"Zentrum der Arbeit" - Volker Rieske und Daniel Rios im Interview

Die Dortmunder Klubs

Vier Jahre lang hörte Daniel Rios in Weddinghofen als Spieler seinem Trainer Volker Rieske zu. Manchmal aber, erklärt Rieske, holte der Coach gerne auch die Meinung seines Kapitäns ein.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 08.10.2011, 09:30 Uhr / Lesedauer: 3 min
Eine kurze Erfrischung, und schon wartet das nächste Westfalenliga-Derby auf Marcel Greig und seinen FCB,.

Eine kurze Erfrischung, und schon wartet das nächste Westfalenliga-Derby auf Marcel Greig und seinen FCB,.

Er mag ja auf andere ernst wirken, wir aber hatten mit ihm viel Spaß. Seinen eigenen Humor sollten die Spieler kennen. Er sagte immer über seine aktive Zeit: Ich hatte immer die Nummer zwei, weil die eins ja der Torwart tragen musste.

Er war mein Zentrum der Arbeit. Schreiben Sie das bitte auch so. Aber als Typ war er schon immer sehr wichtig. Er hatte ein gutes Auge, erkannte Situationen, so dass ich immer Wert auf seine Meinung legte. Daher traue ich ihm den Trainerjob auch zu.

Ich hatte mich als Spieler schon immer für die verschiedenen Trainingsarten interessiert. Volker arbeitet viel mit dem Ball, was ich auch mache. Mir sind Passformen wichtiger als ihm. Über ihn lässt sich jedoch sagen, er macht alles für den Erfolg, ob das nun populär ist oder nicht.

Ich glaube nicht. Wenn Volker glaubt, dass er mit dieser Variante besser fährt, hat er seine Gründe. Für unser Spielermaterial aber ist die Viererkette die einzig wahre Variante.

Ich schließe sie ja gar nicht aus. Als Eving-Trainer würde ich sie vielleicht auch anwenden. Und wenn unsere verletzten Spieler fit sind, wechseln wir vielleicht auch zurück. Ich halte von den neumodischen Floskeln wie ’gegen den Ball arbeiten‘ nichts. Wir arbeiten immer für den Ball. Und wir spielen auch nicht mit Raute, Kegel oder Parallelogramm, sondern mit einer Dreierkette und vier defensiven Mittelfeldspielern davor.

Ja, klar! Volker nahm nie ein Blatt vor den Mund. Er hat einfach eine klare Vorstellung. Mir hat immer gut getan, dass er seine Leistungsträger hervorhebt. Allerdings muss ich sagen: Wenn es nicht läuft, nimmt er sie auch klar in die Verantwortung. Das ist der Preis. Auf der anderen Seite kannte ich es aus den höheren Ligen zuvor nicht, dass ein Trainer so gesellig ist. Er geht auf die Leute zu, weil er sich für sie interessiert.

Er hält hochkarätige Leute zusammen. Das höre ich immer wieder, wenn ich Evinger Spieler mal treffe. Er hat ein gutes Gefühl dafür, wie er die Leute anzupacken hat.

Eigentlich beschäftigen wir uns beide in erster Linie mit unseren Teams. Doch wie in Brünninghausen, da bin ich mir sicher, wirkt sich auch in Eving der Ausfall mehrerer Leistungsträger deutlich aus.

Um Brünninghausen zu schlagen, müssen wir sie ans Laufen kriegen. Sie spielen gegen den Mann, wir müssen da Tempo vorlegen. Zudem müssen wir Denis Boutagrat und Dominik Behrend die Lust am Spiel nehmen und gegnerische Standards vermeiden.

Indem wir wie der FCB spielen. Im Ernst: Ich glaube, beide Teams wollen Ihre Qualität durchbringen. Wir vertrauen jedenfalls unseren, dann sehen wir weiter.

Sag niemals nie. Nein, war ein Witz. Mein Knie hält das nicht durch. Aber unter mir kann Volker ja auch nicht mehr spielen. Leider! Ich wüsste, er wäre ein absolutes Vorbild an Einsatz. Vielleicht hätte ich ihm am Ball etwas zeigen können.

Definitiv ja. Das ist – unabhängig des Resultates – Pflicht.

Bevor er überhaupt die Einladung aussprechen kann, hat er schon das erste Pils von mir in der Hand.

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