Maurice Majewski (grünes Trikot) nimmt es hier mit gleich drei Rheinesern auf. Die 0:3-Schlappe konnte er aber auch nicht verhindern, im Hintergrund Marcel Duwe. © Werner Hahn
Fußball

Serie gerissen: Holzwickeder SC verliert bei Eintracht Rheine völlig den Faden

Es gab nichts zu holen. Nachdem der Holzwickeder SC in den Spielzeiten zuvor immer recht gut bei Eintracht Rheine ausgesehen hat, ist auch diese Serie gerissen.

Die Blau-Grünen verloren bei Eintracht Rheine mit 0:3. Der Ausfall einiger Stammspieler machte sich dabei bemerkbar.

Oberliga Westfalen: E. Rheine – Holzwickeder SC 3:0 (1:0). Das Gesetz der Serie ist durchbrochen: Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt auf fremdem Geläuf ging der Holzwickeder SC mit dem 0:3 in Rheine erstmals wieder als Verlierer vom Platz. Dass die Niederlage letztlich so deutlich ausfiel, lag weniger an der Klasse des FC Eintracht Rheine – nein, die Gäste, bei denen sich das Fehlen von vier Stammspielern deutlich bemerkbar machte, verloren nach einer recht passablen ersten Spielhälfte mit dem Wiederanpfiff völlig den Spielfaden, sodass die Münsterländer leichtes Spiel hatten.

Erster Durchgang in Rheine eher chancenarm

Die erste Möglichkeit in der Partie gehörte sogar den Gästen, als Tomislav Ivancic (9.) mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in Rheines Keeper Nicholas Beermann seinen Meister fand. Glück dann aber auch für den Gast, weil das Geschoss von Viktor Maier knapp am HSC-Gehäuse vorbeizischte. Das war es dann aber fast auch in der vornehmlich im ersten Durchgang chancenarmen Begegnung.

Nur in dieser Szene schüttelte der Holzwickeder SC Eintracht Rheine ab, das sich am Ende mit 3:0 durchsetzte.
Nur in dieser Szene schüttelte der Holzwickeder SC Eintracht Rheine ab, das sich am Ende mit 3:0 durchsetzte. © Werner Hahn © Werner Hahn

Es war eigentlich eher ein typisches Spiel mit 0:0-Charakter, glaubte jedenfalls ein Großteil der 320 Zuschauer in der Emsstadt. Als dann Rheines Viktor Maier fünf Minuten vor dem Seitenwechsel nicht konsequent genug angegriffen wurde, zog dieser aus rund 20 Metern ab und ließ Kevin Beinsen, noch einer der wenigen Aktivposten im HSC-Team, keine Abwehrchance – 1:0 für den FCE Rheine also.

Damit waren natürlich aus Holzwickeder Sicht alle taktischen Pläne über den Haufen geworfen und es sollte noch schlimmer kommen. Die Partie war im zweiten Durchgang noch keine Minute alt, da entschied der nicht immer sichere Schiedsrichter Philip Dräger rund 20 Meter vor dem HSC-Tor auf Freistoß für die Rheinenser: Pech für den Gast, dass Rene Schneider beim Klärungsversuch FCE-Angreifer Mirko Janning anschoss, von wo aus die Lederkugel unerreichbar für Kevin Beinsen in dessen Kasten einschlug – ein halbes Eigentor.

Mit zunehmender Spieldauer verdienten sich die Platzherren dann aber diese Führung. So hatten die Woller-Mannen nach knapp einer Stunde Spielzeit Glück, als ein Freistoß von Fabian Kerelaj an der Unterkante der Latte des HSC-Tores landete.

Dario Biancardi und Lucas Arenz ohne Glück

Erst in der Schlussphase kam der Holzwickeder SC noch einmal ins Spiel, hätte bei der Möglichkeit von Dario Biancardi, der nur das Außennetz traf, vielleicht auf 1:2 verkürzen können. Eine dicke Chance bot sich auch noch Lucas Arenz der aber ebenfalls kein Fortune hatte. Besser machten es die Hausherren, die in der Nachspielzeit durch Maier auf 3:0 erhöhten.

„Der Sieg für Rheine ist verdient. Wir müssen es schaffen, endlich einmal selbst in Führung zu gehen. Wir sind heute eigentlich gut ins Spiel gekommen und wollten nach der Pause mehr tun. Leider fehlt es bei uns an Durchschlagskraft“, sagte HSC-Coach Marc Woller.

HSC: Beinsen, Müller (78. Selmanay), Busemann (57. Biancardi), Schneider (80. Jenusch), Delija, Duwe, Ivancic, Schultze, Kueremateng (57. Böcker), Majewski, Arenz

Tore: 1:0 Maier (40.), 2:0 Janning (46.), 3:0 Maier (90.+1)

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