Westfalia Wickede wartet fast ein Jahr auf einen Liga-Sieg - ein Fakt macht Mut

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Westfalia Wickede hat fast ein Jahr lang kein Meisterschaftsspiel gewonnen. Auch in der laufenden Saison hat es noch nicht geklappt. Ob sich das am Sonntag ändert? Ein Fakt macht dem Verein Mut.

Dortmund

, 25.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Punkteausbeute ist im bisherigen Saisonverlauf überschaubar. Der Fußball-Westfalenligist BV Westfalia Wickede hat aus drei Meisterschaftspartien bislang nur einen Zähler mitgenommen. Beim 2:2 gegen Wanne-Eickel erzielte Wickede ein Remis, in Neheim und in Dröschede verloren die Schwarz-Weißen. Am Sonntag (27. September) unternimmt der BV den nächsten Versuch. Besonders ein Fakt macht dem Klub Mut.

Der SV Sodingen gastiert am Sonntag um 16 Uhr im Pappelstadion am Fränkischen Friedhof. Sodingen hat bislang aus zwei Spielen drei Punkte geholt, dabei den BSV Schüren bezwungen. Zwei Punkte trennen beide Teams bislang. Doch das macht den Wickedern nicht Mut. Vielmehr erinnert sich die Westfalia gerne an ihren letzten Meisterschaftsdreier zurück. Der datiert bereits vom 3. November 2019!

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Die Westfalia war damals beim SV zu Gast und fertigte Sodingen mit einem 6:1-Auswärtserfolg ab. Ein Kantersieg in einer sonst sehr verkorksten vergangenen Saison, die schließlich wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden ist. Wickede - damals akut abstiegsgefährdet - hielt damals die Klasse, weil es wegen des Abbruchs keine Absteiger gab. Nach dem Sodingen-Spiel siegte Wickede in der Meisterschaft kein einziges Mal mehr - bis heute nicht.

Westfalias richtungsweisende Wochen

Das soll sich am Sonntag ändern. Zumindest, wenn es nach den Wickedern geht. Daniel Dukic ist Sportlicher Leiter bei der Westfalia und fordert für Sonntag den ersten Saisonsieg. „Gegen Sodingen sind wir zum Siegen verdammt. Wir wollen den Anschluss halten. Die nächsten drei Spiele sind richtungsweisend für die nächsten Wochen. Wir müssen punkten, egal wie“, sagt Dukic. Nach dem Heimspiel gegen Sodingen trifft die Westfalia zunächst auf Concordia Wiemelhausen, danach auf den BSV Schüren.

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Wirklich unzufrieden ist Dukic mit dem aktuellen Saisonverlauf - von der Punkteausbeute einmal abgesehen - jedoch nicht. Dem Sportlichen Leiter gefällt es, wie seine Mannschaft auftritt. Dukic lobte den Kombinationsfußball seiner Truppe, sprach von „mehreren schönen Ballstafetten“.

„Das Problem ist nur, dass wir das Tor nicht machen. Wir hatten gegen Wanne-Eickel ein Chancenplus, hätten gewinnen können und auch in Dröschede wäre mindestens ein Punkt drin gewesen“, sagt der Wickeder, der von unglücklichen Spielverläufen spricht, in denen seinen Spielern teilweise die Cleverness fehlte.

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In Dröschede habe Westfalia Wickede beispielsweise zu naiv im letzten Drittel vor dem eigenen Tor agiert. „Wir haben zu viele leichte Fouls begangen, die dann zu Freistößen geführt haben. Da müssen wir uns cleverer anstellen. Da helfen auch Videoanalysen“, sagt Dukic, der mit Trainer Marko Schott und seinem Team an jedem Dienstag eine Videoanalyse macht und die vergangenen Partien aufarbeitet.

Für das Spiel am Sonntag hat Dukic übrigens einen Wunsch. Klar, die drei Punkte möchte der Sportliche Leiter der Westfalia ohnehin einsacken. Ein 6:1-Sieg wie im vergangenen Jahr wäre schön für Dukic, dem Wickeder würde aber auch ein 1:0 schon reichen.

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„Auch für einen knappen Sieg kriegt man drei Punkte, die wir gerne mitnehmen. Es wäre schön, wenn wir dann das Tor in der 88. Minute schießen“, sagt Dukic, der sich sogar einen Siegtorschützen vorstellen kann. „Das wäre der Marcel Pietryga. Der hat sich das verdient. Am letzten Sonntag war er nicht so stark, davor hat er aber immer überragende Leistungen gezeigt. Er kann das Tor für sein Selbstbewusstsein gut gebrauchen“, so Dukic, der sich auch für jeden anderen Schützen freuen würde getreu dem Motto: „Hauptsache Schwarz-Weiß gewinnt.“

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