Die U23 des Holzwickeder SC zeigte gegen Königsborn eine tolle Moral und gab sich selbst beim Stand von 0:4 nicht auf. © Schürmann
Fußball

Acht Tore, drei Elfmeter: Holzwickeder U23 und Königsborner SV liefern sich packendes Derby

Die Zuschauer kamen in diesem Derby definitiv auf ihre Kosten: Acht Treffer gab es an der Haarstranganlage zu bestaunen, darunter gleich drei Elfmeter - und eine furiose Aufholjagd inklusive.

Acht Tore, ein Viererpack und drei Elfmeter. Dieses Derby zwischen Holzwickede II und Königsborn hatte einiges zu bieten. So richtig zufrieden war am Ende aber keiner der beiden Trainer. Und das, obwohl es einen Sieger gab.

Bezirksliga 8

HSC U23 – Königsborner SV 3:5 (1:4)

Gleich mit der ersten Chance gingen die Gäste in Front. Nach einem langen Ball von KSV-Keeper Bastian Luncke landete der Ball bei Val-Leander Wettklo, der zur frühen 1:0-Führung traf (5.).

Die Gäste blieben tonangebend, aber auch sehr hektisch. Trotzdem schraubte der KSV das Ergebnis in regelmäßigen Abständen nach oben. Der stark aufspielende Wettklo war es, der zunächst das 2:0 mit einer mustergültigen Ballverlagerung über das ganze Spielfeld vorlegte – Juan Luca Steinbach behielt danach frei vorm Tor die Nerven und traf zum 2:0 (18.).

Und auch bei den nächsten auch die nächsten beiden Tore steuerte Wettklo selbst bei (23. und 36. per Foulelfmeter) und sorgte so schon im ersten Durchgang für die Vorentscheidung – dachten alle.

Denn plötzlich zeigte sich auch der HSC mal wieder in der gegnerischen Hälfte. Nach schönem Steckpass von Dario Biancardi umkurvte Ensar Selmanaj KSV-Keeper Luncke und schob zum 4:1-Halbzeitstand (43.) ein. Für den HSC der Weckruf für eine starke Aufholjagd – auch dank einer taktischen Umstellung.

Spielertrainer Marcel Greig hatte bereits im ersten Durchgang auf den hohen Rückstand reagiert und Ayoub Belabbes ausgewechselt. „Wir mussten ein Bauernopfer bringen. Für den Jungen tut es mir leid, da er die Woche auch gut trainiert hat“, meinte Greig nach dem Spiel.

Val-Leander Wettklo schießt vier Tore und liefert eine Vorlage

Der HSC hielt jetzt besser mit. Selmanaj verwandelte nach einer guten Stunde den zweiten Strafstoß des Nachmittags zum 2:4 (63.) und spätestens mit dem 3:4 durch Selim Mechken (76.) war urplötzlich wieder mächtig Spannung drin. „Ich hatte das Gefühl, dass der Gegner danach K.o. war“, hatte Greig richtig erkannt. Der HSC tat alles, um zumindest noch einen Zähler mitzunehmen. Doch in der Schlussphase traf Wettklo mit seinem Tor Nummer vier (wieder ein Elfmeter) zum 5:3-Endstand (84.).

„Ich bin erleichtert, dass wir den ersten Saisonsieg geholt haben. Im zweiten Durchgang haben wir es ähnlich gemacht wie letzte Woche und haben uns abkochen lassen. Da fehlten die Leute, die Verantwortung übernehmen“, meinte KSV-Coach Andreas Feiler nach dem am Ende doch noch knappen Sieg.

„Die Niederlage ist schon verdient. Mich mal rausgenommen war unser ältester Spieler heute 23 Jahre alt. Gegen so eine erfahrene Königsborner Mannschaft ist es dann natürlich schwer“, so das Schlusswort von HSC-Spielertrainer Greig.

Holzwickeder SC II: Emmerich, Schröder, Kruse, Pastian (56. Greig) , Derichs (65. Mechken), Selmanaj, Belabbes (37. Akmann), Ilic, Becker, Biancardi, Logah (87. Walden)

Königsborner SV: Luncke, Arslan, Lukas, Wettklo, Mushaba (46. Georgiadis), Dinyelu (59. Ruzok), Kutscher, Steinbach, Boulakhrif (84. Sobala), Marchewka, Brandt (54. Pagel)

Tore: 0:1 Wettklo (5.), 0:2 Steinbach (18.), 0:3 Wettklo (23.), 0:4 Wettklo (FE, 36.), 1:4 Selmanaj (43.), 2:4 (FE, 63.), 3:4 Mechkin (76.), 3:5 Wettklo (FE, 84.)

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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