Wickede darf sich bei Frau Zwahr bedanken: „Wenn sie nein gesagt hätte, hätte ich es nicht gemacht“

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Benedict Zwahr ist zurück. Nachdem er im Winter die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte, folgt er nun dem Ruf der abstiegsbedrohten Westfalia - die sich bei seiner Frau bedanken darf.

Dortmund

, 11.12.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Benedict Zwar hatte sich eigentlich zur Ruhe gesetzt. Aber mit 32 ist man ja noch lange nicht zu alt. Und wenn der Herzensklub ruft, dann hilft man natürlich. So sieht er das jedenfalls.

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Benedict Zwahr, Sie haben nach ihrem Kreuzbandriss ein Jahr gar nicht gespielt. Wie kam es jetzt dazu, dass sie der Westfalia im Abstiegskampf helfen?

Daniel Dukic hat mich so vor zwei, drei Wochen mal auf die Halle angesprochen und dann kam kurz darauf auch schon ein Anruf von Alex Gocke. Wir haben uns dann mal einen Tag getroffen. Und so hat sich das angebahnt.

War Ihnen schnell klar, dass sie sich nochmal zur Verfügung stellen würden?

Ja, so wie die Situation jetzt mit dem Abstiegskampf ist, helfe ich natürlich gerne. Mir geht es gut. Mit der Familie hat sich auch eingespielt.

Sie haben zu Hause ja einiges zu tun...

Ja, vor sechs Wochen kam mein drittes Kind. Aber so langsam ergibt sich das alles so ein bisschen.

Ihre Frau war aber sicher nicht sofort begeistert oder?

Sie hatte vor allem Angst wegen der Verletzung. Aber nach einem Jahr Ruhepause - und ich habe ja jetzt auch noch ein bisschen Zeit - geht das schon. Sie hat gesagt: Wenn ich es will, soll ich’s machen. Sie war aber das wichtigste Kriterium. Wenn sie nein gesagt hätte, dann hätte ich es nicht gemacht.

Wie sehr freuen Sie sich drauf?

Ich bin schon sehr heiß drauf, habe auch schon in die WhatsApp-Gruppe geschrieben, dass das Geschenkeverteilen jetzt vorbei ist (lacht). Damit wir so schnell wie es geht da unten rauskommen.

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Daniel Dukic hat Sie als Führungsspieler geholt. Ist Ihnen bewusst, dass Sie da auf viele junge Leute treffen, die vielleicht auch ein bisschen anders ticken als sie?

Ich habe mir zwei, drei Spiele angeschaut an meinen komplett freien Sonntagen und da natürlich gesehen dass da sehr viel Junge rumlaufen. Aber das war bei mir vor zehn Jahren auch nicht anders, als ich in Wickede angefangen habe. Jetzt nehme ich diese Position gerne an und denke, dass ich den Jungs viel helfen kann.

Wie sieht es gesundheitlich aus?

Das Knie meldet sich gar nicht mehr, klar, ich hatte am Anfang, als ich danach zum ersten Mal wieder gespielt habe, ein bisschen Muskelkater. Aber ich gehe jetzt ein paar Wochen vernünftig ins Training rein. Ich war vor dem Kreuzbandriss im Seniorenbereich auch eigentlich nie wirklich verletzt. Und wenn ich kein Vertrauen in mein Knie hätte, würde ich es nicht machen.

Und in der nicht besonders kniefreundlichen Halle wollen Sie dabei sein?

100prozentig steht das noch nicht fest. Ich werde erstmal mittrainieren, mal schauen, wie sich das anfühlt. Und natürlich werde ich kein Risiko eingehen. Aber Bock auf die Halle ist auf jeden Fall vorhanden.

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