Wickedes Markus Scherff: „Wiemelhausen haben meine Assists nicht interessiert“

mlzFußball-Westfalenliga

Markus Scherff ist zurück beim BV Westfalia Wickede. Der Offensivspieler wechselt vom Ligakonkurrenten Concordia Wiemelhausen nach Wickede. Dort soll man mit Scherff nicht zufrieden gewesen sein.

Dortmund

, 16.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

12 Tore hat er seinen Mitspielern aufgelegt, dazu einen Elfmeter herausgeholt, den ein Mitspieler verwandelte: Insgesamt 13 Assists steuerte Markus Scherff also in der aktuell unterbrochenen Saison für den Fußball-Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen bei.

Bei insgesamt 41 erzielten Saisonstoren machen die Vorlagen Scherffs einen Anteil von gut 32 Prozent aus. Der 34-Jährige war also etwa an jedem dritten Treffer des momentanen Tabellensechsten beteiligt. Dennoch entschied sich die Concordia nicht für eine Vertragsverlängerung. Scherff wechselt - zu Westfalia Wickede.

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„Ich bin mit dem Verein im Guten auseinandergegangen, aber meine Vorlagen haben Wiemelhausen nicht interessiert. Der Verein hat sich mehr Tore von mir versprochen. Aber ich bin Mittelfeldspieler und kein Stürmer“, sagt Scherff, dem in 17 Partien kein Treffer glückte. Daneben spiele laut Scherff auch Geld eine Rolle, weshalb der Verein mit dem 34-Jährigen nicht verlängerte.

Westfalenliga oder Kreisliga?

Scherff musste also umdenken. Der frühere Kicker des BV Westfalia Wickede und des Kirchhörder SC stellte sich mehr und mehr die Frage, ob er noch einmal das Abenteuer Westfalenliga antrete oder lieber weniger ambitioniert in der Kreisliga kicken wolle. Die Entscheidung fiel relativ schnell.

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„Ich kann mich noch nicht damit anfreunden, in den tieferen Ligen zu spielen. Ich merke zwar, dass es für meinen Körper schon anstrengender wird, aber es reicht trotzdem noch. Ich renne den Gegenspielern ja nicht hinterher“, gibt sich Scherff selbstbewusst.

Kontakt zu Wickede riss nie ab

Den Kontakt zu Westfalia Wickede hat Scherff nach seiner dreijährigen Zeit bei der Westfalia - er kickte von 2014 bis 2017 beim BV - nie abreißen lassen. Scherff habe durch seine Wickeder Zeit extrem viele Freunde und Bekannte gefunden - dazu zählt unter anderem auch Kapitän Anil Konya. „Wir haben vieles zusammen durchgemacht, gefeiert und geweint. Wir wollten auch gerne nochmal zusammenspielen“, sagt Scherff, der sich beispielsweise im Jahre 2015 einen Kreuzbandriss bei der Westfalia zuzog.

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Durch ein Gespräch mit Wickede-Coach Marko Schott, den Scherff auf der Arbeit traf (Scherff ist Innendienstleister Premio Reifen- und Autoservice, Anm. d. Red.), kam richtig Bewegung in die Sache. „Schotti (Spitzname Marko Schott, Anm. d. Red.) hat mich dann noch einmal angerufen und gefragt, ob ich mir den Wechsel nach Wickede vorstellen könnte. Ich muss sagen, ich habe mich in Wickede immer wohlgefühlt und wollte auch noch einmal Westfalenliga-Fußball spielen“, sagt Scherff, dem auch Angebote vom FC Iserlohn und von der Spielvereinigung Hagen 11 vorlagen.

Angebot aus Wickede angenommen

Schließlich hat sich Markus Scherff aber dann für das Angebot entschieden, das ihm Daniel Dukic, Sportlicher Leiter der Wickeder, vorgelegt hat. Bei der Westfalia will der 34-Jährige, der im zentralen Mittelfeld auf der Zehn, Acht oder Sechs spielen kann, mit seiner Erfahrung weiterhelfen. „Ich möchte mit vielen Vorlagen zum Erfolg beitragen, muss aber auch wieder mehr an mich denken und selbst aufs Tor schießen“, sagt Scherff, der sich selbst nicht als Zweikampfmonster sieht, aber dennoch für junge Spieler mit die Richtung vorgeben möchte.

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„Mit Anil Konya haben wir ja einen extremen Lautsprecher auf dem Platz. Ich möchte im vorderen Bereich durch viel Ballbesitz und viele Freistöße dafür sorgen, dass sich die jungen Leute mehr entfalten können“, so der neue Wickeder, der sich schon auf die kommende Spielzeit freut - wann auch immer diese beginnen wird.

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