Wilkes letzter Anpfiff: BVB-Frauen gastieren in Weibern

2. Handball-Bundesliga

Noch einmal, ein letztes Mal, gibt Gustl Wilke die Lösung vor, und sie klingt so einfach. „Wir wollen die Saison mit einem Sieg abschließen, punktum“, sagt der Trainer der Handballerinnen von Borussia Dortmund.

DORTMUND

14.04.2011, 22:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wieder am Ball: Die Borussin Hanna Vietz.

Wieder am Ball: Die Borussin Hanna Vietz.

 Eigentlich hat das Spiel der Tabellennachbarn nur noch statistischen Wert, es geht um Platz sechs oder sieben, beide Plätze reichen, um sich in der nächsten Saison für die eingleisige 2. Bundesliga zu qualifizieren. Doch neben dem Imagefaktor setzt Wilke auf einen ganz anderen Trumpf: Die Mannschaft habe sich mächtig über das 29:30 am letzten Samstag gegen den TV Nellingen geärgert, „sie hat soviel investiert und stand dann mit leeren Händen da“. Das soll am Samstag anders werden, manchmal hilft ja auch eine gute Portion Trotz. Und Gustl Wilke wäre nicht Gustl Wilke, wenn er sich nicht in den letzten Tagen noch einmal ganz intensiv die verlorene Partie gegen Nellingen auf Video angesehen hätte. „Wir hätten die Partie eigentlich gewinnen müssen“, meint der BVB-Trainer, „aber wir wollen uns nicht ärgern“.

Soll er eigentlich auch nicht, schließlich ist es unwiderruflich sein letzter Einsatz auf der Trainerbank. Nach den Erfahrungen des letzten Heimspiels dürfte es diesmal zum endgültigen Abschied etwas geschäftsmäßiger ablaufen. „Das war schon sehr emotional“, erinnert sich der 66-Jährige an die Geschehnisse letzten Samstag in der Halle Wellinghofen. Normal gebe es bei Männern ja einfach mal so eine „Pulle Schnaps“, aber Frauen, so meint er augenzwinkernd, „haben eben einfach mehr Gespür“. Es war wichtig für ihn, ohne Zweifel, „wenn man so geht, dann hat es sich gelohnt“. Und damit auch schon wieder genug der schönen Erinnerungen, am Samstag geht es noch einmal um zwei Punkte. Und Wilke ist mitten in seinem Element, wenn er erzählt, dass Hannah Vietz wieder fit ist, „dann müssen wir Dagmara Kowalska nicht erneut am Kreis opfern“. Und damit könnte die Losung in Erfüllung gehen. 

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