Westrichs Offensivmotor: Eigentlich müssen wir gucken, dass wir die Hütte nicht voll kriegen

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Top-Favorit ASC 09 ist draußen, Underdog SV Westrich mit dabei. Der B-Ligist hat für eine Sensation am ersten Zwischenrunden-Tag gesorgt. Ein Spieler hatte daran besonderen Anteil.

Dortmund

, 04.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Berauscht spielten sie auf, die Jungs aus Westrich. Beflügelt vom frenetischen, lautesten und stimmungsvollen Anhang der Halle Wellinghofen, trotzten die Westricher erst dem Oberligist ASC 09 ein 1:1 ab und sicherten sich im Anschluss sogar den Gruppensieg durch den 2:1-Sieg gegen Bezirksligist VfR Sölde.

Die größte Überraschung der 36. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft war damit perfekt: Top-Favorit ASC 09 war aus dem Turnier, B-Ligist SV Westrich darf vom Einzug in die Endrunde träumen.

Westrichs Offensivmotor: Eigentlich müssen wir gucken, dass wir die Hütte nicht voll kriegen

Feierten eine riesige Party im Block: die Spieler und Fans des SV Westrich. © Stephan Schuetze

Einer, der maßgeblichen Anteil daran hat, ist Marvin Middeldorf. Der Mittelfeldspieler wechselte vor der Saison nach Westrich, initiierte am ersten Zwischenrunden-Tag zahlreiche Offensiv-Aktionen des B-Ligisten und sorgte für den Führungstreffer gegen Aplerbeck.

Herr Middeldorf, hätten Sie mit damit gerechnet vor Beginn der Zwischenrunde?

Absolut nicht. Wir sind in einer Gruppe mit einem Oberligisten, einem Bezirksligisten. Eigentlich müssen wir gucken, dass wir die Hütte nicht voll kriegen. Dass wir mit den Fans im Rücken einiges schaffen können, haben wir letzte Woche schon erlebt. Dass es am Ende der Gruppensieg wird - unbeschreiblich.

Wie haben Sie die beiden Spiele gegen den ASC 09 und den VfR Sölde erlebt?

Ärgerlich war es gegen Aplerbeck mit dem späten Ausgleichstreffer. Nach guten 15 Minuten fehlt dir als B-Ligist einfach die Ausdauer und die Luft. Wie wir gefightet haben, das war unfassbar. Gegen Sölde wussten wir, dass es mindestens genauso schwer wird. Mit der Leistung ist aber noch einiges drin.

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Sie haben ja selbst einen Treffer erzielt. Die Halle scheint Ihnen zu liegen.

Ich fühle mich in der Halle sehr wohl, bin da treffsicherer als draußen. Ich mag es einfach bei so einer Stimmung zu spielen.

Nach vielen Jahren bei Westfalia Huckarde, kam für Sie im vergangenen Sommer der Wechsel nach Westrich. Wie kam es dazu?

Aufgrund des Kreuzbandrisses im November 2018, habe ich mich dazu entschieden, einfach wieder etwas tiefer anzufangen. Ich bin letztens auch Papa geworden, das habe ich dann auch meiner Familie zuliebe getan, damit ich öfters zu Hause sein kann.

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Was zeichnet den Verein SV Westrich denn so aus?

Leidenschaft. Absolute Leidenschaft. Familie. Da ist jeder für den anderen da. So habe ich das noch nie erlebt. In Huckarde war es schon gut, aber in Westrich ist es noch mal ein ganz anderer Stellenwert.

Jetzt kann das Ziel für den zweiten Zwischenrunden-Tag nur noch die Endrunde heißen, oder?

Definitiv. Wenn das klappen sollte, dann steht ganz Westrich Kopf.

Ist der Einzug in die Endrunde überhaupt möglich?

Nach heute ist alles möglich.

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