Problem mit Abmelde-Datum: Westfalia Wickede kann endlich auf einen Neuzugang zurückgreifen

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Eigentlich hatte Westfalia Wickede seinen Neuzugang als letztes Puzzleteil vorgestellt, doch gespielt hat er bislang noch keine Sekunde. Der Grund war ein Problem bei der Passstelle.

Dortmund

, 12.11.2019, 09:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er wurde vom ehemaligen Wickeder Sportlichen Leiter Emre Konya als „das Puzzlestück, das uns noch gefehlt hat“, beschrieben, doch spielen durfte er bislang noch keine Sekunde. Ein Problem bei der Passstelle verhinderte einen Einsatz. Doch nun ist die Leidenszeit des 20-Jährigen beendet.

Endlich spielberechtigt

Die Rede ist von Sefa Topcu, dem offensiven Linksaußen, der eigentlich einen Tag vor Ende der Wechselfrist vom Oberligisten ASC 09 Dortmund zu Westfalia Wickede gewechselt war. Damals hieß es, Topcu sei sofort spielberechtigt, weil er in Aplerbeck seit Monaten nicht gespielt habe.

Problem mit Abmelde-Datum: Westfalia Wickede kann endlich auf einen Neuzugang zurückgreifen

Sefa Topcu. © Nils Foltynowicz

Doch bei der Passstelle in Duisburg gab es Unstimmigkeiten. Version 1: Wickede hat Topcu zu spät angemeldet. Version 2: Aplerbeck hat Topcu zu spät abgemeldet. Wie auch immer: Der Leidtragende war der 20-Jährige Angreifer, der zunächst zwar ohnehin noch angeschlagen war, aber seit mittlerweile zwei Monaten voll im Trainingsbetrieb ist.

Sperre läuft am 13. November ab

„Im Nachhinein“, sagt Topcu selbst, „war es vielleicht gar nicht so schlecht. Für mich war es gut, weil ich erstmal einfach nur trainieren konnte, um meine Stärke zurückzuerlangen.“ In zwei Testspielen lief er auf, machte dort einen guten Eindruck. Am 13. November läuft seine Sperre ab.

So gut, dass Trainer Alex Gocke sagt: „Er hilft uns aus dem Stand, macht uns offensiv noch flexibler, ist ein spielintelligenter Bursche und hat einen sehr guten Abschluss.“ Gerade letzteres dürfte angesichts des Chancenwuchers, den die Wickeder in der ersten Halbzeit gegen Brünninghausen an den Tag legten, wichtig sein. Auch Wickedes neuer Sportlicher Leiter Daniel Dukic freut sich: „Jetzt lassen wir ihn endlich von der Leine.“

Heiß auf den ersten Einsatz

Topcu jedenfalls ist heiß auf seinen ersten Einsatz: „Ich bin hungrig, ich will wieder nach oben“, sagt er. Fußballerisch ausgebildet wurde Topcu in Iserlohn, kam über die Stationen SpVgg Nachrodt, ASSV Letmathe und Sportfreunde Oestrich zum BVB, wo er vier Jahre spielte, ab der U17 allerdings kaum noch. Er wechselte nach Wuppertal und dann nach Oberhausen, wo er in der U19 mit neun Toren den ASC auf sich aufmerksam machte: „Das war meine beste Zeit“, sagt Topcu.

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Nach einer soliden Vorbereitung in Aplerbeck zog er sich einen Knöchelbruch zu, später noch einmal einen Bänderriss. Doch die Verletzungen bremsen ihn nun nicht mehr, Topcu ist „bei 70 Prozent“, wie er selbst sagt, „der Rest kommt über die Spiele am Sonntag.“

Sonntag gegen Lennestadt

Am kommenden Sonntag könnte er in Lennestadt auch dank seiner Flexibilität direkt in die Startelf rutschen, Robin Wodniok fällt dagegen mit einem Bänderriss erst einmal aus, auch Christof Tielker und Anil Konya werden nicht mitwirken können: „Ich kann fast überall spielen“, sagt Topcu, „rechts, links, Stürmer, Zehner.“ Ab sofort darf er auch wieder.

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