Westfalia Hombruch hilft seiner zweiten Mannschaft: „Das hat oberste Priorität im Verein“

Handball-Landesliga

Durch eine ellenlange Verletzungsliste haben die Handballer von Westfalia Hombruch 2 in der Landesliga Probleme. Jetzt hilft die erste Mannschaft - um am Ziel des Vereins festzuhalten.

Dortmund

, 12.02.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Westfalia Hombruch hilft seiner zweiten Mannschaft: „Das hat oberste Priorität im Verein“

Spielertrainer Patrick Hoffmann (M.) hat mit Westfalia Hombruch 2 arge Personalprobleme. © Ludewig

Für die Verbandsliga-Handballer von Westfalia Hombruch sieht es aktuell rosig aus. Als bestes Dortmunder Team überhaupt stehen die Jungs von Marc Lauritsch auf Platz sechs der Verbandsliga, (17:13 Punkte) und sind in fünf der vergangenen sechs Partien als Sieger vom Platz gegangen. Alles super also bei Hombruchs Handballern – oder? Nicht ganz. Das Kontrastprogramm spielt sich gerade bei der Hombrucher Reserve in der Landesliga ab.

Die Aufsteiger um Spielertrainer Patrick Hoffmann stehen auf Platz zehn (10:22 Punkte) und haben die letzten drei Partien verloren. Das Problem? Die Verletztenliste. Mit Tom Fiedler (Schulter), Julian Bratzke (Schien- und Wadenbeinbruch), Tom Neuhaus (Knie), Yannick Nöh (Fußprobleme), Max Lauber (Rippenbruch) und Philipp Berghoff (Schulter) fehlen wichtige Spieler – und nicht erst seit gestern. Angefangen hatte die Verletztenmisere mit Fiedler schon vor dem Saisonstart.

Westfalia Hombruch will den Abstieg unbedingt verhindern

Patrick Hoffmann selbst hat sich vor kurzem am Daumen verletzt, Jermo Nöltker, der einzige Linkshänder im Team, geht nach der Arbeit noch zur Abendschule und kann seit Anfang des Jahres nur einmal die Woche trainieren.

Düstere Aussichten also bei Westfalias Reserve. Deshalb greift der Verein jetzt zu Gegenmaßnahmen. „Es hat oberste Priorität im Verein, dass die zweite Mannschaft nicht absteigt“, sagt Marc Lauritsch, Trainer der Verbandsliga-Mannschaft. Deshalb wird Lauritsch Spieler aus seinem Team in die zweite Mannschaft abgeben.

Hombrucher wollen Spieler an die Verbandsliga ranführen

Um sich für die Landesliga „freizuspielen“, muss ein Spieler zwei Mal in der Verbandsliga aussetzen. Thorben und Jan Sasse hatten so schon gegen Herdecke in der Landesliga ausgeholfen – alles, damit das Konzept der Westfalia weiterhin aufgeht: Die Hombrucher hatten sich vorgenommen, junge Spieler über die zweite Mannschaft langsam an die Verbandsliga ranzuführen. „Das funktioniert in der Landesliga besser als in der Bezirksliga“, erklärt Hoffmann. Vor seiner Verletzung hatte zum Beispiel Julian Bratzke schon Verbandsligaluft geschnuppert.

Ob neben den Sasse-Brüdern noch weitere Spieler in der zweiten Mannschaft aushelfen werden, werde am Donnerstag beim gemeinsamen Training geklärt. Natürlich seien Spieler aus der Ersten keine Sieggarantie, erklärt Hoffmann, „aber wir erhoffen uns, dass wir so mehr Wechseloptionen haben.“

Wichtig bei allem: Die Verbandsliga-Mannschaft soll natürlich nicht darunter leiden. „Wir müssen jetzt zusehen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, damit wir nicht mehr nach unten gucken müssen“, sagt Marc Lauritsch. Dann könnten auch Spieler abgegeben und das Hombrucher-Konzept so gerettet werden.

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