Zwei Eigengewächse hatten Angebote vorliegen - sie sagten dem BVB ab

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Sechs U19-Spieler verlassen den BVB. Zwei davon hatten einen Vertrag vorliegen, lehnten aber ab. Borussia Dortmund hält sich mit Aussagen darüber zurück. Nur die Berater sprechen.

Dortmund

, 23.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jahr für Jahr werden U19-Akteure des BVB in die hauseigene U23 befördert. Diesmal sind es deren zwei im hochveranlagten, technisch hervorragenden Offensivspieler Alaa Bakir und Außenverteidiger Malte Wengerowski. Sechs weitere haben dem Verein inzwischen ihren Rücken zugekehrt. Manche freiwillig, andere zwangsweise.

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Vier von ihnen nämlich wurde nach Informationen der Ruhr Nachrichten kein neuer Vertrag angeboten. Felix Schlüsselburg ist sich bereits mit Rot-Weiß Essen einig geworden. Die Ziele von Torwart Dominik Schönnenbeck und den Defensivakteuren Emir Terzi, Niclas Knoop und Mert Göckan sind derweil noch unbekannt.

Angebote abgelehnt

Rheda Khadra und Ramzi Ferjani, die in der Runde 2019/2020 schon U23-Luft schnuppern durften, hatten Arbeitspapiere vorliegen, sie entschieden sich allerdings gegen eine Verlängerung – und einen Aufenthalt bei der Regionalliga-Auswahl des BVB. Während sich die Borussia mit Statements dazu zurückhält, sprechen ihre Berater.

Auf die Frage, ob der angebotene Vertrag des BVB für seinen Mandanten Ferjani eine Option gewesen sei, antwortet Thorsten Weck vielsagend: „Haben wir unterschrieben?“ Noch kann Ferjanis Karrierebegleiter keinen neuen Verein präsentieren. Er sei allerdings guter Dinge, einen passenden Klub für den 19-Jährigen zu finden.

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Khadras Anvertrauter Antonio Ortega Suarez ist im Gespräch mit dieser Redaktion schon auskunftsfreudiger. Er geht davon aus, dass sein Schützling „in vielleicht ein, zwei Wochen“ einen neuen Verein gefunden habe, sagt er. Khadra werde ganz sicher innerhalb Deutschlands den Arbeitgeber wechseln.

Khadra sah sich nicht in der U23

Warum es beim BVB nicht weitergegangen sei? „Rheda hatte ein Angebot vorliegen, das stimmt“, sagt der Berater. Der 19-Jährige habe allerdings den Eindruck gewonnen, „nicht so wichtig zu sein“ für die Dortmunder Verantwortlichen. Von der Offerte seien sie „nicht überzeugt“ gewesen, sahen deshalb davon ab, ihre Zusage zu erteilen.

Khadra sei bei der Borussia gut gefördert worden, wolle nun aber eine andere Herausforderung annehmen. Bei der U23 habe er sich nicht gesehen. In dieser Frage herrscht jetzt Klarheit.

Ungewiss bleibt derweil, was mit Immanuel Pherai passiert. Mit dem 19-jährigen Mittelfeldmann, bis vor Kurzem von Mino Raiola beraten, wird nicht für die U23 geplant. Fraglich ist, ob sich der Niederländer in der kommenden Spielzeit im Dunstkreis der Profis aufhalten soll - oder ob er den Verein verlässt. Pherais Vertrag gilt bis Sommer 2021.

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