HSC-Coach Marc Woller kann nicht aus dem Vollen schöpfen. © Neumann
Fußball

Ein Rückkehrer ist wieder an Bord, doch der HSC reist mit Personalsorgen nach Schermbeck

Gleich drei wichtige Akteure fehlen dem Holzwickeder SC beim Gastspiel in Schermbeck. Immerhin kann Trainer Marc Woller auf die Dienste eines Offensivspielers zurückgreifen, der zuletzt pausieren musste.

Zwei Teams, die sich am vergangenen Spieltag sportlich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, treffen Sonntag in Schermbeck im direkten Duell aufeinander.

Oberliga Westfalen: Schermbeck – Holzwickeder SC (Sonntag, 15 Uhr)

Die Ausgangslage ist klar, beide Klubs sind jeweils mit einem Sieg in die Saison 2021/22 gestartet, um am zweiten Spieltag eine klare Niederlage zu kassieren. Wiedergutmachung lautet die Formel, mit der sich beide Kontrahenten in der Volksbank-Arena II, einem Kunstrasengeläuf, auseinandersetzen müssen.

Nach der aktuellen Tabellenkonstellation ist ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten, wenn da nicht die Personalsorgen wären, mit der sich der Holzwickeder SC bereits am dritten Spieltag konfrontiert sieht: So fallen Philipp Gödde, Nils Hoppe auf jeden Fall verletzungsbedingt aus. Auch der langzeitverletzte Mathieu Bengsch wird auf der Sportanlage „Im Trog“ (Anstoß 15 Uhr) noch kein Thema sein.

Bengsch hat zwar wieder mit dem Training begonnen, doch ein Einsatz käme in Schermbeck noch zu früh. Immerhin: Der gegen den TuS Ennepetal aus beruflichen Gründen verhinderte Henri Böcker steht wieder zur Verfügung.

Henri Böcker kehrt zurück in den HSC-Kader.
Henri Böcker kehrt zurück in den HSC-Kader. © Marc-André Landsiedel © Marc-André Landsiedel

Schermbecks Trainer Sleiman Salha nahm die zumindest von der Höhe nicht unbedingt zu erwartete 0:4-Niederlage bei Westfalia Rhynern sportlich: „Nach dem 6:0 zum Saisonauftakt gegen Westfalia Herne haben wir nun in Rhynern mit 0:4 verloren – wie gewonnen, so zerronnen. Westfalia Rhynern hat schon eine tolle Truppe. Aufgrund ihrer Galligkeit geht der Sieg in Ordnung. Wir sind noch nicht so gut besetzt, um selbst die Offensive zu ergreifen“, sagte der Libanese nach dem Schlusspfiff am Papenloh.

Übrigens: Drei der vier Treffer für die Elf aus dem Hammer Süden erzielte der Ex-Mühlhausener Hakan Sezer, der damit quasi zum Matchwinner avancierte.

Westfalia Rhynern hat es also vorgemacht, wie der Holzwickeder SC dem SV Schermbeck beikommen kann, auch wenn das ganz sicher nicht leicht wird: „Schermbeck ist ein nur schwer einzuschätzender Gegner. Die gewinnen deutlich mit 6:0 gegen Westfalia Herne, um eine Woche später in Rhynern klar zu verlieren. Sicher ist, wir müssen Sonntag viele Dinge besser machen, als das beim 2:4 gegen Ennepetal der Fall war. So haben wir nicht gut gegen den Ball gearbeitet“, nennt Marc Woller ein Beispiel: „Wenn uns das gelingt, dann bin ich optimistisch.“

Holzwickeder SC testete unter der Woche bei RW Ahlen

Dem 1:5 im Testspiel beim klassenhöheren Regionalligisten Rot-Weiß Ahlen, das während der Woche in der Wersestadt ausgetragen wurde, misst der Coach nicht zu viel Bedeutung bei: „Wir haben bis etwa eine Viertelstunde vor Spielende ganz gut mitgehalten. Durch die vielen Wechsel ist dann der Spielfluss verloren gegangen. Es hat in dieser Phase wenig Sinn, gegen unterklassige Mannschaften zu testen, die bringen uns einfach nicht weiter“, macht der Übungsleiter des Holzwickeder SC deutlich.

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