Zum Abschied noch ein überraschender Aufstieg: Jubel beim ASC 09 Dortmund

Handball-Oberliga

Der Rückzug der Meldung des HC Rödertal II lässt den Traum für die Frauen des ASC 09 Dortmund und ihres scheidenden Trainers Tobias Genau doch noch in Erfüllung gehen.

Dortmund

, 20.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie schon beim überraschenden Gewinn des Stadtmeistertitels im Finale gegen die favorisierte zweite Garnitur des BVB dürfen die Oberliga-Handballerinnen des ASC 09 nun auch noch über den Aufstieg in die 3. Liga jubeln.

Wie schon beim überraschenden Gewinn des Stadtmeistertitels im Finale gegen die favorisierte zweite Garnitur des BVB dürfen die Oberliga-Handballerinnen des ASC 09 nun auch noch über den Aufstieg in die 3. Liga jubeln. © Ludewig

Nun hat es doch noch geklappt. Die Handballerinnen des ASC 09 Dortmund starten kommende Saison nach einem durch die Coronavirus-Pandemie bedingten dreimonatigen emotionalen Auf und Ab in der dritten Liga.

Die erlösende Nachricht flatterte Abteilungsleiter Frank Fligge Mittwochabend auf den Tisch. „Wir bestätigen die Aufnahme des ASC 09 Dortmund in die 3. Liga der Frauen im Spieljahr 2020/21“, ließ die Drittliga-Spielkommission über den DHB verlautbaren. Grundlage der Aufstiegs-Botschaft war die Meldungsrücknahme des HC Rödertal II. Damit ging für die Mädels um ihren scheidenden Trainer Tobias Genau, zukünftig für den Männer-Verbandsligisten HVE Villigist/Erste verantwortlich, auf den letzten Drücker als erster der verbleibenden vom DHB bestimmten Nachrücker doch noch der gehegte Traum in Erfüllung.

Maren Rynas und Vivien Busse überbrachten die Aufstiegs-Nachricht

Bei Saisonabbruch Anfang März wurde der ASC vom westfälischen Verband über die Quotientenregel bei vier Punkten Rückstand zum Spitzenreiter PSV Recklinghausen als Oberliga-Zweiter eingeordnet. Beim Übergang auf die Bundes-Spielebene konnte keine Aufstiegs-Wildcard ausgestellt werden. Der DHB, der das Kontingent an Drittliga-Teams durch die Gegebenheiten von 48 auf 60 erhöhte, entwickelte zu den elf Regelaufsteigern eine Nachrückerliste. Auf der fand sich der ASC auf Rang vier wieder. Der HC Rostock, SV GW Schwerin und der TSV Meiningen durften das Aufstiegsticket lösen. Im Dortmunder Süden musste man sich gedulden. Es blieb die winzige Chance auf einen Melderückzug bis zum 30. Juni. Die erfüllte sich nun durch den Rödertaler Verzicht.

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Entsprechend groß war die Freude beim Donnerstag-Training. Fligge hatte die Spielführerinnen Maren Rynas und Vivien Busse eingeweiht. Die überbrachten die Nachricht während der Übungseinheit. Für Kaltgetränke war gesorgt. Es durfte nach zuvor drei vergeblichen Anläufen gefeiert werden. Eingeweiht und anwesend war auch der „alte“ Coach Genau, den es schließlich mit der obligatorischen und kräftigen Sektdusche erwischte. „Natürlich ist uns bewusst, dass die dritte Liga sportlich eine riesige Herausforderung wird. Das Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, befand Fligge, der eine große Chance sieht, die Position im Dortmunder Frauen-Handball hinter dem BVB auszubauen und den ASC für junge Talente noch attraktiver werden zu lassen.

Ungeachtet der Entwicklung war in den Planungen ligaunabhängig verfahren worden. So oder so stand der Kader von Trainer Dirk Niedergriese, der zuvor Genau assistierte. Allerdings wurde der neue Mann am Regiepult kurzfristig noch von einer Personalie überrascht. Rückraumspielerin Leonie Schmitz wechselt kurzfristig zum Zweitligisten TVB Wuppertal. Deshalb werden die ASC-Verantwortlichen alles daran setzen, personell noch einmal nachzulegen. Ansonsten heißt es abwarten, wann es losgeht und welcher der vier Staffeln man zugeordnet wird. Normal sollte es die Westgruppe mit dem Lokalrivalen BVB II sowie den Nachbarn PSV Recklinghausen und Köngsborner SV sein. Für Attraktivität wäre gesorgt.

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