei Elfmeter

Da schlug dann die große Stunde von Marco Schulz, der die ersten drei Bövinghauser Elfmeter alle parieren konnte, während Patrick Fritsche, Dario Obrenovic und Marko Kozuch ihre Elfmeter versenkten. Zwar verschoss auch Fabio Mund-Reyes seinen ersten, der fiel aber dank der starken Paraden von Schulz nicht mehr ins Gewicht. „Wir hatten ein bisschen Hoffnung, weil wir ja wussten, dass Bövinghausen viele Spiele hatte und auch ein, zwei verletzte Spieler“, sagte Thomas Faust, „aber wir haben es super gemacht und sind jetzt natürlich sehr glücklich über den Finaleinzug.“

Auf der anderen Seite war Thorsten Legat einigermaßen bedient: „Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich sicher einige Turniere gecancelt“, sagte der Coach, der am Freitag in Aplerbeck bereits das nächste Halbfinale zu absolvieren hat. Dafür nicht zur Verfügung steht der Brasilianer Viktor Gomes de Lima, der sich laut Legat einen Muskelbündelriss zuzog und sechs bis acht Wochen ausfällt: „Den hatte ich als Stammspieler eingeplant“, sagte Legat. Auch Dino Dzaferoski hatte sich beim Hecker-Cup in Aplerbeck die Mittelhand gebrochen.

„Werden uns nicht verstecken“

Für den Hecker-Cup kündigte Legat aber noch einmal „eine starke Truppe“ an. André Witt und Sebastian Mützel kehren zurück ins Team: „Da werden wir uns nicht verstecken“, so Legat.

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