Analytisch am Spielfeldrand: Marc Woller übernimmt ab Sommer den Oberligisten Holzwickeder SC. © Schröer
Fußball

Marc Woller steckt schon mittendrin: „Ich kann mehr als nur Co-Trainer“

Marc Woller wird neuer Trainer beim Holzwickeder SC. Und obwohl der 52-Jährige gerade noch als Co-Trainer des SV Lippstadt engagiert ist, steckt er schon mittendrin in der Vorbereitung.

Die Wellen der Erregung haben sich ein wenig geglättet. Fußball-Oberligist Holzwickeder SC bekommt nach dem Weggang von Coach Axel Schmeing einen neuen Trainer und die Mannschaft erhält teils ein neues Gesicht. Von Beginn an gelassen hat alles der Neue – Marc Woller – verfolgt.

„Es hängt ja nicht an meiner Person, dass im Umfeld Unruhe aufgekommen ist“, sagt der Kamener, der im Sommer Axel Schmeing auf dem Trainerstuhl beerbt. Aktuell noch als Co-Trainer des SV Lippstadt im Einsatz, verfolgt er das Geschehen und die Diskussionen in der Öffentlichkeit von Außen – und ist dennoch mittendrin.

Marc Woller: „Ich habe sogar mit Nico Berghorst gesprochen“

„Ich habe bereits mit allen Spielern gesprochen, wir stehen alle in ständigem Kontakt“, erklärt der Trainer. „Ich habe selbst mit Nico Berghorst telefoniert, wenngleich er den Verein in Richtung Lünen verlässt. Ich spreche mit der kompletten Mannschaft“, nimmt er Kritikern gleich den Wind aus den Segeln.

Marc Woller (links) steht noch beim Regionalligisten SV Lippstadt unter Vertrag, übernimmt dann aber den Holzwickeder SC.
Marc Woller (links) steht noch beim Regionalligisten SV Lippstadt unter Vertrag, übernimmt dann aber den Holzwickeder SC. © Schröer © Schröer

Woller ist Co-Trainer in Lippstadt, war Co-Trainer in Rhynern und Co-Trainer von Ex-Profi Ingo Peter in Holzwickede. Der Vorwurf aber, Marc Woller habe ja noch nie hauptverantwortlich eine Mannschaft erfolgreich trainiert, ist mehr als haltlos. Woller: „Ja, ich kann weitaus mehr als nur Co-Trainer“

Marc Woller hat ein Händchen im Umgang mit jungen Spielern

Dem 52-jährigen B-Lizenzler eilt ein guter Ruf voraus. Ein Coach, der im Umgang mit talentierten Spielern ein gutes Händchen hat und eine gehörige Portion Empathie mitbringt. Das hat er immer wieder bewiesen, in Lippstadt, in Rhynern und zuletzt beim SuS Kaiserau.

Dazu kommt der Ehrgeiz. Mit dem FC Overberge schaffte Marc Woller als Tabellenzweiter der Bezirksliga den Sprung bis in die Aufstiegsrunde. Erst im K.o.-Spiel in Hilbeck vor den Augen von Weltmeister Kevin Großkreutz unterlag der FCO dem TuS Eichlinghofen. Woller verließ später den FCO im Guten, weil er erneut oben mitspielen wollte, die Vereinsspitze sich aber mit der Bezirksliga begnügte.

Holzwickeder SC steckt vollstes Vertrauen in den neuen Trainer

Seine neue Aufgabe geht er motiviert an, daraus macht er keinen Hehl: „Das werden wir alles hinbekommen. Der Verein steckt vollstes Vertrauen in mich – und ich in die Mannschaft.“

Dabei hat er sich bewusst für Daniel Frieg als Co-Trainer entschieden. „Es gab viele Angebote für den Posten als Co-Trainer“, sagt Woller, „aber ich wollte Friego. Er ist das, was die Mannschaft braucht. Er wird als Typ gut mit den Jungs klarkommen und die können ihm auch mal etwas Kritisches sagen. Vor allem, wenn es mal um mich geht.“

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