Youssoufa Moukoko spielt auch gegen Oberhausen die Rolle des Erlösers - Sonderlob für BVB-Talent

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Die U19 von Borussia Dortmund hat sich mit einem Last-Minute-Sieg in der Spitzengruppe der Bundesliga festgebissen. Erlöser in der Nachspielzeit war wieder einmal der 14-jährige Youssoufa Moukoko.

Dortmund

, 29.09.2019, 16:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Youssoufa Moukoko rührte in seiner Hand, wie das der eine oder andere Fußballstar heutzutage nach Toren eben so tut. Das Rezept des 14-Jährigen schmeckte der U19 von Borussia Dortmund am Samstagvormittag bei Rot-Weiß Oberhausen erst im Abgang – dafür aber ganz hervorragend. In der Nachspielzeit sicherte Moukoko dem BVB den 3:2-Sieg (2:1).

Sein Trainer stand an der Seitenlinie und freute sich mit seinem Team: „Der Jubel war riesengroß“, sagte Michael Skibbe, „das sind ja schon besondere Siege in letzter Minute, wo die zwei Punkte fast schon weg sind. Das war dann schon eine Erlösung.“

BVB hadert mit schlechter Chancenverwertung

Dass es soweit überhaupt kommen musste, lag zwar auch an frechen Oberhausenern – vor allem aber an der Chancenverwertung des BVB: „Wir hatten eine ganze Reihe von Hochkarätern“, sagte Skibbe, der vor allem in der ersten Halbzeit einen dominanten Auftritt seiner Mannschaft sah: „Da war die Partie trotz des Gegentreffers sehr einseitig“, sagte Skibbe.

Moukoko selbst öffnete das Spiel nach 18 Minuten mit seinem sehenswerten 14. Saisontor, nahm einen halbhohen Pass von Startelf-Debütant Albin Thaqi auf, drehte sich und schickte den Ball aus 16 Metern ins Eck – alles in einer Bewegung: „Das hat er schon toll gemacht“, sagte Skibbe, der den beiden Protagonisten des ersten Tores hinterher ein Sonderlob aussprach.

Moukoko muss behandelt werden

Dabei musste Moukoko schon nach zehn Minuten eine Schrecksekunde überstehen, als er nach einem Foul länger behandelt werden musste: „Ihr könnt mir wehtun, wie ihr möchtet, aber ich werde immer wieder aufstehen und weitermachen“, kommentierte er die Szene später auf seinem Instagram-Account.

Doch auch seine Teamkollegen hatten in der ersten Halbzeit noch etwas zu zeigen. Erst scheiterte Immanuel Pherai an RWO-Keeper Jona Scholz (22.), kurz vor der Pause wurde der Niederländer dann im Strafraum gelegt: Alaa Bakir nutzte die Chance zum Halbzeitstand von 2:1 (41.), nachdem die Oberhausener zuvor etwas glücklich zum Ausgleich gekommen waren (32.).

BVB verliert in Durchgang zwei den Faden

„In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden dann ein bisschen verloren“, resümierte Skibbe. Die Oberhausener waren plötzlich viel besser in der Partie, kamen zu Halbchancen und schließlich nach einer Ecke sogar zum Ausgleich (59.). „Doch danach war der unbedingte Wille da“, sagte Skibbe, „vor allem in den letzten 15 Minuten haben die Jungs das Tor mit dem Mut der Verzweiflung berannt.“

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Richtig klare Aktionen gab es zwar nicht, das war hinterher aber egal, weil es ja jene in der 92. Minute gab, in der Moukoko mit Saisontor Nummer 15 im siebten Ligaspiel mal wieder den Unterschied ausmachte. „Verdient war es auf jeden Fall“, sagte Skibbe, „am Ende drohte halt ein bisschen die Zeit davonzulaufen.“

Erst Prag, dann Schalke

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Viel davon hat sein Team nun auch nicht, am Mittwoch steht die Partie in der Youth League bei Sparta Prag an, am 20. Oktober* kommt es dann in Brackel zum Revierderby gegen schon mit vier Punkten Rückstand einen Platz hinter dem BVB auf Rang fünf rangierende Schalker.

Das Skibbe-Team hat durch den Last-Minute-Sieg und nun 15 Punkten den Anschluss an die Spitzengruppe aus Köln (19), Düsseldorf (16) und Mönchengladbach (16) gehalten.

*In einer vorherigen Version hieß es, das Spiel findet am kommenden Sonntag statt.

BVB U19: Schönnenbeck - Terzi (57. Böhmer), Ferjani, Knoop, Göckan (46. Göckan) - Thaqi (88. Rauch), Pherai, Bakir, Reyna, Knauff (71. Hetemi) - Moukoko
Tore: 0:1 Moukoko (18.), 1:1 Surmanski (32.), 1:2 Bakir (41.), 2:2 Overfeld (59.), 2:3 Moukoko (90.+2)
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