Als vier von 184 Finishern ergatterten die Sportler des VfL Fröndenberg die Megamarsch-Medaillen. © sportfotograf.com
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VfL-Cracks bewältigen mit „Mega-Teamgeist“ die 100 Kilometer

Ein Quartett des VfL Fröndenberg bewies jetzt ordentlich Durchhaltevermögen. Gemeinsam bewältigten die vier Sportler den 100-Kilometer-Megamarsch im durch das Ruhrgebiet.

Am vergangenen Wochenende wanderten Adam Fabian, Iris Hohmeyer, Michael Fobbe und Tino Brunetti vom VfL Fröndenberg erfolgreich den Megamarsch Ruhrgebiet. Megamarsch – das bedeutet 100 Kilometer in 24 Stunden.

Bis Adam Fabian Ende April mit dieser Idee um die Ecke kam, hatte sich noch keiner der vier mit diesem Event beschäftigt. Trotzdem war recht schnell klar, dass das gesamte Quartett mitmachen würde. „Wir waren da zunächst etwas naiv, haben gedacht, als erfahrene Ausdauerläufer schaffen wir so eine Wanderung recht entspannt“, erinnern sich die Sportler.

Aber nach den ersten längeren Trainingswanderungen von rund 50 Kilometern war klar, dass das Unterfangen Megamarsch Ruhrgebiet so einfach nicht werden würde. Also wurde regelmäßig rund um die Heimatstadt weiter trainiert – und alles getestet, was getestet werden musste: Schuhe, Socken, Verpflegung, Rucksack, Beleuchtung.

340 Teilnehmer starteten in Lütgendortmund

Und dann war endlich der große Tag da. Start war am Samstagmittag in Lütgendortmund. Von dort aus ging es Richtung Syburg, Schwerte, Lichtendorf, Sölde, Aplerbeck, Lünen, Waltrop und zurück nach Lütgendortmund. Die insgesamt 340 Teilnehmer starteten Corona-konform zeitversetzt in kleinen Gruppen. Nach etwa 20 Kilometern wurde an der ersten Verpflegungsstation am Hengsteysee eine erste Pause eingelegt.

Hier und an drei weiteren Verpflegungsstationen, die alle im Abstand von etwa 20 Kilometern aufgebaut waren, wurden die Wanderer mit Brötchen, Wasser, Tee und vielen anderen Leckereien versorgt. „Die freiwilligen Helfer waren alle wahnsinnig freundlich und sehr darum bemüht, den Teilnehmern zu einer entspannten Pause zu verhelfen“, berichten die vier Fröndenberger.

Auch zur Halbzeit hatten die vier VfL-Cracks noch ein Lächeln auf den Lippen. © Privat © Privat

Von Station zu Station wurde das Feld dünner. Obwohl die Strecke vorher bekannt gegeben wurde, und sich Adam, Iris, Michael und Tino damit beschäftigt hatten, hatte das Streckenprofil sie doch etwas überrascht. Die Steigungen waren nicht ohne. Insgesamt war die Strecke bemerkenswert grün und führte durch sehr viele Wälder – was die Nacht dann noch ein bisschen dunkler machte.

Aber so war auch der Kopf gefordert und die Müdigkeit konnte verdrängt werden. Nach 80 Kilometern wurde es dann aber für alle schwer. Bei der letzten Verpflegungsstation in einer Reithalle war es auffällig still. „Wir haben zwei in unserem Wanderteam, die immer das Bedürfnis haben, alle Wörter zu verbrauchen. Selbst die beiden waren erstaunlich still“, sagen die vier lachend.

Persönlicher Support durch Heike

Zu diesem Zeitpunkt wussten sie aber auch, dass sie es schaffen können. Nach dem Megamarsch-Motto „Dein Köper kann alles. Es ist nur dein Gehirn, das Du überzeugen musst“, machten sie sich auf die letzten 20 Kilometer. Noch einmal ein paar Kilometer Wald, dann ging die Sonne auf und das Ziel rückte in greifbare Nähe. Mit der Sonne kam auch Heike, die persönliche Supporterin, zurück. Heike hatte schon am Abend immer mal wieder irgendwo gestanden und die vier Wanderer mit Erfrischungen und lieben Worten unterstützt. Und so hat sie es auch am Morgen fortgesetzt.

„Auf den letzten zehn Kilometern wurden wir schon recht langsam, aber wir wussten, gemeinsam schaffen wir das. Teamgeist motiviert“, berichtet Michael Fobbe, der normalerweise die Läufer des VfL Fröndenberg trainiert.

Die Emotionen im Ziel waren unbeschreiblich. Nach 21 Stunden (davon 19,5 Stunden reine Wanderzeit) erschöpft wie noch nie, aber auch glücklich und stolz wie noch nie zu den 184 Finishern zu zählen und die begehrte Finisher-Medaille in den Händen zu halten.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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