Westfalia Hombruch, ATV Dorstfeld, OSC Dortmund: Wer ist die Nummer eins im Dortmunder Handball?

Handball-Verbandsliga

Der Kampf um die Vorherrschaft im Dortmunder Handball ist in der Verbandsliga vollem Gange – zumindest mit Blick aufs Tableau. Denn eigentlich sind die drei Trainer sich einig.

Dortmund

, 06.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Hombruch, ATV Dorstfeld, OSC Dortmund: Wer ist die Nummer eins im Dortmunder Handball?

Das Verbandsliga-Derby gegen den ATV Dorstfeld entschied Westfalia Hombruch für sich. © Stephan Schuetze

Hombruch-Trainer Marc Lauritsch hatte das Ziel seines Teams nach dem 25:18-Verbandsliga-Derbysieg am vorletzten Spieltag gegen den ATV Dorstfeld ganz deutlich formuliert: „Wir wollen Dortmunds Nummer eins im Handball werden, gerade wenn der große OSC schwächelt.“

Am vergangenen Wochenende war es dann soweit, durch den Sieg der Hombrucher und die Niederlage der Dorstfelder rangiert die TuS auf Rang sechs der Liga (17:13 Punkte), knapp vor dem ATV (16:14). Für den OSC Dortmund, aktuell abgeschlagen auf Platz elf (11:19), sieht es dagegen düster aus.

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Geht es nach Marc Lauritsch soll diese Konstellation am besten bis zum Saisonende genau so bestehen bleiben. „Wenn wir am Ende immer noch bestes Dortmunder Team wären, wäre das sehr nett“, so der Hombrucher Trainer.

OSC-Trainer Stoschek: „Das interessiert mich überhaupt nicht“

Auch ATV-Trainer Moritz Fuß gibt zu, dass natürlich jeder versuche, die Nummer eins zu sein – aber: „Am Ende geht es für uns als Aufsteiger primär darum, die Klasse zu halten, alles andere ist Beiwerk.“ Aber wer ist für Fuß denn der heißeste Kandidat auf Dortmunds Handball-Thron? „Das“, erklärt Fuß, „ist kompliziert“, jeder Verein habe etwas, was ihn besonders herausstechen lässt. Rein von der Erfahrung her sieht Fuß aber die Hombrucher vorne – Marc Lauritsch wird es freuen.

Und was sagt das Team, das lange an der Spitze des Dortmunder Handballs stand, in den 80ern und 90ern sogar in der Bundesliga spielte, zum Kampf um die Krone im Pott? „Das interessiert mich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht“, erklärt OSC-Trainer Thorsten Stoschek. Schon vor der Saison hatte er auf die Hombrucher als stärksten Dortmunder Verein gesetzt – wieder ein Punkt für Marc Lauritsch.

Thorben Lommel ist in der nächsten Saison Co-Trainer beim OSC

Den OSC-Trainer interessiert in dieser Spielzeit aber etwas ganz anderes: „Ich“, sagt der Dortmunder, „habe schon vor der Saison erklärt, dass es unser Ziel ist, die jungen Spieler an die Verbandsliga ranzuführen.“ Die erfahrenen Spieler sollen laut Stoschek dafür sorgen, dass die Nachwuchskräfte sich in Ruhe entwickeln können. „Das funktioniert leider im Moment nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Der langjährige OSCler denkt aber perspektivisch: Auch in der kommenden Saison will er sein junges Team weiter trainieren und aufbauen, Co-Trainer wird Thorben Lommel sein, „das steht jetzt fest“, erklärt Stoschek und hat damit ein weiteres Fragezeichen für die Zukunft ausradiert.

Auch wenn die Tabellensituation und die Einschätzungen der Trainer im Moment ziemlich deutlich sind – die Saison ist noch lang. Und am Ende bleiben Handball-Dortmund ja immer noch die Derbys.

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