„Ich hoffe nicht, dass die Zahlen nach den Ferien noch einmal steigen und man plötzlich wieder umplanen muss.“ Der Sportliche Leiter eines Fröndenberger Vereins mahnt seine Mitmenschen weiterhin zur Vorsicht. © dpa
Fußball

Sommerurlaub könnte für Fußballer noch zum Problem werden

Der Saisonstart ist auf Ende August gelegt worden. Für einen Sportlichen Leiter eines Fröndenberger Klubs könnten aber die Urlaubsrückkehrer noch zu einem echten Problem werden.

Der FLVW hat den heimischen Fußballvereinen ein wenig Planungssicherheit gegeben. Der Saisonstart ist mit dem 29. August 2021 zwei Wochen später terminiert, als die allermeisten erwartet haben. Die Meinungen bei den Fröndenberger Fußballern dazu sind gemischt. Die Hoffnung, dass die Impfungen eine mögliche vierte Welle verhindern und somit endlich wieder eine reguläre Saison durchgeführt werden kann, stehen den Urlaubsrückkehrern gegenüber.

Der Sommerurlaub könnte laut Bausenhagens Uli Neuhaus noch zum Problem werden. „Ich hoffe nicht, dass die Zahlen nach den Ferien noch einmal steigen und man plötzlich wieder umplanen muss. Wir müssen alle weiterhin aufpassen“, mahnt Neuhaus seine Mitmenschen zur Vorsicht.

Fußball-Geräusche lassen Stefan Kortmanns Herz höher schlagen

SC Fröndenberg-Hohenheides Trainer Sedar Sener setzt hingegen voll auf die Impfung und glaubt nicht, dass der Urlaub dem Saisonstart noch einen Strich durch die Rechnung machen wird. „Die Impfkampagnen sind in vielen Ländern schon weit fortgeschritten, sodass ich nicht glaube, dass das ein Problem darstellen wird. Die Menschen werden schon nicht so verantwortungslos sein und sich an die vorhandenen Regeln halten. Wir haben in den letzten Monaten gemerkt, wie die Konsequenzen ansonsten aussehen“, freut sich Sener in erster Linie, dass es wieder losgeht.

Die Freude über den Re-Start ist bei allen Verantwortlichen groß. „Alleine die Sounds, wenn man gegen einen Ball tritt oder ein Schuss gegen den Fangzaun donnert sind momentan eine wahre Freude“, lässt Langschedes Trainer Stefan Kortmann in sein Gemüt blicken. Der SVL trainiert, wie die meisten Fröndenberger Vereine, momentan nur locker einmal die Woche. Ab Juli soll dann die richtige Vorbereitung starten. „Die zwei Wochen extra werden uns sicherlich allen guttun. In den letzten Monaten haben unsere Spieler maximal an ihrer Kondition gearbeitet. Taktische Aspekte des Fußballs müssen nun wieder erarbeitet werden, das braucht Zeit“, freut sich Kortmann über die etwas längere Vorbereitung.

Langschede-Coach Stefan Kortmann hat kein Verständnis dafür, dass der FLVW unbedingt eine Saisonwertung hinbekommen will. © Teimann © Teimann

Bausenhagens Uli Neuhaus stößt ins selbe Horn: „Man sollte die Verletzungsgefahr nicht aus dem Blick verlieren. Die Jungs hatten jetzt eine sehr lange Pause. Die Defizite, die sich dadurch aufgebaut haben, muss man langsam wieder aufholen. Da tun zwei Wochen mehr sicherlich gut“, findet Neuhaus die Verlängerung der Vorbereitung ebenfalls richtig.

Adrian Ruzok ist vom späteren Saisonstart nicht gänzlich überzeugt

Frömerns neuer und alter Trainer Adrian Ruzok ist da eher etwas zwiegespalten: „Die Inzidenzwerte sind allesamt im Sinkflug. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass wir schon eher wieder in den Meisterschaftsbetrieb starten könnten. Insgesamt überwiegt aber trotzdem die Vorfreude darauf, dass es endlich losgeht und wir die Saison nun hoffentlich durchziehen können“, so die Einschätzung Ruzoks.

Dass man in Bausenhagen die zwei Wochen dazu nutzen könnte, um – ähnlich wie in anderen Vereinen – die große Anzahl an Neuzugängen zu integrieren, ist sicherlich nicht notwendig. „Ich denke, wir kennen uns alle schon ziemlich gut und werden unseren Rückkehrer und einzigen Neuzugang Sebastian Andree problemlos integriert bekommen“, sagt Uli Neuhaus mit einem Schmunzeln. „Was in den Kreisligen aber momentan auf dem Transfermarkt los ist, ist schon der absolute Wahnsinn. Ich bin froh, dass es bei uns ruhiger zugeht“, blickt Neuhaus über die Grenzen Bausenhagens hinaus.

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