Materialprobe von Holzwickedes Nils Hoppe bei seinem Hombrucher Widersacher: Das gestrige Viertelfinale war umkämpft. © Thorsten Teimann
Fußball

Tragischer Held: Philipp Gödde schießt HSC ins Halbfinale und darf vorzeitig gehen

Der Holzwickeder SC ist seinem Ziel, gegen Weltmeister Kevin Großkreutz zu spielen, einen Schritt näher gekommen - dank Philipp Gödde, dem tragischen Held.

Eines vorweg: Es war am Dienstagabend mächtig voll im Aplerbecker Waldstadion, als der Gastgeber SC Aplerbeck gegen den BSV Schüren auflief. Beide Teams mussten ins Elfmeterschießen und das verlor der SCA – Endstand 4:6. Anschließend gingen auch die Zuschauer und machten genug Platz für die Holzwickeder Anhänger, die zuvor noch Sorge hatten, dass es Corona-bedingt zu eng werden könnte.

Hombrucher SV _ Holzwickeder SC 0:1 (0:0). Der Holzwickeder SC machte es besser als Aplerbeck, wenngleich die Blau-Grünen gegen einen agilen Hombrucher SV mächtig ackern mussten. Chancen gab es hüben wie drüben, doch das Tor des Tages erzielte Philipp Gödde per Elfmeter nach dem Wechsel – in Aplerbeck wird 2x 40 Minuten gespielt. Er avancierte zum tragischen Held des Abends, denn noch kurz vor Abpfiff leistete er sich wohl einen flapsigen Spruch und kassierte die zweite Gelbe Karte.

Der Holzwickeder SC musste am Dienstagabend gegen den Hombrucher SV mächtig ackern, zog aber ins Halbfinale des Hecker-Cups ein. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Nach diesem Platzverweis fehlt der Stürmer am Freitag im Halbfinale. Dann geht es gegen den Sieger der Mittwochs-Partie zwischen dem Großkreutz-Klub TuS Bövinghausen und Türkspor Dortmund (19.30 Uhr). HSC-Trainer Marc Woller hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass er gerne im Finale gegen Weltmeister Kevin Großkreutz spielen wolle. Jetzt kann es schon am kommenden Freitag zu diesem Duell kommen.

Der Hombrucher SV machte im Viertelfinale am Dienstag von Beginn an flott mit und hielt prächtig dagegen. HSC-Coach Woller: „Die haben uns immer wieder auf diesem mittlerweile schwer zu bespielenden Boden gut angelaufen.“ Schon nach wenigen Minuten forderten die Dortmunder Elfmeter, als Spielführer Dominic Haake nach einem Aufeinandertreffen mit HSC-Keeper-Youngster Torben Simon zusammenstieß, der anschließende Schuss von Orlowski donnerte an die Latte.

Philipp Gödde (links) gelang am Dienstagabend das Tor des Tages per Elfmeter. In der Schlussminute musste er nach einer Ampelkarte vom Feld.
Philipp Gödde (links) gelang am Dienstagabend das Tor des Tages per Elfmeter. In der Schlussminute musste er nach einer Ampelkarte vom Feld. © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Spätestens jetzt war allen klar, dass sich Hombruch keineswegs verstecken sollte. Die besseren Chancen hatte aber der HSC – immer wieder durch Philipp Gödde. Im zweiten Durchgang wurde es nach der HSC-Führung phasenweise ruppiger und der Schiedsrichter sprach einige Verwarnungen aus – ja, und gegen den tragischen Held Philipp Gödde sogar zwei Mal.

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Hecker-Cup: Holzwickeder SC zieht ins Halbfinale

„Das war ein Spiel auf gutem Niveau, Hombruch hat gut dagegen gearbeitet“, war Holzwickedes Trainer Marc Woller zufrieden. Und nun ohne Philipp Gödde ins Halbfinale? Woller: „Wir werden Lösungen finden.“

Maurice Majewski suchte noch am Abend mit einer Handblessur das Krankenhaus auf.

Holzwickeder SC: Simon – Delija, Gödde, Duwe, Gensicke, Arenz, Hoppe, Schultze, Ivancic, Uedickhoven, Jenusch (Beisen, Busemann, Schneider, Breuer, Selmanaj, Böcker, Majewski, Markovski)

Tore: 0:1 (50.) Gödde per 11m

Bes. Vorkommnisse: Ampelkarte für Gödde (HSC, 80+5) wegen Meckerns

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Thorsten Teimann

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